Treffen des DKG Bundesvorstandes mit der Deutsch-Koreanischen Parlamentariergruppe

Am 16. Januar 2019 trafen sich die Mitglieder des Bundesvorstandes der DKG e.V. mit der Deutsch-Koreanischen Parlamentariergruppe im Paul-Löbe-Haus des Deutschen Bundestages in Berlin. Gegenstand der Begegnung war ein intensiver Informationsaustausch über die beiderseitigen Aktivitäten.

Der Präsident der DKG e.V., Herr Dr. Schmelter, informierte die Parlamentarier über die Tätigkeit der Gesellschaft, die mit fünf Regionalverbänden und mehr als 300 Mitgliedern, die deutsch-koreanische Zusammenarbeit vor allem auf kultureller und gesellschaftlicher Ebene erfolgreich pflegt und weiter ausbaut.
Im Mittelpunkt der Diskussion stand u.a. die Frage, die unsere koreanischen Partner immer wieder an uns stellen: Was kann Deutschland insbesondere im zivilgesellschaftlichen Umfeld tun, um den weltweit begrüßten Dialog- und Annährungsprozess der beiden koreanischen Staaten effizient zu fördern und zu unterstützen ?

Die Parlamentarier, unter dem Vorsitz von Katharina Landgraf (CDU/CSU) sprachen sich ganz klar dafür aus, dass trotz der bestehenden Sanktionen, die den kulturellen und humanitären Bereich für Kooperationsprojekte mit der DVR Korea ausnehmen, Deutschland einen aktiven Beitrag zur Weiterführung des begonnenen Entspannungsprozesses auf der koreanischen Halbinsel leisten muss und kann.

Treffen der Deutsch-Koreanischen Parlamentariergruppe mit dem Vorstand der DKG e.V. am 16. Januar 2019 im Paul-Löbe-Haus des Deutschen Bundestages

Besonderes Interesse der Abgeordneten fanden neben den Kurzberichten der Regionalvorsitzenden vor allem die nachfolgenden Aktivitäten und Projekte der DKG:

DKG Präsident Dr. Uwe Schmelter informierte zusammenfassend über den erkennbar positiven Fortgang der Gespräche, die er u.a. mit dem Auswärtige Amt, der Deutsch-Koreanischen Parlamentariergruppe, dem Deutsch-Koreanischen Forum, dem Vorsitzenden des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag Dr. Norbert Röttgen und beiden koreanischen Botschaftern in Berlin zur Rücknahme der bisher restriktiven Handhabung der Bundesregierung bei der Visavergabe an Kulturschaffende aus der DVR Korea, die zu Veranstaltungen und gemeinsamen Projekten nach Deutschland kommen sollen, geführt hat. Er verwies dabei insbesondere auf den bevorstehenden Besuch einer Delegation von Filmexperten der DVR Korea bei der kommenden Berlinale, wie auch auf das anstehende, erste gesamtkoreanische Symposium mit Experten aus Deutschland, Frankreich und beiden Koreas zum Thema „Film in Süd- und Nordkorea“ des Instituts für Korea Studien der Freien Universität Berlin in Zusammenarbeit mit der DKG im Rahmen der Berlinale.

Vorstandsmitglied Hilko Paschke berichtete über den bereits 10 jährigen Jugendaustausch „Building Bridges“ der DKG mit Schülern und Schülerinnen aus Südkorea und Deutschland.

Rolf Gensecke, Schatzmeister der DKG, berichtete über die im September 2019 in Bad Harzburg geplante Ausstellung mit den Grenz-Kreisen aus Nord- und Südkorea, aus der weitere grenzüberschreitende Aktivitäten folgen sollen.

Doris Hertrampf, DKG Vizepräsidentin und Vorsitzende des DKG Regionalverbandes Berlin-Brandenburg stellte eine geplante Veranstaltung zum Thema „Transitional Justice“ mit beiden koreanischen Staaten vor.

Die Abgeordneten und der Präsident der DKG, Dr. Uwe Schmelter, wie auch der ehemalige Vorsitzende der Parlamentariergruppe und Ehrenpräsident der DKG, Hartmut Koschyk, schätzten das Treffen als äußerst gelungen ein und vereinbarten weitere gemeinsame Arbeitstreffen und Gespräche dieser Art.

Text: Rolf Gensecke / Dr. Uwe Schmelter
Foto: Hilko Paschke

Koreanischer Kochkurs von Hando e.V. und DKG NRW in Köln – wenn Deutsche und Koreaner zusammen kochen

Es riecht verführerisch nach gebratenem Rindfleisch, Knoblauch, Zwiebeln und frisch gemachtem Kimchi.  12 junge Leute, manche von ihnen bereits mit Korea-Erfahrung  sind der Einladung von Hando e.V., dem Verein Junger Koreaner in Deutschland und der Deutsch-Koreanischen Gesellschaft DKG – Regionalverband NRW gefolgt und haben sich bei trübem und nasskalten Wetter in der Kölner Innenstadt-Nord zu einem koreanischen Indoor-Kochkurs zusammengefunden.

Koreanisches Essen ist vielseitig, fett- und salzarm und damit bekömmlich und gesund, wie eine Teilnehmerin berichtet. Während ihrer Korea-Reisen sei das Essen immer ein Highlight. Und auch in Deutschland gäbe es immer mehr koreanische Restaurants,  Kimchi, Bulgogi  und Co. liegen im Trend und sind beliebt.

Im Internet gäbe es ja genügend koreanische Kochanleitungen, aber an einem Kochkurs teilzunehmen sei viel persönlicher und man könne auf Fragen und Wünsche direkt eingehen, ergänzt ein anderer Teilnehmer. Am Ende des Kurses werden die frisch zubereiteten Speisen gemeinsam verzehrt und wer schon einmal in Korea war weiß, dass das koreanische Essen im geselligen Miteinander noch viel besser schmeckt.

Jens Bachem, der Korea und die koreanische Küche liebt und dafür sogar in der koreanischen Schule in Köln Koreanisch lernt,  hat seinen aus Korea mitgebrachten Gaskocher dabei, ein Reiskocher, Schürzen, Schalen, Schneidbretter und Messer komplettieren die professionelle Ausstattung.

Rana Lee-Schöler von der DKG, wie viele andere Krankenschwestern 1969 von Korea nach Deutschland gekommen und hier geblieben, ist eine wahre Meisterin der koreanischen Küche. Sie kocht selbst gerne und vermittelt ihre umfassenden Kenntnisse leicht verständlich und sehr detailliert. Während sie die verschiedenen Arbeitsschritte ausgiebig erklärt lauschen die Teilnehmer konzentriert, man könnte fast eine Stecknadel fallen hören. Sie zeigt wie man Kimchi zubereitet, wie Sesamkörner im Mörser zerstoßen werden, erklärt dass man für Japchae (kurz gebratene Glasnudeln mit Fleisch und Gemüse) im Sommer lieber keinen Spinat verwenden sollte und dass es verschiedene Qualitäten von Soja-Sauce gibt, die man für unterschiedliche Gerichte und Suppen verwenden kann.  Auch der Einsatz der mitgebrachten Austernsauce für das Kimchi wird detailliert vermittelt. Anschließend dürfen die Teilnehmer unter Anleitung selbst Hand anlegen und die Glasnudeln abgießen, das Rindfleisch kurz anbraten und die vorher kleingeschnittenen Zutaten unterrühren.

            

Die Zeit vergeht wie im Fluge und nach fast 5 Stunden intensiver Anleitung, Schneiden, Kochen, Braten, Zusammenrühren und Abschmecken dürfen sich alle Teilnehmer auf eine reiche Tafel freuen und das gemeinsam zubereitete Essen ausgiebig probieren. Und auch ein frisch gezapftes Kölsch, gespendet von einer Teilnehmerin kommt auf den Tisch und passt wegen seiner besonderen Bekömmlichkeit hervorragend zur koreanischen Küche. 맛있게 먹어요 – guten Appetit, ein paar Redewendungen in Koreanisch zum Überleben für die ersten Tage in Korea werden auch gleich mitgeliefert. Hungrig geht heute niemand nach Hause, dafür aber mit der einen oder anderen neuen Rezeptidee für das nächste Treffen mit Freunden oder mit der Familie.

Nina Lindenthal von Hando e.V. hat zur Unterstützung gleich ihre Mutter Chung-Za Blum-Lindenthal mitgebracht, die auch eine ehemalige koreanische Krankenschwester ist. Sie berichtet dass es im Vorfeld viele Interessenten für den Kochkurs gab, die Teilnehmerzahl aber leider begrenzt werden musste. So wird es vielleicht schon bald eine Fortsetzung geben, der Bedarf sei vorhanden aber Unterstützung in Form von ehrenamtlichen Helfern und geeigneten Veranstaltungsräumen wird immer gesucht.

Reiner Schöler vom Vorstand der DKG zeigt sich einmal mehr zufrieden, es wurde wieder einmal ein Stück Korea in Deutschland vorgestellt und Menschen mit Interesse an Korea und solche die es noch werden wollen wurden in geselliger Runde zusammengebracht.

von Nina Lindenthal, Köln und Wolfram van Stephold, Hürth

DKG-Regionalverband Bayern: Koreanischer Kochkurs und Trommelworkshop

Das Neujahrestreffen der DKG-Regionalverband Bayern fand dieses Jahr im Rahmen eines Workshops statt, bei dem die Teilnehmer zum einen die Möglichkeit hatten, kulinarische Spezialitäten zuzubereiten, wie auch die Kunst des koreanischen Trommelspiels kennenzulernen.

Trotz winterlicher Verhältnisse und starken Schneefalls fanden sich mehr als ein Dutzend Teilnehmer zum Neujahrsempfang/Workshop im Pelkovenschlössl, München, am Nachmittag des 04.01.2019 ein.

Besonders erfreulich war, dass der Honorarkonsul der Republik Korea, Herr Thomas Elster, extra den weiten Weg aus Österreich in Kauf genommen hatte, um ebenfalls an dieser Veranstaltung teilzunehmen.

Mit einem Neujahrsgruß eröffnete Frau Um-Schoof die Veranstaltung. Zunächst begannen die versammelten Teilnehmer unter der fachkundigen Leitung von Frau Park, Ayoung, München Catering mit der Zubereitung verschiedenster Arten von Kimbap (koreanisches Sushi), wobei es interessant war zu beobachten, welche Fortschritte die Teilnehmer innerhalb kürzester Zeit in der Herstellung der Spezialitäten machten.

         

Nachdem die unterschiedlichsten Sorten Kimbap hergestellt waren, erfreuten sich die Teilnehmer an einer gemeinsamen Verköstigung der selbst hergestellten Köstlichkeiten. Dazu wurde auch das traditionelle koreanische Getränk Makgolli gereicht, so dass es zu angeregten Gesprächen der Teilnehmer in angenehmer Atmosphäre – vor allem über koreanische Themen – kam.

Zur Überleitung zum zweiten Teil der Veranstaltung, dem Trommelworkshop, wurde das Werk Solchangu (Solostück für Changu, koreanische Sanduhrtrommel) im Ensemble aufgeführt. Die Leitung hatte dabei Meisterin Hye-Soon Um-Schoof, die mit ihren Schülern Frau Pilsook Cha, Frau Beate Wollmann und Herrn Stefan Meixner dieses virtuose Stück zur Aufführung brachte.
Bei den Teilnehmern weckte die Darbietung so große Begeisterung, dass alle danach hochmotiviert an dem Trommelworkshop teilnahmen. Unter fachkundiger Anleitung der Meisterin Frau Um-Schoof erlernten die Teilnehmer dabei ein Stück für Modeum-Buk (Ensemble aus mehreren koreanischen Fasstrommeln), welches von der Runde nach ca. 1 1/2-stündiger Vorbereitung auch perfekt gespielt werden konnten.

Dabei hatten alle so viel Freude, dass davon auszugehen ist, dass so mancher dem koreanischen Trommelspiel auch in Zukunft treu bleiben wird.

Insgesamt war die Veranstaltung sehr gelungen und so verbleibt es nur, einen herzlichen Dank für die Organisation dem Vorstand der DKG-Regionalverband Bayern, insbesondere der Vorsitzenden Frau Hye-Soon Um-Schoof, auszusprechen.Wir freuen uns auf weitere Veranstaltungen solcher Art!

Stefan Meixner, DKG Bayern

Lektorenprogramm in Asien 2019/20 der Robert-Bosch-Stiftung

Gerne machen wir Sie auf diesem Weg auf das Lektorenprogramm Asien der Robert-Bosch-Stiftung aufmerksam:

Völkerverständigung trifft persönliche Qualifizierung: Das Stipendienprogramm richtet sich an Hochschulabsolvent*innen aus dem deutschen Sprachraum und an Hochschulmitarbeiter*innen in Asien.

Junge Hochschulabsolvent*innen aller Fachrichtungen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz unterrichten an einer Universität in Asien (China, Indonesien, Südkorea, Thailand, Vietnam) Deutsch als Fremdsprache und setzen sich für eigene Bildungsprojekte ein. Ihr Engagement in Lehre und Projektarbeit dient dem interkulturellen Dialog und ihrer persönlichen und beruflichen Entwicklung. Weiterbildungs- und Coaching-Einheiten unterstützen sie dabei.

Deutsch sprechende Hochschulmitarbeiter*innen aus Asien bewerben sich als lokale Lektor*innen im gleichen Programm. Sie führen ihre gewohnte Tätigkeit fort, qualifizieren sich parallel dazu im Bereich Rhetorik und Präsentation und erproben ihre neu erworbenen Kompetenzen direkt in der Praxis.

Das Lektorenprogramm ist ein berufliches und persönliches Weiterbildungsprogramm der Robert Bosch Stiftung in Kooperation mit dem Verein MitOst. Detaillierte Informationen zum Programm und zur Bewerbung finden Sie auf der Homepage www.boschlektoren.de. Im Jahr 2019 wird das Programm letztmalig für eine einjährige Förderung ausgeschrieben. Bewerben kann man sich bis 28. Februar für das im Sommer beginnende Hochschuljahr.

www.boschlektoren.de // www.bosch-stiftung.de //  www.mitost.org

https://www.facebook.com/lektorenprogramm/