Deutschland trifft Korea

Am 7.Juni 2019 fand ein bemerkenswertes Konzert in der Liederhalle in Stuttgart statt, zu dem sich sehr viele Gäste einfanden.

Eine gute Idee und ein schöner Abend belohnten die so zahlreichen Zuhörer.

Auf seiner Deutschlandtour gab das „Seoul Tutti Ensemble“ dieses Konzert aus Anlass des 100. Jahrestages der koreanischen Unabhängigkeitsbewegung und des 30. Jahrestags des Berliner Mauerfalls. Beide Länder haben das Leid der Teilung erlebt und diese Verbindung sollte an dem Abend betont werden. Zum ersten Mal überhaupt in der Stuttgarter Geschichte gastierte ein Orchester aus Korea in Stuttgart.

Veranstaltet wurde die gesamte Tour vom Kulturzentrum der südkoreanischen Botschaft in Berlin. In Stuttgart fand das Konzert in Kooperation mit dem Asienhaus und weiteren ortsansässigen Vereinen mit Korea-Bezug statt. Zusammen mit den anderen Vereinen plante und organisierte der Regionalverband BW der Deutsch-Koreanischen Gesellschaft insbesondere das Marketing. Am Abend des Konzertes selbst waren Mitglieder der DKG BW für die beiden Abendkassen zuständig. Das gute Ergebnis der monatelangen, gemeinsamen Vorbereitung zeichnete sich schon kurz vor Beginn des Konzertes ab: Der Mozart-Saal der Liederhalle war fast vollständig gefüllt mit erwartungsvollen Besuchern des Konzertes. Darüber freute sich auch und besonders Herr Chung Il Lee, Projektmanager des Koreanischen Kulturzentrums. „Ich bin sehr beeindruckt und überrascht, dass so viele Konzert-Besucher gekommen sind. Ich danke wirklich allen sehr herzlich, die im Vorfeld dafür so gute Arbeit geleistet haben.“

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In den Grußworten u.a. des Generalkonsuls Keum aus Frankfurt und dem Leiter des Asienhauses Ali Palm wurde die politische und kulturelle Verbindung der beiden Länder hervorgehoben.

Unter Leitung des Dirigenten Joongbae Jee begann das Konzert der Streicher mit einer Sinfonie von Stamitz. Danach wechselten sich deutsche und koreanische Stücke ab.

Während die Beiträge der deutschen Komponisten (Stamitz, Reinecke und Mendelsohn-Bartholdy) klassische Musik darboten, kamen bei den beiden koreanischen Stücken zeitgenössische Werke von Younghi Paag-Paan und Uzong Choi zu Gehör. Interessant waren die Gegensätze zu hören. Die Klangerlebnisse der koreanischen Stücke waren ganz anders als in der deutschen Klassik, da sie sich nicht an die europäischen Traditionen hielt, sondern dezidiert auf die koreanische Tradition bezogen. Was für Klangteppiche waren da zu hören. In dieser Verschiedenheit lag gerade die Bereicherung und die Erweiterung des Horizonts; denn Musik braucht keine Übersetzung. Die Komponistin Pagh-Paan war anwesend und freute sich über großen Beifall.

Auch die Komposition von Herrn Choi wurde sehr beklatsch und am Ende war die Begeisterung so groß, dass das Orchester das Publikum noch mit einer Zugabe erfreute.

Tod der Witwe von Kim Dae Jung am 10. Juni 2019

Lee Hee-ho wurde während der Japanischen Kolonialherrschaft am 21. September 1922 in Seoul geboren. Sie besuchte das Ehwa Mädchengymnasium und schloss 1950 Ihr Studium an der Seoul National University ab. Im Jahre 1962 heiratete Sie Kim Dae-jung.

Im Juni 2000 begleitete Sie den Präsidenten beim Inter-Koreanischen Gipfeltreffen nach Nordkorea, welches seit der Teilung Koreas das erste persönliche Treffen der Staatsoberhäupter von Nord- und Südkorea darstellte. Dabei trafen Sie und Ihr Gatte auf Kim Jong-il.

Frau Lee war in den 80er und 90er Jahren politisch in den Bereichen Dipomatie und Inter-Koreanische Beziehungen aktiv. Sie stattete Nord-korea mehrere Besuche ab um für einen Dialog zwischen beiden Koreas und eine Verbesserung der Beziehungen zu werben. Anlässlich des Todes von Kim Jong-il, im Dezember 2011, reiste Sie nach Pyeongyang.

Lee Hee-ho führte im hohen Alter von 92 vom 05. bis zum 08. August 2015 eine 18-köpfige Delegation auf einen Versöhungstrip nach Nordkorea. Dieser Delegation gehörten der ehemalige Kulturminister Kim Sung-jae, der Gelehrte Paik Nak-chung und weitere Gelehrte an. Jedoch war kein zu dieser Zeit aktives Regierungsmitglied Teil der Delegation.

Seit März 2019 befand sich Frau Lee zur Behandlung von Leberkrebs und weiterer Gebrechen im Krankenhaus. Im April 2019 verstarb Ihr ältester Stiefsohn Kim Hong-il, ein ehemaliger Politiker und Abgeordneter, im Alter von 71 Jahren. Über diesen Umstand wurde Frau Lee aus Sorge um Ihre eigene, sich verschlechternde, Gesundheit nicht informiert.

Am 09. Juni 2019 wurde berichtet, dass sich die Gesundheit der ehemaligen Präsidentengattin in einem kritischen Zustand befindet.

Lee Hee-ho verstarb im Alter von 96 Jahren am 10. Juni 2019 im „Severance“-Krankenhaus in Seoul.

Gedenktafel für Mirok Li feierlich enthüllt

von Martin Schullerus, Münchener Merkur

Der koreanische Philosoph, Wissenschaftler, Schriftsteller und Humanist Mirok Li (1899-1950) hat in seiner zweiten Heimat Gräfelfing nun ein sichtbares ehrendes Andenken gefunden – zusätzlich zu seinem Grab auf dem örtlichen Friedhof.

copyright: Uri-News

Gräfelfing– Im Rahmen einer Zeremonie, deren herzlicher Stimmung der Regen nichts anhaben konnte, enthüllten politische und kulturelle Vertreter Südkoreas sowie Bürgermeisterin Uta Wüst am Dienstag für Mirok Li eine Gedenktafel aus Bronze, die gegenüber dem Denkmal für Prof. Kurt Huber in der gleichnamigen Straße angebracht ist. Ein passender Ort im öffentlichen Raum, waren die beiden Intellektuellen doch eng befreundet.

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Keum Chang Rok, Koreas Generalkonsul in Frankfurt, reiste zu der kleinen Feier eigens an. Er dankte der Gemeinde Gräfelfing dafür, der für Korea so wichtigen Persönlichkeit Mirok Lis in Gegenwart und Vergangenheit Asyl im besten Sinne geboten zu haben.

Der Autor des Romans „Der Yalu fließt“ hatte 1920 vor der japanischen Besatzung seiner Heimat nach Deutschland fliehen müssen. In Gräfelfing lebte er bei der Familie von Prof. Seyler, die ihn wie ein Mitglied aufnahm.

Die von einer bekannten koreanischen Künstlerin gestaltete, 40 Kilogramm schwere Bronzetafel trägt in der Mitte das Konterfei Mirok Lis, der seinen Kopf zu koreanischen Dächern hin neigt. Auf der rechten Seite sind blühende Heckenrosen zu sehen – ein Symbol für Lis Denken und Wirken, das auf Versöhnung und Liebe ausgerichtet war und im übertragenen Sinn aus Dornen Rosen wachsen ließ.

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Sitzung von provisorischem Parlament Koreas in Schanghai nachgestellt

Sitzung von provisorischem Parlament Koreas in Schanghai nachgestellt

Photo : YONHAP News

Die konstituierende Sitzung der Provisorischen Versammlung der Republik Korea, die Legislative der Provisorischen Regierung, ist in Schanghai nachgestellt worden.

Eine Delegation der fünf in der Nationalversammlung vertretenen Parteien organisierte am Mittwochabend im dortigen Koreanischen Kulturzentrum eine Veranstaltung anlässlich des 100. Jubiläums der Eröffnung des provisorischen Parlaments in der chinesischen Stadt. Daran nahm die etwa 20-köpfige Fraktionsdelegation einschließlich der Fraktionschefs der Regierungspartei und von vier Oppositionsparteien teil.

Die Abgeordneten spielten die Rolle damaliger Parlamentsmitglieder und stellten die erste Sitzung der Provisorischen Versammlung nach.

Im Parlament in Seoul wurde am Mittwoch eine Zeremonie zum 100. Jubiläum der Eröffnung des provisorischen Parlaments veranstaltet.

Am Donnerstagabend findet eine Zeremonie zum 100. Gründungsjubiläum der Provisorischen Regierung der Republik Korea im Yeouido-Park in Seoul statt.

Zuvor am Vormittag wird eine Gedenkzeremonie für die Mitglieder der Provisorischen Regierung im Kim Koo Museum in Seoul abgehalten.

Auch in Schanghai, Chongqing und Los Angeles sind Feierlichkeiten zum Gründungsjubiläum der Provisorischen Regierung geplant.

Quelle:

http://world.kbs.co.kr/service/news_view.htm?lang=g&Seq_Code=75468&_pjax=.contents