Lesung und Autorengespräch mit Park Hyoung-su – „Nana im Morgengrauen“ (Roman, 2018)

Der schüchterne Student Leo will sich nach seinem Studium auf eine Reise um die Welt begeben, bleibt jedoch in Bangkok im Prostituiertenbezirk Nana hängen. Durch eine Verkettung von Zufällen trifft er dort an einem Imbissstand auf eine Frau, die ihn augenblicklich in ihren Bann zieht. 
Fasziniert und abgestoßen zugleich von seiner Ahnung, dass es sich bei dieser unbekannten Schönen um eine Prostituierte handeln könnte, spricht er sie an. Wenige Tage später sucht er Ploy, so der Name der Frau, in ihrer Wohnung in Nana auf. Zusammen mit drei anderen Prostituierten lebt sie in der völlig heruntergekommenen Mietwohnung eines schäbigen Hauses, das einen bunten, stinkenden Haufen von verarmten, verzweifelten und verwirrten Menschen beherbergt. Der sensible, ja geradezu ängstliche Leo ist abgestoßen von der erbärmlichen Unterseite der Neonglitzerwelt Bangkoks, die von Stumpfheit, Drogen, Not und Gewalt geprägt ist. 
Park Hyoung-su, geboren 1972, gilt als der aufstrebende Stern unter den koreanischen Autoren. Nach seinem Studium trat er eine Professur für Kreatives Schreiben an der Korea University in Seoul an. Er veröffentlichte bisher zwei Bände mit Kurzgeschichten, für die er mit dem Daesan Literary Award ausgezeichnet wurde, und den vorliegenden Roman. Sein Stil, der mit innovativen Metaphern und dosiert eingesetzten Elementen eines magischen Realismus arbeitet, hat ihm unter Kritikern hohe Anerkennung eingebracht.


Podium in Berlin:

– Park Hyoung-su (Autor)
– Moderation: Barbara Wahlster
– Sprecher: Matthias Scherwenikas
– Dolmetscherin: Irene Maier


Zeit: Mi, 03. Juli 2019, 19:00 Uhr 
Ort: Literaturhaus Berlin (Kaminzimmer), Fasanenstraße 23, 10719 Berlin

Der Eintritt ist frei!
Anmeldung erforderlich

Podium in Hamburg:

– Park Hyoung-su (Autor)
– Moderation: Prof. Jörn Düwel
– Sprecher: Christian Sabisch
– Dolmetscherin: Dr. Myong-Sook Park 


Zeit: 
Do, 04. Juli 2019, 18:00 Uhr
Ort: Museum am Rothenbaum (MARKK), Rothenbaumchaussee 64, 20148 Hamburg

Der Eintritt ist frei! 
Anmeldung erforderlich 


* In den Ausstellungsräumlichkeiten des MARKK ist derzeit zudem die Sonderausstellung „Uri Korea“ zu sehen.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Koreanisches Kulturzentrum
Tobias Liefert
Leipziger Platz 3
10117 Berlin
Deutschland

+49 30 269 52-0
mail@kulturkorea.org
www.kulturkorea.org

JinJu Samcheonpo Nongak – Bauernmusik Performance mit Koreas Nationalem Immateriellen Kulturgut Nr. 11-1


Hamburg
7. Juni 2019 um 18.00 Uhr

Planten un Blomen (Musikpavillon), 20355 Hamburg

Berlin
9. Juni 2019 ab 12.30 Uhr

Berlin, Karneval der Kulturen, ab Yorckstraße/Großbeerenstraße, 10965 Berlin

Mit dem Nationalen Immateriellen Kulturgut Nr. 11-1 namens JinJu Samcheonpo Nongak – Bauernmusik in der repräsentativen Form der Region Yeongnam, die vor allem im Westen der Provinz Süd-Gyeongsang überliefert wurde – ist am 29. Juni 1966 erstmalig ein Werk der Bauernmusik zu einem immateriellen Kulturgut erklärt worden. Danach erfolgte die Auswahl diverser weiterer Werke der Bauernmusik, die ebenfalls zum Immateriellen Kulturgut Nr. 11-1 hinzugefügt und bis heute überliefert wurden.

Performance mit dem Jinju Samcheonpo Nongak Bauernmusik-Ensemble

Bei dieser Form der Bauernmusik Nongak tragen Mitglieder der aufführenden Gruppe eine Art militärischen Hut mit einer runden Krone und einer Hutkrempe, an dem ein Papierband oder eine Quaste befestigt ist, und vollziehen verschiedene Bewegungen mit dem Kopf. Dies ist ein unterscheidendes Merkmal zur Bauernmusik anderer Regionen, und daraus haben sich individuelle Darbietungen der einzelnen Mitwirkenden herausgebildet. Beim Pangut (Form der Bauernmusik, die in einer Aufführung ländliche Volksmusik, Tänze und Riten vereint; ein Oberbegriff für die JinJu Samcheonpo Nongak) sind die hervorstechenden Merkmale der Chaesangmo (Hut mit einem langen Band) und das Bupo-Nori (Spiel mit einer Federquaste). Ein weiteres Charakteristikum der Musik sind die Kampfformationen, die von militärischen Spielen übernommen wurden, und die aus der Kampfkunst stammenden Bewegungen der Spieler der kleinen Trommeln Sogo.

Wie bereits eben erwähnt, besteht die musikalische Besonderheit dieser Musik in ihrer Beeinflussung durch die Militärmusik. Die Melodien der kleinen Gongs (Soe) sind sehr schnell, und die Spieler der Handtrommeln (Beokgu) vollziehen Bewegungen, die an ein Auf-den-Boden-Werfen erinnern, oder spielen mit ihrem Hut. Dabei handelt es sich um Beispiele aus der Kampfkunst. Weitere Charakteristika sind das Spiel, das an die schnellen Schritte von Truppenformationen erinnert, und der lebhafte und energische Charakter der Musik.   

In früheren Zeiten wurde diese Form der Bauernmusik „12 Cha Nongak” genannt, da sie aus zwölf Stücken bestand. Noch heute hat sie dieselbe Anzahl von Stücken.

Zu den Grundzügen der Musik, die sich auf den Einfluss von Militärmusik zurückführen lassen, gehören die Kleidung der Gruppenmitglieder, das Blasen eines Horns während des Auftritts, die Bewegungen in fünf Richtungen, der Marsch und das sogenannte Ho-Ho-Gut. Alle zwölf Stücke enthalten Benennungen und Züge der Militärmusik.

Zu den heute aktiven „Menschlichen Kulturgütern“ (Künstler, die eine besondere Kunstform pflegen, die vom Aussterben bedroht ist, und von der koreanischen Regierung mit diesem Titel ausgezeichnet wurden) gehören Park Yeom, der die Janggu spielt, und Kim Seon Ok, der führende Spieler des kleinen Gongs (Sangsoe). Die beiden Künstler sind in viele Aktivitäten in den Zweigabteilungen involviert, die angefangen mit Seoul und Busan über das gesamte Land verteilt sind. Darüber hinaus widmen sie sich der Ausbildung des Nachwuchses und geben Konzerte im In- und Ausland.

Weitere Informationen zur Veranstaltung mit JinJu Samcheonpo Nongak finden sie auf unserer Webseite.

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Kulturabteilung der Botschaft der Republik Korea
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