Aktuelle Ausgabe „DKG Direkt“

Liebe Mitglieder der Deutsch-Koreanischen Gesellschaft,liebe Freunde Koreas,

verbunden mit den besten Wünschen für die Sommerzeit veröffentlichen wir hiermit die aktuelle Ausgabe unseres Newsletters „DKG Direkt“. 
Sie finden darin einen Bericht über die Mirok Li-Preisverleihung an Frau Prof. Dr. Helga Picht in Berlin, Berichte unserer Regionalverbände zu verschiedenen Veranstaltungsformaten: Lesungen, Filmabende, Vorträge und Wanderungen sowie ein leckeres und einfaches Rezept zum Nachkochen.

Ergänzend Sie unter den Downloads die Reden zur Verleihung des Mirok Li-Preises 2019 an Prof. Dr. Helga Picht von Botschafter Dr. Jong, des Präsidenten der DKG, Dr. Schmelter und des Laudators, Prof. Dr. Frank zum Nachlesen.

Herzliche GrüßeIhre 
Dr. Uwe Schmelter und Henriette Wunderlich

Lesekreis im August – Für Liebhaber der koreanischen Literatur — oder für diejenigen die es werden wollen

Lesekreis im August
Autor und Werk: Yi Mun-yol „Der entstellte Held“ (Roman)In seinem 1987 auf Koreanisch erschienenen Werk erzählt Yi Mun-yol vom zwölfjährigen Han Pyongtae, der, nach der Strafversetzung seines Vaters von Seoul in eine Kleinstadt, auf eine neue Schule gehen muss. 
Schon bald stellt er fest, dass hier ganz andere Regeln herrschen: Der etwas ältere Klassensprecher Sokdae tyrannisiert seine Klassenkameraden und zwingt sie zu willenloser Unterwerfung – mit Billigung der Lehrer. Han Pyongtae nimmt den Kampf auf, doch auch er ist nicht immun gegen die Verführung durch die Macht. Das Klassenzimmer wird zur Bühne eines unerbittlichen Machtkampfes.


„Eine feinsinnige, fesselnde Geschichte von einem großartigen Autor.“ (Salman Rushdie)

„Yi Mun-yols Erzählung ist unschwer als Parabel auf das Verhalten der Menschen gegenüber absoluten Führungspersönlichkeiten in der Gesellschaft zu erkennen.“ (buchkritik.at)


Yi Mun-yol (geb. 1948) zählt heute zu den bedeutendsten und meistgelesenen koreanischen Schriftstellern. Seine Werke wurden in unterschiedlichste Sprachen übersetzt und vielfach verfilmt – so auch „Der entstellte Held“ im Jahr 1992. Yi Mun-yol erhielt zahlreiche Preise, darunter auch den französischen Orden der Künste 
und der Literatur („Ordre des Arts et des Lettres“).


Zeit:   Mi, 07. August 2019, 18.00 Uhr
Ort:    Koreanisches Kulturzentrum
           — Space GODO — 
           Leipziger Platz 3
           10117 Berlin

 

Der Eintritt ist frei!Wir bitten um Anmeldung.


Allgemeine Hinweise zum Lesekreis:Der Lesekreis findet jeden ersten Mittwoch im Monat um 18 Uhr in deutscher Sprache statt. Es sind keine Vorkenntnisse nötig. Jede/r ist willkommen!Die literarischen Werke werden privat gelesen und dienen als Grundlage für die Diskussion im jeweiligen Lesekreis.

 

Gemeinsamer Besuch der DKG-BW Mitglieder zum Vortrag und Gespräch mit S.E. Botschafter der Republik Korea Herrn Dr. Jong Bum Goo an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen (HfWU) in Geislingen am 20.Mai 2019

Am 20. Mai gab sich S.E. Herr Dr. Jong Bum Goo die Ehre seinen Antrittsbesuch in

Baden-Württemberg mit einem Besuch der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen (HfWU) in Geislingen zu bereichern. Zu dieser Veranstaltung hatte Frau Heike Baehrens, Bundestagsabgeordnete für den Landkreis Göppingen und Vorstandsmitglied der deutsch-koreanischen Parlamentariergruppe des Deutschen Bundestages, und auch langjähriges Mitglied der DKG BW, die Mitglieder der DKG BW herzlich eingeladen. Mit großem Interesse nahmen viele Mitglieder und ihre Freunde diese Einladung an.

Warum besucht ein Botschafter bei seinem Antrittsbesuch in einem Bundesland eine Hochschule und nicht ein großes, renommiertes Unternehmen?

Nun, die Antwort darauf gab S.E. Herr Dr. Jong Bum Goo selbst, indem er seine ca. 15 studierenden Landsleute, die unter den etwa 25 Teilnehmern dieser Veranstaltung, auf Deutsch begrüßte.

Die HfWU unterhält derzeit zu 6 koreanischen Hochschulen und Universitäten freundschaftliche Beziehungen. Diese Verbindungen werden durch den wechselseitigen Austausch von Studenten beider Länder sehr aktiv und attraktiv gepflegt.

S.E. Herr Dr. Jong Bum Goo, der auch selbst in Deutschland studiert hat, gab seinen Studenten folgende Botschaft mit auf den Weg; zuerst in Deutsch und dann noch in koreanischer Übersetzung durch seine Sekretärin:

„Bitte nutzen Sie die Gelegenheit Ihres Gastsemesters hier an der HfWU in Geislingen, viel von der Kultur ihres Gastlandes zu erfahren und zu lernen! Sie sind Teil der zukünftigen Generation, in deren Händen die Entwicklung der Deutsch-Koreanischen Wirtschaftsbeziehungen liegen wird.

Deutschland, welches bis vor 30 Jahren ein geteiltes Land war, wie es unser Korea leider heute noch ist, bietet ihnen die große Gelegenheit zu erfahren, wie die Menschen hier am westlichen Rand des eurasischen Kontinents leben, denken und handeln. Korea liegt am östlichen Rande dieser riesigen Landmasse ca. 9000 km von Deutschland entfernt.“

Anschließend, bei der Aussprache mit den Teilnehmern wurden interessante Aspekte beider Nationen und Kulturen sichtbar!

Eine Studentin berichtete vom Anfang ihres Aufenthaltes an der HfWU, der zu diesem Zeitpunkt ca. 2 Monate zurücklag, dass ihr die Art und Weise des Studierens in Deutschlands erst nicht so sehr gefallen habe. In Korea wäre es mehr ein Rezipieren des Vorgetragenen und der lehrenden Professorinnen und Professoren und weniger ein selbstständiges Denken und Entwickeln von eigenen Ideen und Gedanken… aber nun, nach gut der Hälfte ihres Aufenthaltes hier in Deutschland, hätte sie diese offene Atmosphäre zwischen Studenten und den Professoren sehr beeindruckt – und sie wolle versuchen, nach ihrer Rückkehr an ihre Uni in Korea, diese Art des Studierens zu leben und zu verbreiten!

Für den Schreiber dieser Zeilen, war diese Stellungnahme sehr beeindruckend, denn es wird daraus deutlich, dass das konfuzianistische Denken (Kong Ja), auch die scheinbar dem Westen so nahe koreanische Kultur und Gesellschaft doch noch in erheblichem Maß die junge Generation prägt.

S.E. Herr Dr. Jong Bum Goo ermutigte abschließend alle Teilnehmer an der Entwicklung der Deutsch-Koreanischen Beziehungen aktiv mitzuarbeiten.

Beispiel hierfür war die Anwesenheit der Geschäftsführung eines lokalen Mittelstandunternehmens, welches vor 25 Jahren ein Zweigwerk in Korea gegründet hat. Heute zählt man über 80 Mitarbeiter vor Ort in Korea.

Zum Abschluss durfte sich S.E. Herr Dr. Jong Bum Goo in das Goldene Buch der Stadt Geislingen eintragen, welches der stellvertretende Bürgermeister mit in den Hörsaal der HfWU gebracht hatte.

Auch dieses ein Zeichen für die Wertschätzung, sowohl für den Botschafter der Republik Korea als auch des Veranstaltungsortes und seiner Bedeutung für den Ausbau und die weitere Vertiefung der Deutsch-Koreanischen Beziehungen!

Text: Werner Schwichtenberg

Die koreanische „Circle Foundation“, die Universität Bayreuth und der deutsche „F/L Think Tank“ entwickeln unter Leitung von Volker Deville (DKG) ein „Learning 5.0“-Programm für Schulen in Korea und Deutschland

University of Bayreuth, Press release No. 086/2019, 8 July 2019

Development of innovative youth education program to foster future-oriented competencies. Cultivating creativity, global competence, and artificial intelligence capacities in junior high students.

Participants of the Learning 5.0 Workshop on June 28 th and 29th 2019.

Participants of the Learning 5.0 Workshop on June 28 th and 29th 2019. – © Rennecke/UBT

The Circle Foundation (formerly Ahn Cheol-Soo Foundation) in Korea and the University of Bayreuth recently held a workshop on the ‚Learning 5.0‘ project. It was organized by the German ‚F/L Think Tank‘ and took place at the Bayreuth Campus on June 28 and 29. The ‚Learning 5.0‘ project focuses on developing participatory classes that enable young students at schools from various countries to understand the potential of artificial intelligence. The first project design stage is developing the IT and organizational framework and will be completed by the end of September this year, with the support of the Circle Foundation agreed on June 3. This workshop has assessed the design progress and coordinated the direction of the project in the future. It was attended by 17 experts from Germany, Korea and other countries. 

According to the foundation, the ‚Learning 5.0 Project‘ emerged when Dr. Cheol-Soo Ahn, visiting scholar at the Max Planck Institute for Innovation and Competition in Munich, participated at a colloquium on “The World in 2029”. He shared the vision of professor Volker Deville, head of F/L Think Tank, and professor Stefan Leible, president of the University of Bayreuth, of an innovative education program for future generations and recommended it to Sung-Ho Choi, Chairman of the Circle Foundation and professor of Kyonggi University in Seoul.

Founded in 1975, the University of Bayreuth is currently one of Germany’s most successful young universities. The University of Bayreuth has around 13,500 students, 239 professors and 2,200 other academic and non-academic staff.

The Circle Foundation, which is one of the leading non-profit innovation-oriented organizations, was founded by Dr. Ahn in Korea in 2012 and pursues a vision of solving critical social problems and creating a virtuous cycle of opportunities through the promotion of education, entrepreneurship, and innovation.

The F/L Think Tank eG was founded as a charity cooperative in Munich in 2017, and focuses on international research into the future of living.The University of Bayreuth, located in northern Bavaria, has always reacted flexibly to social changes and the related demands on science and business by creating innovative, interdisciplinary programmes. With around 13,500 students, the University of Bayreuth is a comfortable size, and its students and instructors get to know each other more quickly thanks to the University’s unique campus. This promotes interdisciplinary thinking and cooperative relations, which is indeed reflected in a large number of interdisciplinary courses of study. 

Artikel von:

https://www.uni-bayreuth.de/en/university/press/press-releases/2019/086-Learning-5_0/index.html

Dr. Uwe Schmelter im Interview mit KBS World Radio – Brückenbauer zwischen Deutschland und Korea

http://world.kbs.co.kr/service/contents_view.htm?lang=g&menu_cate=people&id=&board_seq=367120

© Dr. Uwe Schmelter 

Die Mitglieder der Deutsch-Koreanischen Gesellschaft e.V. fühlten sich durch eine mentale Wahlverwandtschaft mit allen Koreanern verbunden. Das sagt unser dieswöchiger Interviewgast, Dr. Uwe Schmelter. Die sechs Jahre, die er als Leiter des Goethe-Instituts in Seoul verbracht habe, seien eine unendlich glückliche und schöne Zeit gewesen. 

Seit Februar 2018 ist Dr. Schmelter Vorsitzender der Deutsch-Koreanischen Gesellschaft und engagiert sich in dieser Funktion weiterhin für den bilateralen Kulturaustausch. Mehr über die Aktivitäten der Gesellschaft erzählt er im Interview.

Bericht Lesung und Autorengespräch mit 손보미 (Son Bo-Mi) – „Wolkenbruch – 폭우“ am 25.06.2019

Am Dienstag den 25.06.2019 veranstaltete die DKG-BW in Kooperation mit dem ‚AOI Center for Korean Studies‘ der Eberhard Karls Universität Tübingen eine Lesung mit der koreanischen Autorin Son Bo-Mi.

Die Veranstaltung fand in Tübingen im Cafe Haag statt, wo sich trotz der hochsommerlichen Wärme ca. 60 Gäste einfanden, um der Lesung zu lauschen und sich an der anschließenden Fragerunde zu beteiligen.

Nach einer kurzen Begrüßung durch Birgit Geipel, die als federführende Organisatorin auch die Moderation des Abends leitete und nach einem Begrüßungswort des Vorsitzenden der DKG-BW Dr. Byong-Hak Kim, wurden drei Abschnitte aus Son Bo-Mi‘s Roman „Wolkenbruch“ vorgelesen.

Dabei las zunächst die Autorin selbst einen Abschnitt in koreanisch, der dann im Anschluss von der Koreanistik-Masterstudentin Rike Werner in deutscher Übersetzung vorgelesen wurde. Zwischen den einzelnen Erzählabschnitten entspann sich ein Podiumsgespräch zwischen Moderatorin und Autorin über die gesellschaftliche Resonanz des Werkes, wobei Son Bo-Mi auch Einblicke in Ihre persönlichen Gedanken und Schreiberfahrungen gab.
Das Gespräch wurde dabei von Philipp Windischmann, der ebenfalls Koreanistik im Master studiert, jeweils auf deutsch und koreanisch übersetzt.

Die Veranstaltung endete mit einer Fragerunde, bei der die Autorin auf Fragen des Publikums einging. Dabei wurde durch die Übersetzungsarbeit von Philipp Windischmann wiederum gewährleistet, dass sowohl deutschsprachige, als auch Fragen in koreanischer Sprache möglich waren.


Es war ein gelungener Abend für alle Beteiligten, der bei einem späten Abendessen und einem Glas Wein seinen Ausklang fand und den Wunsch weckte, dass die deutsche Übersetzung des Romans bald im Buchhandel erhältlich sein wird. Eine Veröffentlichung der Übersetzung ist für nächstes Jahr geplant.

Text: Jonas Winter
Bilder: Lisa Firdich

Filmkreis im Juli

Filmkreis im Juli
Filmvorführung und Gespräch in entspannter Atmosphäre!
– Jeden letzten Donnerstag im Monat – 

 
In Anwesenheit der Filmkritikerin Anke Sterneborg (rbb Kulturradio / Süddeutsche Zeitung) 
“TALE OF CINEMA”/ 극장전 (Drama 2005/OmeU/90 Min.)
Regie: Hong Sang Soo
Hauptdarsteller*innen: Lee Ki-woo, Uhm Ji-Woo, Kim Sang-Kyung

Ein junger Mann namens Sang-Weon (Lee Ki-woo) begegnet nach vielen Jahren seiner Ex-Freundin Yeong-shil (Uhm Ji-Woo). Er spricht sie am Abend nach einer Theatervorstellung an, und schon bald entwickelt sich zwischen ihnen eine Affäre. Ohne Details aus dem Privatleben der beiden zu kennen, ahnt der Zuschauer, dass beide Charaktere innerlich zerrissen zu sein scheinen.Tong-su (Kim Sang-Kyung) ist erfolgloser Regisseur mit cholerischer Ader und starkem Hang zum Alkohol. Nach einer Filmvorführung im Kino begegnet er Yeong-shil, jener Schauspielerin aus dem Film, den er gerade gesehen hat. Er läuft ihr nach und drängt sich ihr auf. Mit der Zeit beginnt er, ihre Gesten nachzuahmen oder mit ihr an Drehorte aus besagtem Film zu gehen. All sein Handeln dient dem Versuch, das Bild von ihr Realität werden zu lassen, das in seinem Kopf entstanden ist. – Ahmt der Film das Leben nach oder das Leben den Film?


„Wenn Tong-su oder Sang-Weon von allen Protagonisten des Regisseurs die obsessivsten sind, so ist dies gerade darin begründet, dass die in der Struktur vorgesehene Position einer dritten Figur, eines Nebenbuhlers oder einer zweiten Frau, leer bleibt. An deren Stelle tritt für Tong-su weniger eine Kino-Doppelgängerin Yeong-shils als das Kino als solches. Ein Kino, welches in Hong Sang-soos Welt eine genuin psychotische Dimension zu besitzen scheint.“ (Critic.de)
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Nach der Filmvorführung laden wir Sie zum Gespräch mit der Filmkritikerin Anke Sterneborg ein.
Wir sprechen über Plot, Machart, Schauspieler*innen und über alles, was uns sonst noch interessiert. 
Unter den Diskussionsteilnehmer*innen verlosen wir zwei Kinogutscheine!

Über Ihre Teilnahme würden wir uns freuen!



Zeit: Donnerstag, 25. Juli 2019, 18.00 Uhr
Ort:  Koreanisches Kulturzentrum
        Kulturabteilung der Botschaft der Republik Korea
        – SPACE GODO –
        Leipziger Platz 3
        10117 Berlin


Der Eintritt ist kostenlos! 

Wir bitten um Anmeldung

„ Have Fun in Pjöngjang“, ein Filmabend in Bad Harzburg am 27.06.2019

Im Rahmen der Korea-Aktivitäten der Stadt Bad Harzburg fand am 27.06.2019 die Aufführung des Films „Have Fun in Pjöngjang“ im Bündheimer Schloss statt. Dank der großzügigen Unterstützung der Stadt konnte auch der Regisseur des Films, Herr Pierre-Olivier Francois, der Filmvorführung beiwohnen. Danken möchte ich auch dem Präsidenten der Deutsch-Koreanischen-Gesellschaft e.V., Herrn Dr. Uwe Schmelter, für sein großes Engagement zur Durchführung dieses kulturellen Ereignisses.

Zum Auftakt der Filmvorführung begrüßte Bad Harzburgs Bürgermeister Ralf Abrahms den aus Paris angereisten Regisseur des Films und die erschienenen interessierten Bad Harzburger Bürger. Zusammenfassend erinnerte er noch einmal an die dem Film vorausgegangene Bücherschenkung an die südkoreanische Grenzstadt Cheorwon im Jahre 2017 und die geplante grenzüberschreitende Ausstellung mit Teilnehmer-Grenzkreisen aus beiden koreanischen Staaten im Jahre 2020.

Nach dem Ende des Films war das Erstaunen des Publikums groß: Es hatte ein Nordkorea gesehen, wie es für Viele bisher nicht vorstellbar war, frei von den sonst üblichen Klischees.

In der anschließenden lebhaften Podiumsdiskussion beantwortete Regisseur Francois gekonnt, und mit einem Faktenwissen aus zahlreichen Nordkorea-Besuchen, die vielen Fragen des interessierten Publikums.

Regisseur Pierre-Olivier Francois v.l. beantwortet die Fragen des Publikums im Bündheimer Schloss

Bei einem gemeinsamen Abendessen zu Ehren des deutsch-französischen Regisseurs freuten sich Bürgermeister Ralf Abrahms, Amtsleiter Andreas Simon, Regisseur Francois und Rolf Gensecke, Korea-Beauftragter der Stadt Bad Harzburg und Präsidiumsmitglied der Deutsch-Koreanischen Gesellschaft e.V., über den gelungenen Filmabend und erörterten dabei auch die geplante grenzüberschreitende Ausstellung, verbunden mit einer Bücherschenkung an die teilnehmenden nordkoreanischen Grenzstädte/Kreise.

v.l.n.r. Amtsleiter Andreas Simon, Bürgermeister Ralf Abrahms, Korea-Beauftragter Rolf Gensecke, Regisseur Francois

Text: Rolf Gensecke MdP der DKG e.V.

Fotos: Goslarsche Zeitung

Korea Festival 2019

Koreanische traditionelle Musik und Tanzkunst trifft auf die Kultur des Breakdance. In einem dynamischen Zusammenspiel von Samul-Spielern und B-Boys vereinen sich Kulturen aus Ost und West.Fusion MC wurde 2002 gegründet und ist eine führende B-Boying-Gruppe aus Korea. Die Crew hat über 30 internationale B-Boy-Wettbewerbe gewonnen, darunter auch den Wettbewerb »Battle of the Year 2013« in Deutschland.Die 2013 gegründete Dong Rak Traditional Performing Arts Group kombiniert traditionelle Elemente von Samulnori, einem beliebten koreanischen Percussion-Musikgenre, mit spielerischen Elementen. Die Gruppe möchte den ursprünglichen Zweck der traditionellen darstellenden Kunst erfüllen, nämlich Menschen jeden Alters zu unterhalten.

* Eintritt frei – Zugang nur mit Online-Freiticket
* Ein freies Getränk bei der Abgabe des ausgefüllten Umfragebogens an der Bar nach dem Konzert
[Invitation] Show Passion Korea

Project ON # 6 – Erinnerung an die koreanische Teilung

Erinnerung an die koreanische Teilung
Das Koreanische Kulturzentrum wird vom 19. Juli bis zum 31. August in seiner gallery damdam die Ausstellung „Project ON # 6 – Erinnerung an die koreanische Teilung“ von Künstler*innen zeigen, die im Rahmen eines öffentlichen Ausschreibungsprogramms 2019 ausgewählt wurden. Bei der diesjährigen öffentlichen Ausschreibung fiel die Wahl auf Jinran Kim, Yunsun Jung, Yuyang Liu, Claudia Schmitz, Susanna Schoenberg  und Tzusoo. In der Jury saßen Dr. Britta Schmitz, ehemalige Kuratorin des renommierten Museums für Gegenwartskunst Hamburger Bahnhof, Prof. Dr. Siegfried Zielinski, ehemaliger Kurator des Zentrums für Kunst und Medien (ZKM) Karlsruhe und Professor an der Universität der Künste (UdK) Berlin, und Ka Hee Jeong, Kuratorin des Koreanischen Kulturzentrums. Die Vernissage der Ausstellung findet am 18. Juli (Do) um 19.00 Uhr statt.  

Gegenwärtig wird der Abbau der Spannungen auf der koreanischen Halbinsel weltweit mit großem Interesse verfolgt. Auch in der südkoreanischen Kunstszene wurde die koreanische Teilung bereits thematisiert, angefangen mit dem „REAL DMZ“-Projekt, den Biennalen von Gwangju und Busan im Jahr 2018 sowie verschiedenen Kunstprojekten. Anlässlich des 30. Jahrestags des Berliner Mauerfalls im Jahr 2019 besteht auch in Deutschland ein sowohl direktes als auch indirektes Interesse an der gegenwärtigen Situation auf der koreanischen Halbinsel. Das Thema des öffentlichen Ausschreibungsprogramms des Koreanischen Kulturzentrums folgt ebenfalls dieser allgemeinen Interessenlage. Die sechs Künstler*innen verwenden die Medien Video, Malerei, Installation, Performance und Fotografie. In ihren Arbeiten sind nicht nur die Erfahrungen des Koreakriegs, der Schmerz der Teilung und Reflexionen über das Leben im heutigen Nordkorea, sondern auch Betrachtungen über die Entmilitarisierte Zone auf der koreanischen Halbinsel eingeflossen. 

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