Building Bridges – unser Vorbereitungsseminar 2017

Am Samstag, den 04.03.2017, kamen die BrückenbauerInnen erneut im Koreanischen Kulturzentrum (Berlin) zusammen. Das entscheidende Ziel, den koreanischen Besuch im April zu gestalten, war für uns bei der Fülle an Einfällen eine Tagesaufgabe. Vor Ort wurden die Jugendlichen durch den DKG-Präsidenten Herrn Weise begrüßt und vom BB-Team durch das Programm geführt. Wir hatten Gelegenheit, uns über die Zeit in Korea auszutauschen, Jugendkultur in Seoul und Berlin zu vergleichen und ein Programm für den Gegenbesuch zu entwerfen, das die Interessen der Teilnehmer und die Vielfalt der Stadt Berlin widerspiegelt. In einer kurzen Session zum Thema „Was kommt danach?“ stellten sich die Projektpartner (DKG, BSJ, DTUJ) vor, um den Teilnehmenden anzubieten, sich auch über den Austausch hinaus für internationale Jugendbegegnungen zu engagieren. Zu Gast waren auch ehemalige Teilnehmer aus den Vorjahren, die den Austausch bereits hinter sich haben und bis heute den Kontakt zu Korea halten. Das Seminar war eingebettet in einen kulturellen Rahmen der DKG, die am Vorabend zum Stammtisch und im Anschluss zu kniffeligen Gruppenspielen und zum koreanischen Abschiedsessen einlud. Die SchülerInnen waren durchweg konzentriert und stellten ein vielversprechendes Programm für den April auf die Beine. Hut ab vor den Jugendlichen bei dieser hervorragenden Arbeit.

von: Hilko Paschke

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Gelungener Jahresauftakt in Berlin

Am Abend des 19. März 2015 fand die Jahresauftaktveranstaltung des Regionalverbandes Berlin der Deutsch-Koreanischen Gesellschaft e.V. mit Lothar de Maizière im Wrangelschlösschen statt. Er sprach zu dem Thema „Meine Erfahrungen und Einschätzungen aus der Zeit meiner Kommissionsarbeit in und mit Korea“. Begleitet wurde der Abend von musikalischen Beiträgen.
Einleitend stellte Dr. de Maizière einige Kommissionsmitglieder und deren Arbeit vor. Der Hauptfokus der Kommission liegt bei der Unterstützung in Fragen einer erfolgreichen und vor allem friedlichen Wiedervereinigung der beiden koreanischen Staaten. Wenn auch Deutschland und Korea im Zuge des Kalten Krieges die Erfahrung der Teilung machten, verwies Dr. de Maizière auf die unterschiedlichen Voraussetzungen im langwierigen Prozeß der Wiedervereinigung. Selbstdemokratisierung und ein erneuter Kontakt zwischen Nord- und Südkorea waren Schlagwörter des Abends.
Die Kommission hat sich in ergebnisorientierter Arbeitsweise auf die wichtigsten Gebiete in Arbeitsgruppen konzentriert. Insbesondere die Themen Wirtschaft, Soziale Fragen, Bildung, Militär und Verwaltungsstrukturen sind die Kernbereiche mit denen sich die Arbeitsgruppen der Kommission befassen. Auch die Frage nach der Finanzierung einer Wiedervereinigung Koreas wurde kurz angesprochen.
Verglichen mit Korea, gab es in der ostdeutschen Bevölkerung den andauernden Wunsch zur Wiedervereinigung. Heutzutage, mit der nächsten Generation, hat der Wunsch nach einer Wiedervereinigung unter den Jugendlichen in Korea deutlich nachgelassen. Eine weitere Hürde stellt die anhaltende Isolierung Nordkoreas und die damit verbundene Unkenntniss über den dortigen exakten Ist-Stand, dar. Hier kann und sollte der wissenschaftliche und kulturelle Austausch maßgebliche Beiträge leisten.
Dr. de Maizière berichtete von einigen positiven Erfahrungen der Kommisionsarbeit. Ein Beispiel war die Offenheit des nordkoreanischen Botschafters auf den Erfahrungsaustausch zum Thema Wiedervereinigung.
Im Anschluß des Berichtes wurde zwischen Dr. de Maizière und den Besuchern Ideen und Anregungen ausgetauscht. Unter den Besuchern gab es neben den Mitgliedern der DKG auch interessierte Gäste und Journalisten. Schließlich klang der Abend bei dem Genuß der koreanischen Küche und in entspannter Atmosphäre aus.
Cindy Gäde