JinJu Samcheonpo Nongak – Bauernmusik Performance mit Koreas Nationalem Immateriellen Kulturgut Nr. 11-1


Hamburg
7. Juni 2019 um 18.00 Uhr

Planten un Blomen (Musikpavillon), 20355 Hamburg

Berlin
9. Juni 2019 ab 12.30 Uhr

Berlin, Karneval der Kulturen, ab Yorckstraße/Großbeerenstraße, 10965 Berlin

Mit dem Nationalen Immateriellen Kulturgut Nr. 11-1 namens JinJu Samcheonpo Nongak – Bauernmusik in der repräsentativen Form der Region Yeongnam, die vor allem im Westen der Provinz Süd-Gyeongsang überliefert wurde – ist am 29. Juni 1966 erstmalig ein Werk der Bauernmusik zu einem immateriellen Kulturgut erklärt worden. Danach erfolgte die Auswahl diverser weiterer Werke der Bauernmusik, die ebenfalls zum Immateriellen Kulturgut Nr. 11-1 hinzugefügt und bis heute überliefert wurden.

Performance mit dem Jinju Samcheonpo Nongak Bauernmusik-Ensemble

Bei dieser Form der Bauernmusik Nongak tragen Mitglieder der aufführenden Gruppe eine Art militärischen Hut mit einer runden Krone und einer Hutkrempe, an dem ein Papierband oder eine Quaste befestigt ist, und vollziehen verschiedene Bewegungen mit dem Kopf. Dies ist ein unterscheidendes Merkmal zur Bauernmusik anderer Regionen, und daraus haben sich individuelle Darbietungen der einzelnen Mitwirkenden herausgebildet. Beim Pangut (Form der Bauernmusik, die in einer Aufführung ländliche Volksmusik, Tänze und Riten vereint; ein Oberbegriff für die JinJu Samcheonpo Nongak) sind die hervorstechenden Merkmale der Chaesangmo (Hut mit einem langen Band) und das Bupo-Nori (Spiel mit einer Federquaste). Ein weiteres Charakteristikum der Musik sind die Kampfformationen, die von militärischen Spielen übernommen wurden, und die aus der Kampfkunst stammenden Bewegungen der Spieler der kleinen Trommeln Sogo.

Wie bereits eben erwähnt, besteht die musikalische Besonderheit dieser Musik in ihrer Beeinflussung durch die Militärmusik. Die Melodien der kleinen Gongs (Soe) sind sehr schnell, und die Spieler der Handtrommeln (Beokgu) vollziehen Bewegungen, die an ein Auf-den-Boden-Werfen erinnern, oder spielen mit ihrem Hut. Dabei handelt es sich um Beispiele aus der Kampfkunst. Weitere Charakteristika sind das Spiel, das an die schnellen Schritte von Truppenformationen erinnert, und der lebhafte und energische Charakter der Musik.   

In früheren Zeiten wurde diese Form der Bauernmusik „12 Cha Nongak” genannt, da sie aus zwölf Stücken bestand. Noch heute hat sie dieselbe Anzahl von Stücken.

Zu den Grundzügen der Musik, die sich auf den Einfluss von Militärmusik zurückführen lassen, gehören die Kleidung der Gruppenmitglieder, das Blasen eines Horns während des Auftritts, die Bewegungen in fünf Richtungen, der Marsch und das sogenannte Ho-Ho-Gut. Alle zwölf Stücke enthalten Benennungen und Züge der Militärmusik.

Zu den heute aktiven „Menschlichen Kulturgütern“ (Künstler, die eine besondere Kunstform pflegen, die vom Aussterben bedroht ist, und von der koreanischen Regierung mit diesem Titel ausgezeichnet wurden) gehören Park Yeom, der die Janggu spielt, und Kim Seon Ok, der führende Spieler des kleinen Gongs (Sangsoe). Die beiden Künstler sind in viele Aktivitäten in den Zweigabteilungen involviert, die angefangen mit Seoul und Busan über das gesamte Land verteilt sind. Darüber hinaus widmen sie sich der Ausbildung des Nachwuchses und geben Konzerte im In- und Ausland.

Weitere Informationen zur Veranstaltung mit JinJu Samcheonpo Nongak finden sie auf unserer Webseite.

Koreanisches Kulturzentrum
Kulturabteilung der Botschaft der Republik Korea
Leipziger Platz 3
10117 Berlin
Deutschland

+49 30 269 52-0
mail@kulturkorea.org
www.kulturkorea.org

Vorabendfeier und Feierliche Enthüllung der Gedenktafel für Mirok Li am 28. Mai

von Martin Schullerus, Münchener Merkur vom 28. Mai  2019

Der koreanische Philosoph, Wissenschaftler, Schriftsteller und Humanist Mirok Li (1899-1950) hat in seiner zweiten Heimat Gräfelfing nun ein sichtbares ehrendes Andenken gefunden – zusätzlich zu seinem Grab auf dem örtlichen Friedhof.

copyright: Uri-News

Gräfelfing– Im Rahmen einer Zeremonie, deren herzlicher Stimmung der Regen nichts anhaben konnte, enthüllten politische und kulturelle Vertreter Südkoreas sowie Bürgermeisterin Uta Wüst am Dienstag für Mirok Li eine Gedenktafel aus Bronze, die gegenüber dem Denkmal für Prof. Kurt Huber in der gleichnamigen Straße angebracht ist. Ein passender Ort im öffentlichen Raum, waren die beiden Intellektuellen doch eng befreundet.

Keum Chang Rok, Koreas Generalkonsul in Frankfurt, reiste zu der kleinen Feier eigens an. Er dankte der Gemeinde Gräfelfing dafür, der für Korea so wichtigen Persönlichkeit Mirok Lis in Gegenwart und Vergangenheit Asyl im besten Sinne geboten zu haben.

Der Autor des Romans „Der Yalu fließt“ hatte 1920 vor der japanischen Besatzung seiner Heimat nach Deutschland fliehen müssen. In Gräfelfing lebte er bei der Familie von Prof. Seyler, die ihn wie ein Mitglied aufnahm.

copyright: Uri-News

Die von einer bekannten koreanischen Künstlerin gestaltete, 40 Kilogramm schwere Bronzetafel trägt in der Mitte das Konterfei Mirok Lis, der seinen Kopf zu koreanischen Dächern hin neigt. Auf der rechten Seite sind blühende Heckenrosen zu sehen – ein Symbol für Lis Denken und Wirken, das auf Versöhnung und Liebe ausgerichtet war und im übertragenen Sinn aus Dornen Rosen wachsen ließ.

Vorabendfeier am 27. Mai

copyright: Uri-News

Die Vorabendfeier der Mirok Li Gesellschaft am 27. Mai fand im Bürgerhaus Gräfelfing u.a. mit der Bürgermeisterin von Gräfelfing Frau Uta Wüst, dem koreanischen Honorarkonsul Herr Elster und dem Projektleiter der Overseas Korean Cultural Heritage Foundation Herr Kang, Imsan feierlich statt. 

Neben einer Ausstellung mit Fotos von Mirok Li und dem Empfang mit Fingerfood und Getränken begeisterte auf der Feier die Meistertänzerin Hye-Soon Um-Schoof das Publikum mit dem traditionellen koreanischen Tanz „Seungmu“. Sie unterstützte die feierliche Veranstaltung im Namen der Deutsch-Koreanischen Gesellschaft Bayern. 



Einladung zu einem Abend mit koreanischer Musik & Literatur

Zum Konzert der klassischen Gayagūm-Spielerin Yujin Seong und Lesung aus dem Buch Der Yalu fließt von Mirok Li am 16.05.2019 um 20 Uhr im Artist Homes und am 17.05.2019 um 20 Uhr in Project Space KIMGO, laden wir Sie herzlich ein:

Veranstalter :
ARTIST HOMES
Hohenzollerndamm 120
14199 Berlin
www.artist-homes.com
www.facebook.com/artisthomes

Datum : Donnerstag 16. Mai 2019 / 20Uhr 

EINLADUNG Enthüllung einer Gedenktafel in Gräfelfing zu Ehren des Schriftstellers Mirok Li

Der koreanische Schriftsteller Mirok Li floh aufgrund seines politischen Engagements 1920 aus Korea und lebte bis 1950 in Gräfelfing im Exil. Nun soll eine Gedenktafel an diesen „Botschafter zwischen den Kulturen“ erinnern. Dafür setzen sich die Overseas Korean Cultural Heritage Foundation (OKCHF), die Gemeinde Gräfelding sowie der Mirok Li Gedächtnisverein ein.

Am Dienstag, 28. Mai 2019, soll die Tafel  am Beginn der Prof.-Kurt-Huber-Straße angebracht werden, da er mit Prof. Kurt Huber gut befreundet war. 

Anlässlich der Enthüllung der Gedenktafel zu Ehren Dr. Mirok Li am 28. Mai findet im Bürgerhaus Gräfelfing am 27. Mai von 17 bis 20 Uhr ein Empfang statt. 

In der Vorabendfeier wird  mit Unterstützung der Deutsch-Koreanischen Gesellschaft Bayern ein traditioneller koreanischer Tanz präsentiert. Außerdem werden Fotografien von Dr. Mirok Li ausgestellt und kleine Häppchen und Getränke zur Begrüßung angeboten. 

Filmvorführung und Gespräch in entspannter Atmosphäre!

In Anwesenheit des Filmkritikers Jan Küveler (WELT & WELT AM SONNTAG)

The Good, the Bad, the Weird (좋은 놈, 나쁜 놈, 이상한 놈)
(südkor. Western /2008/124 Min/OmeU)
Regie: Kim Jee-woon
Hauptdarsteller: Song Kang-ho, Lee Byung-hun, Jung Woo-sung
Die Mandschurei in den 1930er Jahren ist ein Land der Gesetzlosigkeit und der Revolverhelden. Das Schicksal führt drei unterschiedliche Ganoven auf der Suche nach einer mysteriösen Schatzkarte zusammen. Park Chang-yi (Lee Byung-hun), der Schlechte (The Bad), wird angeheuert, die Karte zu stehlen. Yoon Tae-goo (Song Kang-ho), der Seltsame (The Weird), kommt ihm zuvor, und Park Do-won (Jung Woo-sung), der Gute (The Good), beansprucht die Belohnung für den Schlechten.Als sie schließlich den Ort erreichen, an dem der Schatz vergraben sein soll, erkennt der Schlechte in dem Seltsamen jemanden, von dem der Gute glaubte, es sei der Schlechte.Eine ständige Jagd durch die mandschurische Wüste – großes Abenteuer! 
Filmkritik
„… herausgekommen ist ein feuriger, schriller, schneller und vor allem unterhaltsamer Western aus Fernost.“ (Kinozeit)  

Nach der Filmvorführung laden wir Sie zum Gespräch mit dem Filmkritiker Dr. Jan Küveler, Ressortleiter Feuilleton WELT und WELT AM SONNTAG, ein.

Wir würden uns freuen, wenn Sie dabei wären!  

Zeit: Donnerstag, 23. Mai 2019, 18.00 Uhr
Ort: Koreanisches Kulturzentrum
Kulturabteilung der Botschaft der Republik Korea       
– SPACE GODO –       
Leipziger Platz 3
10117 Berlin

Der Eintritt ist frei! Wir bitten um Anmeldung unter:

bit.ly/Filmkreis_im_Mai

International Composers Workshop des AsianArt Ensemble in Kooperation mit dem Isang Yun Haus

In diesem Workshop wird vermittelt, wie eine adäquate Schreibweise für die asiatischen Instrumente des AsianArt Ensembles aussehen könnte. Die Erfahrung hat gezeigt, dass die einfache Übertragung von Instrumentaltechniken der westlichen Instrumente auf die asiatischen selten zu befriedigenden Klangergebnissen führt. Erst die Beschäftigung mit der Musik aus den Ursprungsländern der Instrumente und deren angestammten Spielweisen lenkt das Denken über das Komponieren
für diesen neuen Klangkörper in die richtige Richtung.
Der Workshop soll genau das bewirken: die Instrumente mit ihrer Kultur als Einheit zu verstehen. Nach diesem ersten Schritt sind der Phantasie und Experimentierlust der Komponistinnen und Komponisten keine Grenzen gesetzt.

Folgende Instrumente werden vorgestellt: Sheng (chinesische Mundorgel), Daegeum (koreanische Bambusquerflöte), Koto (japanische Zither), Gayageum (koreanische Zither) und Janggu (koreanische Trommel).

Der zweiteilige Workshop wird aktive und passive Teilnehmer haben:

  1. Die aktiven Teilnehmer bekommen die Gelegenheit, ein Werk für das AsianArt Ensemble zu komponieren, das dann zum Abschluss des Workshop 2 im Isang Yun Haus in einer öffentlichen Generalprobe und am 11.8. in der Villa Elisabeth in Berlin-Mitte. Die Auswahl der 4-5 Komponistinnen und Komponisten erfolgt anhand der eingereichten Arbeitsproben und/oder Video- und Audiobeispielen.
  2. Passive Teilnehmer nehmen wie die aktiven Teilnehmer an den Workshops teil, haben aber nicht die Gelegenheit, ein Werk zur Aufführung bringen zu können.

Im Workshop 1 werden die asiatischen Instrumente des AsianArt Ensembles vorgestellt. Es wird vorrangig für die aktiven Teilnehmer die Gelegenheit geben, Ideen/Skizzen an Ort und Stelle auszuprobieren.
Im Workshop 2 wird es eine Diskussion über die entstandenen Partituren hinsichtlich der Spielbarkeit, Klanglichkeit und Schreibweise geben. Anschließend werden die Werke einstudiert und in zwei Konzerten zur Aufführung gebracht.
Passive Teilnehmer sind eingeladen, beim Workshop 2, Proben und den Konzerten als Zuhörer teilzunehmen.

Veranstaltungsorte:

Isang Yun Haus
Sakrower Kirchweg 47
14089 Berlin
(Workshops, Proben und Vorkonzert)

Villa Elisabeth
Inavalidenstr. 3, Berlin-Mitte
(Konzert)

Zeitlicher Ablauf:

Workshop 1: 16.-18. Juni 2019
Workshop 2 und Konzert: 8.-11. August 2019 (11.8. Konzert in der Villa Elisabeth)

Teilnahmebedingungen und Anmeldung:

Komponistinnen und Komponisten ohne Beschränkungen des Alters und Nationalität (aktive Teilnehmer) sowie alle interessierten Musiker und Musikwissenschaftler (passive Teilnehmer)
Anmeldung erfolgt per E-Mail.

Erforderliche Infos
Passive Teilnehmer: Name, Alter, fachliche Ausrichtung
Komponistinnen und Komponisten, die sich als aktive Teilnehmer
bewerben möchten: Name, Alter, künstlerischer Lebenslauf, Arbeits proben (Partituren, Links zu Audio- und/oder Videobeispielen)

Teilnahmegebühren:

  1. Aktive Teilnehmer: 400 €
  2. Passive Teilnehmer 100 €

Es besteht die Möglichkeit, eine Residenz (Zeitraum: 15.6. -15.8.2019) im Isang Yun Haus wahrzunehmen. Die monatlichen Kosten belaufen sich dabei auf 300 € in einem Doppelzimmer und 500 € bei einem Einzelzimmer. Bad und Küche können gemeinschaftlich genutzt werden. Verpflegung erfolgt auf eigene Kosten.

Kontakt:

AsianArt Ensemble GbR
info@asianart-ensemble.com
www.asianart-ensemble.com

Isang Yun Haus (Fragen zur Residency)
isangyun.haus.berlin@gmail.com
www.facebook.com/yunhaus/

AsianArt
Ensemble

Information in English and Korean:

Theodor Storms „Regentrude“ als zeitgenössisches Pansori

Es handelt sich um ein interessantes und reizvolles deutsch-koreanisches Crossover-Projekt, das seine Premiere im März 2018 anläßlich der Gründung des Goethe-Instituts Korea in Seoul vor 50 Jahren hatte. Zum 30 jährigen Bestehen der Außenstelle des Goethe-Institutes in Daejeon wurde sie im Oktober dort wiederholt. Theodor Storms „Regentrude“ wurde für eine zeitgenössische Pansori-Vorführung adaptiert. Die Produktion wird jetzt in Deutschland gezeigt.
Die Teilnehmer des Deutsch-Koreanischen Forums 2018 waren bei der Premiere des Stückes in Daejeon anwesend. Zu dem Anlaß sprachen u.a. auch Bundeskanzler a.D. Gerhard Schröder und der Ko-Vorsitzende des Deutsch-Koreanischen Forums, MdB und PStS. a.D. Hartmut Koschyk, die in ihren Reden vor allem  die Bedeutung der kulturellen Zusammenarbeit und des Austausches für die Pflege und den Ausbau der traditionell guten deutsch-koreanischen Beziehungen unterstrichen. 

Aufführungen finden am 13. April in Berlin und am 16. April in Köln statt.
https://kulturkorea.org/de/veranstaltungen/pansori-die-regentrude

Das Dritte Land – Vorträge und eine Podiumsdiskussion über Kunst und Politik, Garten und Utopie

Wann: den 4. April (Donnerstag), 2019, um 19 Uhr
Wo: Koreanisches Kulturzentrum, Leipziger Platz 3, 10117 Berlin 


Der Künstlergarten als Ort für politische Betrachtungen: DAS DRITTE LAND ist ein Garten, entworfen von den koreanischen Künstlern Han Seok Hyun und Kim Seung Hwoe, der deutsche Geschichte und koreanische Gegenwart spiegelt. Zum 30. Jubiläum des Berliner Mauerfalls (1989 – 2019) werden auf dem grünen Rondell am Kulturforum Berlin Pflanzen aus Süd- und Nordkorea gemeinsam wachsen.

Noch bevor der Frühling in Berlin Einzug hält und mit der Gartenarbeit begonnen werden kann, widmen wir DEM DRITTEN LAND einen Themenabend im Koreanischen Kulturzentrum.

Vorträge und eine Podiumsdiskussion sollen DAS DRITTE LAND, seine Wurzeln aus der Perspektive der koreanischen Gartenkunst und Landschaftsmalerei sowie seinen künstlerischen Prozess aus dem Blickwinkel der momentanen politischen Beziehungen beleuchten. Die Kuratorin Keumhwa Kim und der Künstler Han Seok Hyun werden eine Einführung in DAS DRITTE LAND und die dazugehörige, momentan laufende Crowdfunding-Kampagne präsentieren.

Im Anschluss werden botanische Cocktails gereicht.

Kommt vorbei, diskutiert und träumt mit uns!

Programm
am 4. April 2019
19:00 Uhr
Grußwort

DAS DRITTE LAND – Wachsende Träume, Blühende Utopien
Projektvorstellung

Keumhwa Kim, Kuratorin (Keum Art Projects)
Han Seok Hyun, Künstler
       
Die Ästhetik des Koreanischen Landschaftsgartens und die „Wahre Landschaft“ von Jeong Seon (1676 – 1759)
Prof. Dr. Jeong-Hee Lee-Kalisch
Leiterin für Ostasiatische Kunstgeschichte, Kunsthistorisches Institut der Freien Universität Berlin

Friedensprozess und Annäherung – Innerkoreanische Beziehungen
 gestern und heute 

Prof. Dr. Eun-Jeung Lee
Institutsleiterin Koreastudien, Freie Universität Berlin

20:00 Uhr
Podiumsdiskussion: Über Kunst und Politik, Garten und Utopie
moderiert von Beate Scheder, freie Journalistin, u.a. taz
mit Prof. Dr. Lee-Kalisch, Prof. Dr. Lee, Pfarrer Hannes Langbein (Kulturstiftung St. Matthäus), Keumhwa Kim, Han Seok Hyun
 
20:30 Uhr
Empfang mit Botanical Cocktails
mit freundlicher Unterstützung durch Gourmet Spirits Gin
www.gourmetspiritsberlin.de 


+++ freier Eintritt, Getränke auf Spendenbasis +++

Regionalverband Baden-Württemberg – Neujahrstreffen in Stuttgart am 16. Februar 2019

Der Regionalverband Baden-Württemberg der Deutsch-Koreanischen Gesellschaft hielt die diesjährige Mitgliederversammlung am 16. Februar 2019 ab. Begangen wurde das neue Jahr diesmal nach dem Mondkalender; wie vor einem Jahr anlässlich der Gründung des Verbands, kam man im Paul-Heim-Saal des Gemeindehauses der Friedenskirche Stuttgart zusammen, um nun auf die Entwicklungen der vergangenen Monate zurückzublicken. Gemeinsam will man außerdem neue Ideen für die Zukunft besprechen.

Vorsitzender Dr. Byong-Hak Kim schaut auf ein Jahr voller eindrucksvoller Begegnungen zurück: Im Bundesverband fanden u.a. Botschaftergespräche statt, wurde der Austausch mit der Deutsch-Koreanischen Parlamentariergruppe angegangen und im Rahmen des Deutsch-Koreanischen Forums in Daejeon neue Impulse an die Politik weitergegeben. Nach der Gründung im Februar 2018 nahm auch DKG-BW seine Rolle ernst, Begegnungen zu ermöglichen. Die Mitglieder organisierten anlässlich der Fußball-Weltmeisterschaft 2018 ein Public Viewing zu dem Spiel Deutschland gegen Korea, das von den Stuttgartern gut angenommen wurde (wenngleich nicht alle den Verlauf des Spiels mit der gleichen Euphorie verfolgten). Ein zweites Projekt widmete sich der Musikszene; zusammen mit dem koreanischen Krankenschwestern- und koreanisch-deutschen Kulturverein in Baden-Württemberg lud DKG-BW im Dezember zum koreanischen Chorabend unter Leitung von Neumitglied und Vollblutmusiker Herrn Seong-Ho Shin ein.

Auch in Zukunft wird DKG-BW sich dafür einsetzen, unterschiedlichste Facetten der deutsch-koreanischen Beziehungen in der Gesellschaft zu vertreten, angefangen bei ㄱ wie 경제, bis hin zu ㅎ wie 현대 문학. Zum Abschluss kam das Ideenfeuer am runden Tisch zunächst mit einem ㄸ wie 떡국, der koreanischen Neujahrssuppe, denn mit gefülltem Magen denkt es sich naturgemäß besser. Schon bald will man einen Mitgliederworkshop veranstalten um sich noch besser kennenzulernen und den internen Austausch zu fördern, denn noch im Laufe des Abends wurde DGK-BW um einige willige Architekten bereichert, die sich nach den Formularen zum sofortigen Beitritt erkundigten.

Text: Isabella Jukas
Fotos: Ju Kyung Park