Lesekreis im August – Für Liebhaber der koreanischen Literatur — oder für diejenigen die es werden wollen

Lesekreis im August
Autor und Werk: Yi Mun-yol „Der entstellte Held“ (Roman)In seinem 1987 auf Koreanisch erschienenen Werk erzählt Yi Mun-yol vom zwölfjährigen Han Pyongtae, der, nach der Strafversetzung seines Vaters von Seoul in eine Kleinstadt, auf eine neue Schule gehen muss. 
Schon bald stellt er fest, dass hier ganz andere Regeln herrschen: Der etwas ältere Klassensprecher Sokdae tyrannisiert seine Klassenkameraden und zwingt sie zu willenloser Unterwerfung – mit Billigung der Lehrer. Han Pyongtae nimmt den Kampf auf, doch auch er ist nicht immun gegen die Verführung durch die Macht. Das Klassenzimmer wird zur Bühne eines unerbittlichen Machtkampfes.


„Eine feinsinnige, fesselnde Geschichte von einem großartigen Autor.“ (Salman Rushdie)

„Yi Mun-yols Erzählung ist unschwer als Parabel auf das Verhalten der Menschen gegenüber absoluten Führungspersönlichkeiten in der Gesellschaft zu erkennen.“ (buchkritik.at)


Yi Mun-yol (geb. 1948) zählt heute zu den bedeutendsten und meistgelesenen koreanischen Schriftstellern. Seine Werke wurden in unterschiedlichste Sprachen übersetzt und vielfach verfilmt – so auch „Der entstellte Held“ im Jahr 1992. Yi Mun-yol erhielt zahlreiche Preise, darunter auch den französischen Orden der Künste 
und der Literatur („Ordre des Arts et des Lettres“).


Zeit:   Mi, 07. August 2019, 18.00 Uhr
Ort:    Koreanisches Kulturzentrum
           — Space GODO — 
           Leipziger Platz 3
           10117 Berlin

 

Der Eintritt ist frei!Wir bitten um Anmeldung.


Allgemeine Hinweise zum Lesekreis:Der Lesekreis findet jeden ersten Mittwoch im Monat um 18 Uhr in deutscher Sprache statt. Es sind keine Vorkenntnisse nötig. Jede/r ist willkommen!Die literarischen Werke werden privat gelesen und dienen als Grundlage für die Diskussion im jeweiligen Lesekreis.

 

Filmkreis im Juli

Filmkreis im Juli
Filmvorführung und Gespräch in entspannter Atmosphäre!
– Jeden letzten Donnerstag im Monat – 

 
In Anwesenheit der Filmkritikerin Anke Sterneborg (rbb Kulturradio / Süddeutsche Zeitung) 
“TALE OF CINEMA”/ 극장전 (Drama 2005/OmeU/90 Min.)
Regie: Hong Sang Soo
Hauptdarsteller*innen: Lee Ki-woo, Uhm Ji-Woo, Kim Sang-Kyung

Ein junger Mann namens Sang-Weon (Lee Ki-woo) begegnet nach vielen Jahren seiner Ex-Freundin Yeong-shil (Uhm Ji-Woo). Er spricht sie am Abend nach einer Theatervorstellung an, und schon bald entwickelt sich zwischen ihnen eine Affäre. Ohne Details aus dem Privatleben der beiden zu kennen, ahnt der Zuschauer, dass beide Charaktere innerlich zerrissen zu sein scheinen.Tong-su (Kim Sang-Kyung) ist erfolgloser Regisseur mit cholerischer Ader und starkem Hang zum Alkohol. Nach einer Filmvorführung im Kino begegnet er Yeong-shil, jener Schauspielerin aus dem Film, den er gerade gesehen hat. Er läuft ihr nach und drängt sich ihr auf. Mit der Zeit beginnt er, ihre Gesten nachzuahmen oder mit ihr an Drehorte aus besagtem Film zu gehen. All sein Handeln dient dem Versuch, das Bild von ihr Realität werden zu lassen, das in seinem Kopf entstanden ist. – Ahmt der Film das Leben nach oder das Leben den Film?


„Wenn Tong-su oder Sang-Weon von allen Protagonisten des Regisseurs die obsessivsten sind, so ist dies gerade darin begründet, dass die in der Struktur vorgesehene Position einer dritten Figur, eines Nebenbuhlers oder einer zweiten Frau, leer bleibt. An deren Stelle tritt für Tong-su weniger eine Kino-Doppelgängerin Yeong-shils als das Kino als solches. Ein Kino, welches in Hong Sang-soos Welt eine genuin psychotische Dimension zu besitzen scheint.“ (Critic.de)
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Nach der Filmvorführung laden wir Sie zum Gespräch mit der Filmkritikerin Anke Sterneborg ein.
Wir sprechen über Plot, Machart, Schauspieler*innen und über alles, was uns sonst noch interessiert. 
Unter den Diskussionsteilnehmer*innen verlosen wir zwei Kinogutscheine!

Über Ihre Teilnahme würden wir uns freuen!



Zeit: Donnerstag, 25. Juli 2019, 18.00 Uhr
Ort:  Koreanisches Kulturzentrum
        Kulturabteilung der Botschaft der Republik Korea
        – SPACE GODO –
        Leipziger Platz 3
        10117 Berlin


Der Eintritt ist kostenlos! 

Wir bitten um Anmeldung

Korea Festival 2019

Koreanische traditionelle Musik und Tanzkunst trifft auf die Kultur des Breakdance. In einem dynamischen Zusammenspiel von Samul-Spielern und B-Boys vereinen sich Kulturen aus Ost und West.Fusion MC wurde 2002 gegründet und ist eine führende B-Boying-Gruppe aus Korea. Die Crew hat über 30 internationale B-Boy-Wettbewerbe gewonnen, darunter auch den Wettbewerb »Battle of the Year 2013« in Deutschland.Die 2013 gegründete Dong Rak Traditional Performing Arts Group kombiniert traditionelle Elemente von Samulnori, einem beliebten koreanischen Percussion-Musikgenre, mit spielerischen Elementen. Die Gruppe möchte den ursprünglichen Zweck der traditionellen darstellenden Kunst erfüllen, nämlich Menschen jeden Alters zu unterhalten.

* Eintritt frei – Zugang nur mit Online-Freiticket
* Ein freies Getränk bei der Abgabe des ausgefüllten Umfragebogens an der Bar nach dem Konzert
[Invitation] Show Passion Korea

Project ON # 6 – Erinnerung an die koreanische Teilung

Erinnerung an die koreanische Teilung
Das Koreanische Kulturzentrum wird vom 19. Juli bis zum 31. August in seiner gallery damdam die Ausstellung „Project ON # 6 – Erinnerung an die koreanische Teilung“ von Künstler*innen zeigen, die im Rahmen eines öffentlichen Ausschreibungsprogramms 2019 ausgewählt wurden. Bei der diesjährigen öffentlichen Ausschreibung fiel die Wahl auf Jinran Kim, Yunsun Jung, Yuyang Liu, Claudia Schmitz, Susanna Schoenberg  und Tzusoo. In der Jury saßen Dr. Britta Schmitz, ehemalige Kuratorin des renommierten Museums für Gegenwartskunst Hamburger Bahnhof, Prof. Dr. Siegfried Zielinski, ehemaliger Kurator des Zentrums für Kunst und Medien (ZKM) Karlsruhe und Professor an der Universität der Künste (UdK) Berlin, und Ka Hee Jeong, Kuratorin des Koreanischen Kulturzentrums. Die Vernissage der Ausstellung findet am 18. Juli (Do) um 19.00 Uhr statt.  

Gegenwärtig wird der Abbau der Spannungen auf der koreanischen Halbinsel weltweit mit großem Interesse verfolgt. Auch in der südkoreanischen Kunstszene wurde die koreanische Teilung bereits thematisiert, angefangen mit dem „REAL DMZ“-Projekt, den Biennalen von Gwangju und Busan im Jahr 2018 sowie verschiedenen Kunstprojekten. Anlässlich des 30. Jahrestags des Berliner Mauerfalls im Jahr 2019 besteht auch in Deutschland ein sowohl direktes als auch indirektes Interesse an der gegenwärtigen Situation auf der koreanischen Halbinsel. Das Thema des öffentlichen Ausschreibungsprogramms des Koreanischen Kulturzentrums folgt ebenfalls dieser allgemeinen Interessenlage. Die sechs Künstler*innen verwenden die Medien Video, Malerei, Installation, Performance und Fotografie. In ihren Arbeiten sind nicht nur die Erfahrungen des Koreakriegs, der Schmerz der Teilung und Reflexionen über das Leben im heutigen Nordkorea, sondern auch Betrachtungen über die Entmilitarisierte Zone auf der koreanischen Halbinsel eingeflossen. 

Logo Koreanisches Kulturzentrum

Das Koreanische Kulturzentrum Berlin informiert: Junge koreanische Talente Ensemble O.N.

Junge koreanische TalenteEnsemble O.N.

Mittwoch, 26. Juni 2019, um 19.00 Uhr

Koreanisches Kulturzentrum
Kulturabteilung der Botschaft der Republik Korea
Leipziger Platz 3
10117 Berlin

Eintritt frei. Teilnahme nur nach verbindlicher Anmeldungmöglich.

Hier gelangen Sie zum Online-Anmeldeformular.

Ensemble O.N.
Yoon Haesung, Klavier
Park Shin-Hye, Violine
Hwang Kyubin, Violoncello
Matsuzaki Yuri, Flöte
Cho Kija, Klarinette

Die Kürzel „O.” und „N.” im Namen des Ensembles bedeuten„Original” und „New” und weisen bereits auf das Konzept des Ensemble O.N. hin. Im Fokus seines Schaffens stehen Werke der neuen Musik. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Aufführung koreanischer Komponisten. Zum Kern des Ensembles gehören die beiden Musiker*innen Yoon Haesung und Park Shin-Hye, beide Absolventinnen der „Internationalen Ensemble Modern Akademie (IEMA)”. Zusammen mit weiteren Musiker*innen der IEMA präsentieren sie in diesem Konzert ein anspruchsvolles und inspirierendes Programm mit Werken von Helmut Lachenmann, Lee Yongbom, Guillaume Connesson und Park Myunghoon.

Programm
Helmut Lachenmann (*1935)
Dal niente (Intérieur III) für einen Solo-Klarinettisten (1970)

Lee Yongbom (*1987)
Rebus II for cello and prepared piano (2019, Uraufführung)

Guillaume Connesson (*1970)
Techno-parade for flute, clarinet and piano (2002)

– Pause –

Helmut Lachenmann (*1935)
Toccatina – Studie für Violine allein [Vl] (1986)

Helmut Lachenmann (*1935)
Pression für einen Cellisten (1969/2010)

Park Myunghoon (*1980)
Funke for alto flute, clarinet, violin and piano (2018, europäische Uraufführung)

Weitere Informatioen zu dieser Veranstaltung finden Sie auf unserer Webseite.

Lesung und Autorengespräch mit Park Hyoung-su – „Nana im Morgengrauen“ (Roman, 2018)

Der schüchterne Student Leo will sich nach seinem Studium auf eine Reise um die Welt begeben, bleibt jedoch in Bangkok im Prostituiertenbezirk Nana hängen. Durch eine Verkettung von Zufällen trifft er dort an einem Imbissstand auf eine Frau, die ihn augenblicklich in ihren Bann zieht. 
Fasziniert und abgestoßen zugleich von seiner Ahnung, dass es sich bei dieser unbekannten Schönen um eine Prostituierte handeln könnte, spricht er sie an. Wenige Tage später sucht er Ploy, so der Name der Frau, in ihrer Wohnung in Nana auf. Zusammen mit drei anderen Prostituierten lebt sie in der völlig heruntergekommenen Mietwohnung eines schäbigen Hauses, das einen bunten, stinkenden Haufen von verarmten, verzweifelten und verwirrten Menschen beherbergt. Der sensible, ja geradezu ängstliche Leo ist abgestoßen von der erbärmlichen Unterseite der Neonglitzerwelt Bangkoks, die von Stumpfheit, Drogen, Not und Gewalt geprägt ist. 
Park Hyoung-su, geboren 1972, gilt als der aufstrebende Stern unter den koreanischen Autoren. Nach seinem Studium trat er eine Professur für Kreatives Schreiben an der Korea University in Seoul an. Er veröffentlichte bisher zwei Bände mit Kurzgeschichten, für die er mit dem Daesan Literary Award ausgezeichnet wurde, und den vorliegenden Roman. Sein Stil, der mit innovativen Metaphern und dosiert eingesetzten Elementen eines magischen Realismus arbeitet, hat ihm unter Kritikern hohe Anerkennung eingebracht.


Podium in Berlin:

– Park Hyoung-su (Autor)
– Moderation: Barbara Wahlster
– Sprecher: Matthias Scherwenikas
– Dolmetscherin: Irene Maier


Zeit: Mi, 03. Juli 2019, 19:00 Uhr 
Ort: Literaturhaus Berlin (Kaminzimmer), Fasanenstraße 23, 10719 Berlin

Der Eintritt ist frei!
Anmeldung erforderlich

Podium in Hamburg:

– Park Hyoung-su (Autor)
– Moderation: Prof. Jörn Düwel
– Sprecher: Christian Sabisch
– Dolmetscherin: Dr. Myong-Sook Park 


Zeit: 
Do, 04. Juli 2019, 18:00 Uhr
Ort: Museum am Rothenbaum (MARKK), Rothenbaumchaussee 64, 20148 Hamburg

Der Eintritt ist frei! 
Anmeldung erforderlich 


* In den Ausstellungsräumlichkeiten des MARKK ist derzeit zudem die Sonderausstellung „Uri Korea“ zu sehen.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

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Tobias Liefert
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JinJu Samcheonpo Nongak – Bauernmusik Performance mit Koreas Nationalem Immateriellen Kulturgut Nr. 11-1


Hamburg
7. Juni 2019 um 18.00 Uhr

Planten un Blomen (Musikpavillon), 20355 Hamburg

Berlin
9. Juni 2019 ab 12.30 Uhr

Berlin, Karneval der Kulturen, ab Yorckstraße/Großbeerenstraße, 10965 Berlin

Mit dem Nationalen Immateriellen Kulturgut Nr. 11-1 namens JinJu Samcheonpo Nongak – Bauernmusik in der repräsentativen Form der Region Yeongnam, die vor allem im Westen der Provinz Süd-Gyeongsang überliefert wurde – ist am 29. Juni 1966 erstmalig ein Werk der Bauernmusik zu einem immateriellen Kulturgut erklärt worden. Danach erfolgte die Auswahl diverser weiterer Werke der Bauernmusik, die ebenfalls zum Immateriellen Kulturgut Nr. 11-1 hinzugefügt und bis heute überliefert wurden.

Performance mit dem Jinju Samcheonpo Nongak Bauernmusik-Ensemble

Bei dieser Form der Bauernmusik Nongak tragen Mitglieder der aufführenden Gruppe eine Art militärischen Hut mit einer runden Krone und einer Hutkrempe, an dem ein Papierband oder eine Quaste befestigt ist, und vollziehen verschiedene Bewegungen mit dem Kopf. Dies ist ein unterscheidendes Merkmal zur Bauernmusik anderer Regionen, und daraus haben sich individuelle Darbietungen der einzelnen Mitwirkenden herausgebildet. Beim Pangut (Form der Bauernmusik, die in einer Aufführung ländliche Volksmusik, Tänze und Riten vereint; ein Oberbegriff für die JinJu Samcheonpo Nongak) sind die hervorstechenden Merkmale der Chaesangmo (Hut mit einem langen Band) und das Bupo-Nori (Spiel mit einer Federquaste). Ein weiteres Charakteristikum der Musik sind die Kampfformationen, die von militärischen Spielen übernommen wurden, und die aus der Kampfkunst stammenden Bewegungen der Spieler der kleinen Trommeln Sogo.

Wie bereits eben erwähnt, besteht die musikalische Besonderheit dieser Musik in ihrer Beeinflussung durch die Militärmusik. Die Melodien der kleinen Gongs (Soe) sind sehr schnell, und die Spieler der Handtrommeln (Beokgu) vollziehen Bewegungen, die an ein Auf-den-Boden-Werfen erinnern, oder spielen mit ihrem Hut. Dabei handelt es sich um Beispiele aus der Kampfkunst. Weitere Charakteristika sind das Spiel, das an die schnellen Schritte von Truppenformationen erinnert, und der lebhafte und energische Charakter der Musik.   

In früheren Zeiten wurde diese Form der Bauernmusik „12 Cha Nongak” genannt, da sie aus zwölf Stücken bestand. Noch heute hat sie dieselbe Anzahl von Stücken.

Zu den Grundzügen der Musik, die sich auf den Einfluss von Militärmusik zurückführen lassen, gehören die Kleidung der Gruppenmitglieder, das Blasen eines Horns während des Auftritts, die Bewegungen in fünf Richtungen, der Marsch und das sogenannte Ho-Ho-Gut. Alle zwölf Stücke enthalten Benennungen und Züge der Militärmusik.

Zu den heute aktiven „Menschlichen Kulturgütern“ (Künstler, die eine besondere Kunstform pflegen, die vom Aussterben bedroht ist, und von der koreanischen Regierung mit diesem Titel ausgezeichnet wurden) gehören Park Yeom, der die Janggu spielt, und Kim Seon Ok, der führende Spieler des kleinen Gongs (Sangsoe). Die beiden Künstler sind in viele Aktivitäten in den Zweigabteilungen involviert, die angefangen mit Seoul und Busan über das gesamte Land verteilt sind. Darüber hinaus widmen sie sich der Ausbildung des Nachwuchses und geben Konzerte im In- und Ausland.

Weitere Informationen zur Veranstaltung mit JinJu Samcheonpo Nongak finden sie auf unserer Webseite.

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Kulturabteilung der Botschaft der Republik Korea
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