Verleihung der Mirok-Li Urkunde an Abtprimas em. Dr. Notker Wolf am 10.11.2017

Abtprimas em. Dr. Notker Wolf

Am 10. November 2017 wurde die Mirok-Li-Urkunde an den Preisträger 2017, den Abtprimas em. des Benediktinerordens, Dr. Notker Wolf, in einer Feierstunde vom Vorsitzenden der Deutsch-Koreanischen Gesellschaft, Lothar H. Weise, in der Erzabtei Sankt Ottilien überreicht.

Vor der Zeremonie konnten die über 60 Gäste der Veranstaltung ein Kulturprogramm genießen, das reichlich Höhepunkte bot:

Das junge Duo „CelloGayageum“ Daniel KIM (Cello) und Dayoung YOON (Gayageum) begeisterte die Zuhörer mit eigenen Kompositionen, in denen sich koreanische Tradition und Moderne, West und Ost, verbanden. Die DKG dankt dem Koreanischen Kulturzentrum und der Kulturabteilung der koreanischen Botschaft sehr herzlich für seine Unterstützung, dank derer diese Künstler nach Sankt Ottilien kommen konnten!

Dayoung YOON und Daniel KIM

Ein großer Dank gebührt ebenso allen anderen Mitwirkenden an diesem schönen Programm, die – als Mitglieder der Deutsch-Koreanischen Gesellschaft – ohne Honorar und ehrenhalber maßgeblich zum Gelingen der Veranstaltung beitrugen:

Frau Hye-Soon Um-Schoof, Leiterin der „Korea Akademie“ in München und seit kurzem auch Vorsitzende des Regionalverbandes Bayern der DKG, begeisterte mit dem „Mönchstanz“ und einem Trommeltanz; die junge Komponistin Mathilde Koeppel aus Berlin spielte Beethoven und einige ihrer eigenen Kompositionen, und Frau Ducksoon Park-Mohr aus Berlin rundete das Programm mit zwei koreanischen Liedern ab.

Hye-Soon Um-Schoof

 

Mathilde Koeppel                           Ducksoon Park-Mohr

Die Erzabtei Sankt Ottilien stellte die sehr schönen Räumlichkeiten zur Verfügung und ermöglichte auch eine Führung durch die Koreanische Abteilung des Klostermuseums, in dem viele Zeugnisse aus dem frühen Wirken der Benediktiner Anfang des 20. Jahrhunderts in Korea ausgestellt sind – ein Tipp für Sie, sollten Sie einmal in die Gegend zwischen Augsburg und München reisen: Der Besuch des Museums lohnt sich!

In der Zeremonie zur Überreichung der Urkunde unterstrich Herr Weise in seiner Begrüßung die persönlichen Verdienste des Geehrten um die deutsch-koreanischen Beziehungen, aber auch die damit verbundene Anerkennung für das über 100-jährige Wirken der Missionsbenediktiner aus Sankt Ottilien in und mit Korea. (Text anbei).

Lothar H. Weise, Vorsitzender der DKG

Als Laudator unterstrich auch der Ehrenpräsident der DKG, Hartmut Koschyk, wie viele Berührungspunkte zu Korea es immer wieder auch im Lebenslauf des Geehrten gegeben hatte. Insbesondere würdigte er in diesem Zusammenhang die langjährigen Bemühungen von Abtprimas Dr. Wolf, den Kontakt auch nach Nordkorea herzustellen und damit an die sehr alte Geschichte der ersten Benediktinerabtei auf koreanischem Boden in Tokwon (Nähe Wonsan) anzuknüpfen. Die Einweihung des ersten und einzigen „Internationalen Katholischen Krankenhauses“ auf nordkoreanischem Boden im Jahre 2005 war die Frucht von über 10-jährigen Bemühungen und sollte – so der Wunsch – ein hoffnungsvolles Zeichen für eine künftige Verbesserung der Lage in Nordkorea sein. (Link zum Text)

Hartmut Koschyk, MdB a.D., Ehrenpräsident der DKG

In seinen Dankesworten unterstrich Abtprimas em. Dr. Wolf seine Freude über die Auszeichnung, die er ebenfalls als Ehrung der Arbeit der Benediktiner in Korea verstand. Er berührte die Zuhörer tief mit seinen Schilderungen über die Verhandlungen, die er in Nordkorea über den Bau des Krankenhauses geführt hatte, und wie Fortschritte in den Gesprächen in dem Moment begannen, als er seinen Verhandlungspartner nicht mehr als Vertreter eines Regimes, sondern als einen Menschen sehen konnte, der von Gott in gleicher Weise geliebt werde wie er selbst.

Dr. Wolf erinnerte in seinen Schlussworten daran, dass die Wiedervereinigung des geteilten Landes gleichermaßen Deutschlands wie Koreas Sehnsucht war und ist. Er forderte eindringlich dazu auf, trotz der großen Probleme mit der nordkoreanischen Führung doch gerade auch mit Nordkorea das Gespräch und den Dialog zu suchen, statt sich nur auf Sanktionen zu verlassen. Dem koreanischen Volk wünschte er mit sehr berührenden, eindringlichen Worten Einheit, Frieden und Freiheit.

Die Feier wurde – dem Ort angemessen – mit einem Empfang mit zünftiger Weißwurst und Brez´n abgerundet, bei dem noch viele lebhafte Gespräche geführt werden konnten.

Der Vorstand der DKG dankt allen, die viel Freizeit geopfert haben, um diese rundum gelungene Veranstaltung vorzubereiten. Neben den bereits genannten Mitwirkenden des Kulturprogramms geht dieser Dank insbesondere an Pater Dr. Cyrill Schäfer von Sankt Ottilien und an unsere Generalsekretärin, Cindy Gäde!

Text und Fotos: Doris Hertrampf

Verleihung der Mirok-Li Urkunde an Abtprimas em. Dr. Notker Wolf am 10.11.2017

Am 10. November 2017 wurde die Mirok-Li-Urkunde an den Preisträger 2017, den Abtprimas em. des Benediktinerordens, Dr. Notker Wolf, in einer Feierstunde vom Vorsitzenden der Deutsch-Koreanischen Gesellschaft, Lothar H. Weise, in der Erzabtei Sankt Ottilien überreicht:

„Wir sind heute von nah und fern zusammengekommen, um Ihnen, verehrter Herr Abtprimas, die Auszeichnung der Deutsch-Koreanischen Gesellschaft, die den Namen von Mirok Li trägt, zu überreichen.
Seit dem Jahr 1999 ehren die Deutsch-Koreanische Gesellschaft und die Koreanisch-Deutsche Gesellschaft in Seoul alternierend einmal im Jahr eine Persönlichkeit, die sich um die deutsch-koreanischen Beziehungen in besonderem Maße verdient gemacht hat. Soweit wir wissen, ist dies die einzige Ehrung dieser Art zwischen Deutschland und Korea.

Mit der Verleihung der Mirok-Li-Urkunde 2017 an Sie, lieber, verehrter Herr Abtprimas Dr. Wolf, möchten wir Ihr persönliches Engagement würdigen: Sie waren mehrmals in Nordkorea, obwohl die Missionsbenediktiner dort in den Jahren zwischen 1949 und 1953 schwer unter dem Regime leiden mussten und viele Tote zu beklagen hatten. Sie haben dennoch die Hand zur Versöhnung ausgestreckt und konnten den Bau eines Krankenhauses für die leidende nordkoreanische Bevölkerung in Rajin-Sonbong erreichen!

In Ihrer Person möchte die Deutsch-Koreanische Gesellschaft aber zugleich auch die über 100-jährige Arbeit der Missionsbenediktiner in und mit Korea würdigen und ehren! Aus den Berichten und Zeugnissen der Missionare über ihr Schicksal nach 1945 in Nordkorea wird – den schweren Schicksalen zum Trotz – die große Liebe und Verbundenheit mit Korea und seinen Menschen in ganz bewegender Weise deutlich. Das Korea-Museum hier in der Erzabtei, mehr aber noch das Kloster Waegwan und sein Wirken in Südkorea legen ebenso ein Zeugnis von dieser Verbundenheit und dem kontinuierlichen Wirken des Ordens in Korea ab.“ (Auszug aus dem Grußwort von dem Präsidenten der Deutsch-Koreanischen Gesellschaft, Herrn Weise)

Vor der Zeremonie konnten die über 60 Gäste der Veranstaltung ein Kulturprogramm genießen, das reichlich Höhepunkte bot.

Einen ausführlichen Bericht können Sie in unserem bald erscheinenden Newsletter nachlesen sowie auf der Homepage von Herrn Koschyk, der die Laudation gehalten hat. Hier finden Sie auch ein Video der Veranstaltung.

Mirok-Li-Preis 2016 in Seoul an die Ballett-Tänzerin Sue-Jin KANG verliehen

Sue Jin Kang und Marijn Rademaker in „Die Kameliendame“ (Foto: Kai Loges + Andreas Langen)

 

Die Koreanisch-Deutsche Gesellschaft in Seoul hat am 10. November 2016 den diesjährigen Mirok-Li-Preis an die ehemalige Stuttgarter Ballett-Tänzerin Sue-Jin Kang vergeben. Die Verleihung fand in festlichem Rahmen bei einem Empfang im Hilton Hotel Seoul statt, an dem 180 Gäste teilnahmen.

Frau Kang gehörte dem Stuttgarter Ballett, einem der bedeutendsten Balletts Deutschlands, seit 1986 an und war von 1997 bis 2014 die Primaballerina des Ensembles. Im Jahre 2007 wurde ihr der Ehrentitel „Kammertänzerin“ verliehen, und im Mai 2014 wurde sie für ihre Verdienste um das Stuttgarter Ballett mit dem Verdienstorden des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet.
Im Jahre 2014 folgte Frau Kang dem Ruf aus Seoul und übernahm den Posten als Direktorin und künstlerische Leiterin des koreanischen Nationalballetts.

Die Deutsch-Koreanische Gesellschaft wird turnusgemäß den Mirok-Li-Preis 2017 an den Abtprimas der Benediktiner, Dr. Notker Wolf, verleihen.

Wer mehr über Frau Sue-Jin Kang erfahren möchte, kann hier nachlesen:
http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.primaballerina-verlaesst-staatstheater-sue-jin-kang-wird-ballettdirektorin-in-korea.bc5cb431-990b-46ee-b50f-111ddae63f4d.html
http://english.chosun.com/site/data/html_dir/2014/04/08/2014040801171.html?related_all
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