Gemeinsamer Besuch der DKG-BW Mitglieder zum Vortrag und Gespräch mit S.E. Botschafter der Republik Korea Herrn Dr. Jong Bum Goo an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen (HfWU) in Geislingen am 20.Mai 2019

Am 20. Mai gab sich S.E. Herr Dr. Jong Bum Goo die Ehre seinen Antrittsbesuch in

Baden-Württemberg mit einem Besuch der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen (HfWU) in Geislingen zu bereichern. Zu dieser Veranstaltung hatte Frau Heike Baehrens, Bundestagsabgeordnete für den Landkreis Göppingen und Vorstandsmitglied der deutsch-koreanischen Parlamentariergruppe des Deutschen Bundestages, und auch langjähriges Mitglied der DKG BW, die Mitglieder der DKG BW herzlich eingeladen. Mit großem Interesse nahmen viele Mitglieder und ihre Freunde diese Einladung an.

Warum besucht ein Botschafter bei seinem Antrittsbesuch in einem Bundesland eine Hochschule und nicht ein großes, renommiertes Unternehmen?

Nun, die Antwort darauf gab S.E. Herr Dr. Jong Bum Goo selbst, indem er seine ca. 15 studierenden Landsleute, die unter den etwa 25 Teilnehmern dieser Veranstaltung, auf Deutsch begrüßte.

Die HfWU unterhält derzeit zu 6 koreanischen Hochschulen und Universitäten freundschaftliche Beziehungen. Diese Verbindungen werden durch den wechselseitigen Austausch von Studenten beider Länder sehr aktiv und attraktiv gepflegt.

S.E. Herr Dr. Jong Bum Goo, der auch selbst in Deutschland studiert hat, gab seinen Studenten folgende Botschaft mit auf den Weg; zuerst in Deutsch und dann noch in koreanischer Übersetzung durch seine Sekretärin:

„Bitte nutzen Sie die Gelegenheit Ihres Gastsemesters hier an der HfWU in Geislingen, viel von der Kultur ihres Gastlandes zu erfahren und zu lernen! Sie sind Teil der zukünftigen Generation, in deren Händen die Entwicklung der Deutsch-Koreanischen Wirtschaftsbeziehungen liegen wird.

Deutschland, welches bis vor 30 Jahren ein geteiltes Land war, wie es unser Korea leider heute noch ist, bietet ihnen die große Gelegenheit zu erfahren, wie die Menschen hier am westlichen Rand des eurasischen Kontinents leben, denken und handeln. Korea liegt am östlichen Rande dieser riesigen Landmasse ca. 9000 km von Deutschland entfernt.“

Anschließend, bei der Aussprache mit den Teilnehmern wurden interessante Aspekte beider Nationen und Kulturen sichtbar!

Eine Studentin berichtete vom Anfang ihres Aufenthaltes an der HfWU, der zu diesem Zeitpunkt ca. 2 Monate zurücklag, dass ihr die Art und Weise des Studierens in Deutschlands erst nicht so sehr gefallen habe. In Korea wäre es mehr ein Rezipieren des Vorgetragenen und der lehrenden Professorinnen und Professoren und weniger ein selbstständiges Denken und Entwickeln von eigenen Ideen und Gedanken… aber nun, nach gut der Hälfte ihres Aufenthaltes hier in Deutschland, hätte sie diese offene Atmosphäre zwischen Studenten und den Professoren sehr beeindruckt – und sie wolle versuchen, nach ihrer Rückkehr an ihre Uni in Korea, diese Art des Studierens zu leben und zu verbreiten!

Für den Schreiber dieser Zeilen, war diese Stellungnahme sehr beeindruckend, denn es wird daraus deutlich, dass das konfuzianistische Denken (Kong Ja), auch die scheinbar dem Westen so nahe koreanische Kultur und Gesellschaft doch noch in erheblichem Maß die junge Generation prägt.

S.E. Herr Dr. Jong Bum Goo ermutigte abschließend alle Teilnehmer an der Entwicklung der Deutsch-Koreanischen Beziehungen aktiv mitzuarbeiten.

Beispiel hierfür war die Anwesenheit der Geschäftsführung eines lokalen Mittelstandunternehmens, welches vor 25 Jahren ein Zweigwerk in Korea gegründet hat. Heute zählt man über 80 Mitarbeiter vor Ort in Korea.

Zum Abschluss durfte sich S.E. Herr Dr. Jong Bum Goo in das Goldene Buch der Stadt Geislingen eintragen, welches der stellvertretende Bürgermeister mit in den Hörsaal der HfWU gebracht hatte.

Auch dieses ein Zeichen für die Wertschätzung, sowohl für den Botschafter der Republik Korea als auch des Veranstaltungsortes und seiner Bedeutung für den Ausbau und die weitere Vertiefung der Deutsch-Koreanischen Beziehungen!

Text: Werner Schwichtenberg

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