Konzert für Frieden in Korea am 30. 10. 2019 in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche

Die Gesellschaft für Koreanisch-Deutschen Kultur- und Kunstaustausch (Vorsitzende Sunkyoung Jung), die auf verschiedene Weise zu Kultur- und Kunstaustausch zwischen Korea und Deutschland beitragen will, veranstaltet ein Konzert für „Frieden auf der Koreanischen Halbinsel“.

Anlässlich des 30. Jahrestages des Mauerfalls und das im nächsten Jahr kommende 30. Jahrestag der deutschen Wiedervereinigung möchten wir erneut den Wunsch nach Frieden und Wiedervereinigung der einzigen geteilten Nation der Welt übermitteln.

Es spielt ein Orchester, das aus 60 hochqualifizierte, koreanische Studierende und Absolventen der UdK Berlin und HfM Hanns Eisler Berlin besteht.

Sie werden die „Egmont Overtüre, Op.84“ von Ludwig van Beethoven, „Sinfonia Concertante in Es-Dur für Violine, Viola & Orchester KV364“ von Wolfgang Amadeus Mozart, ein koreanisches Lied “Als ob der Frühling über den Fluss kommt” von Lim Geungsu und die „Symphonie Nr. 9 in e-Moll “Aus der neuen Welt” Op. 95“ von Antonin Dvorak spielen.

Insbesondere übernimmt Byol Kang, Konzertmeisterin des Deutschen Symphonie-Orchesters (DSO), das Violin-Solo und die Konzertmeisterin des Orchesters. Als Dirigent sowohl auch als Viola-Solist, wird der ehemalige Bratschist des ARD-Wettbewerbsgewinners „Novus Quartet“ und Dirigent des Bachgymnasium-Orchesters, Samuel Seungwon Lee zu sehen sein.

Während wir uns , wie im Lied “Als ob der Frühling über den Fluss kommt”, nach dem “Schmelzen” “des dünnen Eis” bzw. des kalten anhaltenden Konfliktes zwischen Nord- und Südkorea sehnen, hoffen wir, dass die Harmonie, die unsere 60 Musiker erzeugen werden, wie die weiße Taube, Friedensnachrichten an unsere koreanische Halbinsel bringen wird.

Das Konzert ist ein Benefizkonzert ohne Eintrittsgebühr, die Spenden für das Konzert werden an eine humanitäre Wohltätigkeitsorganisation gespendet, die nordkoreanischen Waisenkindern hilft.

Das Konzert wurde 2019 als internationales Austauschprojekt von Arts Council Korea ausgewählt und von der Koreanischen Stiftung zur Förderung von Kunst und Kultur, der Deutsch-Koreanischen Gesellschaft e.V., Korean Women’s International Network Berlin,

dem Euro Journal, der Kim Bumsik Deutsch-Institut, dem Koreanischen Verein Berlin e.V., der Korea Verband, dem Koreanischen kulturzentrum Berlin unterstützt.

Veranstaltugsort: Kaiser – Wilhelm- Gedächtniskirche, Breitscheidplatz, 10789 Berlin


**Für weitere Infomationen kontaktieren Sie bitte Sunkyoung Jung(info.sunkyoung.jung@gmail.com
), die Organisatorin des Konzerts.

한국과 독일의 각종 문화예술교류에 징검다리가 되고자 시작된 한독 문화예술교류협회(대표 정선경)는 오는 10월 30일 수요일 19시 30분에 베를린 평화의 상징은 빌헬름 황제 기념교회(Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche)에서 한반도 평화 음악회를 개최합니다.

베를린 장벽붕괴 30주년과 내년 독일 재 통일 30주년을 맞는 베를린에서 이 음악회를 통해서 다시한번 세계 유일의 분단국가인 한반도의 평화와 통일을 염원하는 마음을 전 세계에 전하고자 합니다.

이 음악회에는 베를린에서 공부하고 활동하고 있는 60여명의 우수한 기량을 가진 한인 음악 연주자들로 구성된 오케스트라가 베토벤의 에그몬트서곡(Ludwig van Beethoven, Egmont Overtüre,Op.84), 모차르트의 바이올린과 비올라와 오케스트라를 위한 신포니아 콘체르탄테(Wolfgang Amadeus Mozart, Sinfonia Concertante in Es-Dur für Violine, Viola & Orchester KV364), 임긍수의 강건너 봄이 오듯(Lim Geungsu, Als ob der Frühling über den Fluss kommt)과 드보르작 9번 교향곡인 신세계로부터(Antonin Dvorak, Symphonie Nr. 9 in e-Moll “Aus der neuen Welt” Op. 95)를 연주합니다.

특히 도이췌 심포니오케스트라(DSO) 악장인 강별이 바이올린 솔로와 악장을 맡고 ARD콩쿨 수상자인 노부스 콰르텟의 전 비올라멤버이자 바흐김나지움 오케스트라 지휘자인 이승원이 지휘와 비올라 솔로를 맡아 아주 수준있는 음악을 관중들에게 선사할 것입니다.

아울러 강 건너 봄이 오듯의 “앞 강의 살얼음은 언제나 풀릴거나”하는 노래가사같은 남북관계 하에서 60여명의 연주자들이 만들어내는 화음이 하얀 비둘기처럼 우리 한반도에 평화의 소식을 전하기를 기대하면서 이 연주회에 여러분을 초대하고 싶습니다.

음악회는 입장료없이 자선음악회로 개최되는데 음악회에 모금되는 기부금은 북한고아를 돕는 인도주의적 자선단체에 기부될 예정입니다.

그리고 이 음악회는 2019년 한국문화예술위원회의 국제교류지원 사업에 선정되어 문예진흥기금을 지원받았고 독한협회, 세계한민족여성네트워크 베를린지회, 유로저널, 김범식독일어학원, 베를린 한인회, 코리아 협의회, 한국문화원의 협력으로 개최됩니다.

Kaiser – Wilhelm- Gedächtniskirche, Breitscheidplatz, 10789 Berlin

MuEon DaEon – Museumsprojekt zu sexualisierter Gewalt eröffnet in Berlin


Berlin ist ein Ort des Gedenkens und des Aktivismus. Seine Geschichte verpflichtet es einfach dazu. Der Korea Verband setzte sich mit der AG „Trostfrauen“, die aus internationalen Organisationen, Initiativen und Einzelpersonen besteht, bereits seit Jahrzehnten für die sogenannten „Trostfrauen“ und gegen sexuelle Gewalt in Konflikten wie auch in Friedenszeiten ein. Nun startet der Korea Verband hierzu das Museumsprojekt „MuEon DaEon | Sprachlos Vielstimmig“ mit der Dauerausstellung „Die ‚Trostfrauen‘ und der gemeinsame Kampf gegen sexualisierte Gewalt“. Es setzt sich mit sexualisierter Gewalt dokumentarisch und künstlerisch auseinander. Damit wird der Grundstein für das erste Museum zu diesem Thema in Berlin und Deutschland gelegt.

Kontinuierlich durch Veranstaltungen ergänzt, wird es sich auch als Dokumentations- und Recherchezentrum verstehen, das eng mit Bildungseinrichtungen, der Forschung, Vereinen und Nichtregierungsorganisationen in Moabit, in Berlin, bundesweit und international zum Thema der sexualisierten Gewalt zusammenarbeiten wird.

Dokumentation und Aufarbeitung von Menschenrechtsverletzungen an Frauen

Die Dauerausstellung dokumentiert die Kontinuität sexualisierter Gewalt als global immer wiederkehrende Form der Gewalt. Sie thematisiert die Geschichte der „Trostfrauen“, der sexuellen Sklaverei durch das japanische Militär im Zweiten Weltkrieg, die Wehrmachts- und KZ-Bordelle des NS-Regimes, sowie die Vergewaltigungen von deutschen Frauen durch Soldaten der Alliierten. In diesem Fall existiert noch eine große Leerstelle in der Geschichtsaufarbeitung Deutschlands.

Der größte Teil der Ausstellung zu den „Trostfrauen“ ist in Kooperation mit dem House of Sharing in Südkorea entstanden. Das Wohn- und Museumsprojekt kümmert sich seit mehr als 20 Jahren um ehemalige „Trostfrauen“. Es verbleiben viele Erinnerungen an Freude, Wut und Trauer, die sie täglich erlebten. Mit der Ausstellung „Das Ende des Tunnels“ möchte das House of Sharing der Öffentlichkeit zeigen, dass die Frauen nicht bloß Überlebende der Sexsklaverei durch das japanische Militär sind, sondern auch ganz gewöhnliche Menschen.

Am Beispiel Südkoreas wird auch veranschaulicht, wie Gewalterfahrungen und das Trauma des kolonialen Erbes weitergereicht werden: Vergewaltigungen durch südkoreanische Soldaten im Vietnamkrieg und organisierte Prostitution für US-Soldaten in Militärstützpunkten in Südkorea. Die Dichotomie zwischen Täter- und Opfernation wird hier gebrochen.

Aktivismus und Selbstorganisation von Frauen weltweit

Schließlich werden Wege der Verarbeitung am Beispiel der Ezidinnen nach dem Völkermord von 2014, der Arbeit von medica mondiale, des Schmetterlingsfonds der „Trostfrauenbewegung“ und unserer Aktivitäten vor Ort dargestellt. Damit sollen Handlungsmöglichkeiten aufgezeigt und der Bogen zu unserem Alltag gespannt werden. Zusätzlich zu den dokumentarischen Darstellungen werden auch Kunstwerke wie die „Friedensstatue auf Reisen“ und die „Vietnam Pieta“ von dem bekannten Künstlerpaar Kim Seo-Kyung und Kim Eun-Sung ausgestellt.

Im Prozess der Vorbereitung der Ausstellung entstanden wertvolle Kooperationen mit wichtigen NGOs wie dem House of Sharing, dem Korean Council for the Women Drafted for Military Sexual Slavery by Japan und dem Sunlit Sisters’ Center aus Korea, sowie medica mondiale und Ezidischer Frauenrat in Deutschland. Ihre wertvollen Beiträge werden in Form eines Ausstellungskatalogs veröffentlicht.

Veranstaltungen im Rahmen der Ausstellung

Do. 12.09.2019, 18 Uhr
Eröffnungsfeier

Sa. 28.09.2019, 16 Uhr
Filmvorführung: Shusenjo – 주전장
The Main Battleground of the Comfort Women Issue
USA 2019 / 120’ / Dokumentarfilm / REGIE Miki Dezaki  
Ut: Eng & Kor / Nach dem Film gibt es eine Diskussionsrunde auf Deutsch

So. 13.10.2019, 14 Uhr
Vortrag in englischer Sprache
Vortrag und Diskussion: Camptown women, children and adoption
Prof. Yuri Doolan, Brandeis University

Öffnungszeiten der Ausstellung:
Dienstag, 14 – 18 Uhr
Mittwoch, 14 – 20 Uhr
Freitag, 14 – 18 Uhr
und nach Vereinbarung

Ausstellungsort

Korea Verband
Quitzowstraße 103
10551 Berlin

Tel: +49-(0)30–3980 5984
Mail: mail@koreaverband.de

Weitere Information:
www.koreaverband.de
www.mueondaeon.net


DKG NRW- Gwangbokjeol (광복절) in Castrop-Rauxel am 17. August 2019

Gwangbokjeol (광복절) ist der jährliche Nationalfeiertag, der in ganz Korea an die Befreiung von der japanischen Besatzung am 15.August 1945 erinnert. Aus diesem Anlass hatte der Bundesverband der Koreaner in Deutschland e.V. (BVKD) nach Castrop-Rauxel im Ruhrgebiet eingeladen.

Der Einladung war nicht nur die gesamte koreanische diplomatische Vertretung mit dem Botschafter aus Berlin und den Generalkonsuln aus Bonn, Frankfurt und Hamburg gefolgt sondern auch die Vertreter der Verbände der Koreaner in Deutschland, der Krankenschwestern- und Bergbauvereine und der Deutsch-Koreanischen Gesellschaft NRW waren anwesend.

Wie der Vertreter der Stadt Castrop-Rauxel Hans-Hugo Kurrek herausstellte wertschätze man die jährliche Anwesenheit der koreanischen Gemeinde, von denen viele in den Zechen und Krankenhäusern der näheren Umgebung über Jahrzehnte hart gearbeitet und sich problemlos in die deutschen Gemeinden integriert und hier eine neue Heimat gefunden haben.

Koreanisches Essen und Getränke waren an allen Ständen liebevoll zubereitet und ausreichend vorhanden. Neben sportlichen Wettkämpfen rundeten Pungmul und Trommeltanz das Programm ab und ließen bereits einen Vorgeschmack auf das kulturelle Abendprogramm aufkommen. Nach über 12 Stunden endete das Fest mit immer noch nicht müden, aber sichtlich zufriedenen Besuchern, die danach noch die teilweise lange Heimreise antraten.

Text und Bild: Wolfram van Stephold

Deutschland trifft Korea

Am 7.Juni 2019 fand ein bemerkenswertes Konzert in der Liederhalle in Stuttgart statt, zu dem sich sehr viele Gäste einfanden.

Eine gute Idee und ein schöner Abend belohnten die so zahlreichen Zuhörer.

Auf seiner Deutschlandtour gab das „Seoul Tutti Ensemble“ dieses Konzert aus Anlass des 100. Jahrestages der koreanischen Unabhängigkeitsbewegung und des 30. Jahrestags des Berliner Mauerfalls. Beide Länder haben das Leid der Teilung erlebt und diese Verbindung sollte an dem Abend betont werden. Zum ersten Mal überhaupt in der Stuttgarter Geschichte gastierte ein Orchester aus Korea in Stuttgart.

Veranstaltet wurde die gesamte Tour vom Kulturzentrum der südkoreanischen Botschaft in Berlin. In Stuttgart fand das Konzert in Kooperation mit dem Asienhaus und weiteren ortsansässigen Vereinen mit Korea-Bezug statt. Zusammen mit den anderen Vereinen plante und organisierte der Regionalverband BW der Deutsch-Koreanischen Gesellschaft insbesondere das Marketing. Am Abend des Konzertes selbst waren Mitglieder der DKG BW für die beiden Abendkassen zuständig. Das gute Ergebnis der monatelangen, gemeinsamen Vorbereitung zeichnete sich schon kurz vor Beginn des Konzertes ab: Der Mozart-Saal der Liederhalle war fast vollständig gefüllt mit erwartungsvollen Besuchern des Konzertes. Darüber freute sich auch und besonders Herr Chung Il Lee, Projektmanager des Koreanischen Kulturzentrums. „Ich bin sehr beeindruckt und überrascht, dass so viele Konzert-Besucher gekommen sind. Ich danke wirklich allen sehr herzlich, die im Vorfeld dafür so gute Arbeit geleistet haben.“

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In den Grußworten u.a. des Generalkonsuls Keum aus Frankfurt und dem Leiter des Asienhauses Ali Palm wurde die politische und kulturelle Verbindung der beiden Länder hervorgehoben.

Unter Leitung des Dirigenten Joongbae Jee begann das Konzert der Streicher mit einer Sinfonie von Stamitz. Danach wechselten sich deutsche und koreanische Stücke ab.

Während die Beiträge der deutschen Komponisten (Stamitz, Reinecke und Mendelsohn-Bartholdy) klassische Musik darboten, kamen bei den beiden koreanischen Stücken zeitgenössische Werke von Younghi Paag-Paan und Uzong Choi zu Gehör. Interessant waren die Gegensätze zu hören. Die Klangerlebnisse der koreanischen Stücke waren ganz anders als in der deutschen Klassik, da sie sich nicht an die europäischen Traditionen hielt, sondern dezidiert auf die koreanische Tradition bezogen. Was für Klangteppiche waren da zu hören. In dieser Verschiedenheit lag gerade die Bereicherung und die Erweiterung des Horizonts; denn Musik braucht keine Übersetzung. Die Komponistin Pagh-Paan war anwesend und freute sich über großen Beifall.

Auch die Komposition von Herrn Choi wurde sehr beklatsch und am Ende war die Begeisterung so groß, dass das Orchester das Publikum noch mit einer Zugabe erfreute.

Tod der Witwe von Kim Dae Jung am 10. Juni 2019

Lee Hee-ho wurde während der Japanischen Kolonialherrschaft am 21. September 1922 in Seoul geboren. Sie besuchte das Ehwa Mädchengymnasium und schloss 1950 Ihr Studium an der Seoul National University ab. Im Jahre 1962 heiratete Sie Kim Dae-jung.

Im Juni 2000 begleitete Sie den Präsidenten beim Inter-Koreanischen Gipfeltreffen nach Nordkorea, welches seit der Teilung Koreas das erste persönliche Treffen der Staatsoberhäupter von Nord- und Südkorea darstellte. Dabei trafen Sie und Ihr Gatte auf Kim Jong-il.

Frau Lee war in den 80er und 90er Jahren politisch in den Bereichen Dipomatie und Inter-Koreanische Beziehungen aktiv. Sie stattete Nord-korea mehrere Besuche ab um für einen Dialog zwischen beiden Koreas und eine Verbesserung der Beziehungen zu werben. Anlässlich des Todes von Kim Jong-il, im Dezember 2011, reiste Sie nach Pyeongyang.

Lee Hee-ho führte im hohen Alter von 92 vom 05. bis zum 08. August 2015 eine 18-köpfige Delegation auf einen Versöhungstrip nach Nordkorea. Dieser Delegation gehörten der ehemalige Kulturminister Kim Sung-jae, der Gelehrte Paik Nak-chung und weitere Gelehrte an. Jedoch war kein zu dieser Zeit aktives Regierungsmitglied Teil der Delegation.

Seit März 2019 befand sich Frau Lee zur Behandlung von Leberkrebs und weiterer Gebrechen im Krankenhaus. Im April 2019 verstarb Ihr ältester Stiefsohn Kim Hong-il, ein ehemaliger Politiker und Abgeordneter, im Alter von 71 Jahren. Über diesen Umstand wurde Frau Lee aus Sorge um Ihre eigene, sich verschlechternde, Gesundheit nicht informiert.

Am 09. Juni 2019 wurde berichtet, dass sich die Gesundheit der ehemaligen Präsidentengattin in einem kritischen Zustand befindet.

Lee Hee-ho verstarb im Alter von 96 Jahren am 10. Juni 2019 im „Severance“-Krankenhaus in Seoul.

Vorabendfeier und Feierliche Enthüllung der Gedenktafel für Mirok Li am 28. Mai

von Martin Schullerus, Münchener Merkur vom 28. Mai  2019

Der koreanische Philosoph, Wissenschaftler, Schriftsteller und Humanist Mirok Li (1899-1950) hat in seiner zweiten Heimat Gräfelfing nun ein sichtbares ehrendes Andenken gefunden – zusätzlich zu seinem Grab auf dem örtlichen Friedhof.

copyright: Uri-News

Gräfelfing– Im Rahmen einer Zeremonie, deren herzlicher Stimmung der Regen nichts anhaben konnte, enthüllten politische und kulturelle Vertreter Südkoreas sowie Bürgermeisterin Uta Wüst am Dienstag für Mirok Li eine Gedenktafel aus Bronze, die gegenüber dem Denkmal für Prof. Kurt Huber in der gleichnamigen Straße angebracht ist. Ein passender Ort im öffentlichen Raum, waren die beiden Intellektuellen doch eng befreundet.

Keum Chang Rok, Koreas Generalkonsul in Frankfurt, reiste zu der kleinen Feier eigens an. Er dankte der Gemeinde Gräfelfing dafür, der für Korea so wichtigen Persönlichkeit Mirok Lis in Gegenwart und Vergangenheit Asyl im besten Sinne geboten zu haben.

Der Autor des Romans „Der Yalu fließt“ hatte 1920 vor der japanischen Besatzung seiner Heimat nach Deutschland fliehen müssen. In Gräfelfing lebte er bei der Familie von Prof. Seyler, die ihn wie ein Mitglied aufnahm.

copyright: Uri-News

Die von einer bekannten koreanischen Künstlerin gestaltete, 40 Kilogramm schwere Bronzetafel trägt in der Mitte das Konterfei Mirok Lis, der seinen Kopf zu koreanischen Dächern hin neigt. Auf der rechten Seite sind blühende Heckenrosen zu sehen – ein Symbol für Lis Denken und Wirken, das auf Versöhnung und Liebe ausgerichtet war und im übertragenen Sinn aus Dornen Rosen wachsen ließ.

Vorabendfeier am 27. Mai

copyright: Uri-News

Die Vorabendfeier der Mirok Li Gesellschaft am 27. Mai fand im Bürgerhaus Gräfelfing u.a. mit der Bürgermeisterin von Gräfelfing Frau Uta Wüst, dem koreanischen Honorarkonsul Herr Elster und dem Projektleiter der Overseas Korean Cultural Heritage Foundation Herr Kang, Imsan feierlich statt. 

Neben einer Ausstellung mit Fotos von Mirok Li und dem Empfang mit Fingerfood und Getränken begeisterte auf der Feier die Meistertänzerin Hye-Soon Um-Schoof das Publikum mit dem traditionellen koreanischen Tanz „Seungmu“. Sie unterstützte die feierliche Veranstaltung im Namen der Deutsch-Koreanischen Gesellschaft Bayern. 



Sitzung von provisorischem Parlament Koreas in Schanghai nachgestellt

Sitzung von provisorischem Parlament Koreas in Schanghai nachgestellt

Photo : YONHAP News

Die konstituierende Sitzung der Provisorischen Versammlung der Republik Korea, die Legislative der Provisorischen Regierung, ist in Schanghai nachgestellt worden.

Eine Delegation der fünf in der Nationalversammlung vertretenen Parteien organisierte am Mittwochabend im dortigen Koreanischen Kulturzentrum eine Veranstaltung anlässlich des 100. Jubiläums der Eröffnung des provisorischen Parlaments in der chinesischen Stadt. Daran nahm die etwa 20-köpfige Fraktionsdelegation einschließlich der Fraktionschefs der Regierungspartei und von vier Oppositionsparteien teil.

Die Abgeordneten spielten die Rolle damaliger Parlamentsmitglieder und stellten die erste Sitzung der Provisorischen Versammlung nach.

Im Parlament in Seoul wurde am Mittwoch eine Zeremonie zum 100. Jubiläum der Eröffnung des provisorischen Parlaments veranstaltet.

Am Donnerstagabend findet eine Zeremonie zum 100. Gründungsjubiläum der Provisorischen Regierung der Republik Korea im Yeouido-Park in Seoul statt.

Zuvor am Vormittag wird eine Gedenkzeremonie für die Mitglieder der Provisorischen Regierung im Kim Koo Museum in Seoul abgehalten.

Auch in Schanghai, Chongqing und Los Angeles sind Feierlichkeiten zum Gründungsjubiläum der Provisorischen Regierung geplant.

Quelle:

http://world.kbs.co.kr/service/news_view.htm?lang=g&Seq_Code=75468&_pjax=.contents