Newsletter Sommer 2019 der Deutsch-Koreanischen Gesellschaft Hamburg e.V.

Liebe Freunde, Interessierte und Mitglieder der Deutsch-Koreanischen Gesellschaft Hamburg e.V.,
wir senden Ihnen unsere Programmpunkte für den Sommer 2019.

  • 7.6.2019 | Open-Air-Performance von traditionellem koreanischen Bauerntrommeltanz | Musikpavillon, Planten un Blomen
  • 22.6.2019 | World Music Festival – Ferne aus der Nähe betrachtet – Ein Fest für die Ohren | Hochschule für Musik und Theater Hamburg
  • 29.6.2019 | 81. Deutsch-Koreanischer Stammtisch | Hanmi Restaurant
  • 4.7.2019 | Lesung und Gespräch mit Park Hyoung-Su | MARKK (Museum am Rothenbaum)
  • 20.7.-2.8.2019 | Besuch des Jugendaustausches zwischen dem Haus der Jugend Steilshoop und Cheongju
  • 16.8.2019 | Vortrag „Die Entstehung eines Deutsch-Koreanischen Rechtswörterbuches“ mit RA Martin Bernhardt
  • 18.8.2019 | 10.Tandem-Café | Kaffee Aramo Roasters
  • 24.8.2019 | DKGH-Beteiligung beim Sport- und Grillfest im Stadtpark

Ihr Shin-Gyu Kang
Präsident der Deutsch-Koreanischen Gesellschaft Hamburg e.V.

Lesung und Autorengespräch mit Park Hyoung-su – „Nana im Morgengrauen“ (Roman, 2018)

Der schüchterne Student Leo will sich nach seinem Studium auf eine Reise um die Welt begeben, bleibt jedoch in Bangkok im Prostituiertenbezirk Nana hängen. Durch eine Verkettung von Zufällen trifft er dort an einem Imbissstand auf eine Frau, die ihn augenblicklich in ihren Bann zieht. 
Fasziniert und abgestoßen zugleich von seiner Ahnung, dass es sich bei dieser unbekannten Schönen um eine Prostituierte handeln könnte, spricht er sie an. Wenige Tage später sucht er Ploy, so der Name der Frau, in ihrer Wohnung in Nana auf. Zusammen mit drei anderen Prostituierten lebt sie in der völlig heruntergekommenen Mietwohnung eines schäbigen Hauses, das einen bunten, stinkenden Haufen von verarmten, verzweifelten und verwirrten Menschen beherbergt. Der sensible, ja geradezu ängstliche Leo ist abgestoßen von der erbärmlichen Unterseite der Neonglitzerwelt Bangkoks, die von Stumpfheit, Drogen, Not und Gewalt geprägt ist. 
Park Hyoung-su, geboren 1972, gilt als der aufstrebende Stern unter den koreanischen Autoren. Nach seinem Studium trat er eine Professur für Kreatives Schreiben an der Korea University in Seoul an. Er veröffentlichte bisher zwei Bände mit Kurzgeschichten, für die er mit dem Daesan Literary Award ausgezeichnet wurde, und den vorliegenden Roman. Sein Stil, der mit innovativen Metaphern und dosiert eingesetzten Elementen eines magischen Realismus arbeitet, hat ihm unter Kritikern hohe Anerkennung eingebracht.


Podium in Berlin:

– Park Hyoung-su (Autor)
– Moderation: Barbara Wahlster
– Sprecher: Matthias Scherwenikas
– Dolmetscherin: Irene Maier


Zeit: Mi, 03. Juli 2019, 19:00 Uhr 
Ort: Literaturhaus Berlin (Kaminzimmer), Fasanenstraße 23, 10719 Berlin

Der Eintritt ist frei!
Anmeldung erforderlich

Podium in Hamburg:

– Park Hyoung-su (Autor)
– Moderation: Prof. Jörn Düwel
– Sprecher: Christian Sabisch
– Dolmetscherin: Dr. Myong-Sook Park 


Zeit: 
Do, 04. Juli 2019, 18:00 Uhr
Ort: Museum am Rothenbaum (MARKK), Rothenbaumchaussee 64, 20148 Hamburg

Der Eintritt ist frei! 
Anmeldung erforderlich 


* In den Ausstellungsräumlichkeiten des MARKK ist derzeit zudem die Sonderausstellung „Uri Korea“ zu sehen.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Koreanisches Kulturzentrum
Tobias Liefert
Leipziger Platz 3
10117 Berlin
Deutschland

+49 30 269 52-0
mail@kulturkorea.org
www.kulturkorea.org

JinJu Samcheonpo Nongak – Bauernmusik Performance mit Koreas Nationalem Immateriellen Kulturgut Nr. 11-1


Hamburg
7. Juni 2019 um 18.00 Uhr

Planten un Blomen (Musikpavillon), 20355 Hamburg

Berlin
9. Juni 2019 ab 12.30 Uhr

Berlin, Karneval der Kulturen, ab Yorckstraße/Großbeerenstraße, 10965 Berlin

Mit dem Nationalen Immateriellen Kulturgut Nr. 11-1 namens JinJu Samcheonpo Nongak – Bauernmusik in der repräsentativen Form der Region Yeongnam, die vor allem im Westen der Provinz Süd-Gyeongsang überliefert wurde – ist am 29. Juni 1966 erstmalig ein Werk der Bauernmusik zu einem immateriellen Kulturgut erklärt worden. Danach erfolgte die Auswahl diverser weiterer Werke der Bauernmusik, die ebenfalls zum Immateriellen Kulturgut Nr. 11-1 hinzugefügt und bis heute überliefert wurden.

Performance mit dem Jinju Samcheonpo Nongak Bauernmusik-Ensemble

Bei dieser Form der Bauernmusik Nongak tragen Mitglieder der aufführenden Gruppe eine Art militärischen Hut mit einer runden Krone und einer Hutkrempe, an dem ein Papierband oder eine Quaste befestigt ist, und vollziehen verschiedene Bewegungen mit dem Kopf. Dies ist ein unterscheidendes Merkmal zur Bauernmusik anderer Regionen, und daraus haben sich individuelle Darbietungen der einzelnen Mitwirkenden herausgebildet. Beim Pangut (Form der Bauernmusik, die in einer Aufführung ländliche Volksmusik, Tänze und Riten vereint; ein Oberbegriff für die JinJu Samcheonpo Nongak) sind die hervorstechenden Merkmale der Chaesangmo (Hut mit einem langen Band) und das Bupo-Nori (Spiel mit einer Federquaste). Ein weiteres Charakteristikum der Musik sind die Kampfformationen, die von militärischen Spielen übernommen wurden, und die aus der Kampfkunst stammenden Bewegungen der Spieler der kleinen Trommeln Sogo.

Wie bereits eben erwähnt, besteht die musikalische Besonderheit dieser Musik in ihrer Beeinflussung durch die Militärmusik. Die Melodien der kleinen Gongs (Soe) sind sehr schnell, und die Spieler der Handtrommeln (Beokgu) vollziehen Bewegungen, die an ein Auf-den-Boden-Werfen erinnern, oder spielen mit ihrem Hut. Dabei handelt es sich um Beispiele aus der Kampfkunst. Weitere Charakteristika sind das Spiel, das an die schnellen Schritte von Truppenformationen erinnert, und der lebhafte und energische Charakter der Musik.   

In früheren Zeiten wurde diese Form der Bauernmusik „12 Cha Nongak” genannt, da sie aus zwölf Stücken bestand. Noch heute hat sie dieselbe Anzahl von Stücken.

Zu den Grundzügen der Musik, die sich auf den Einfluss von Militärmusik zurückführen lassen, gehören die Kleidung der Gruppenmitglieder, das Blasen eines Horns während des Auftritts, die Bewegungen in fünf Richtungen, der Marsch und das sogenannte Ho-Ho-Gut. Alle zwölf Stücke enthalten Benennungen und Züge der Militärmusik.

Zu den heute aktiven „Menschlichen Kulturgütern“ (Künstler, die eine besondere Kunstform pflegen, die vom Aussterben bedroht ist, und von der koreanischen Regierung mit diesem Titel ausgezeichnet wurden) gehören Park Yeom, der die Janggu spielt, und Kim Seon Ok, der führende Spieler des kleinen Gongs (Sangsoe). Die beiden Künstler sind in viele Aktivitäten in den Zweigabteilungen involviert, die angefangen mit Seoul und Busan über das gesamte Land verteilt sind. Darüber hinaus widmen sie sich der Ausbildung des Nachwuchses und geben Konzerte im In- und Ausland.

Weitere Informationen zur Veranstaltung mit JinJu Samcheonpo Nongak finden sie auf unserer Webseite.

Koreanisches Kulturzentrum
Kulturabteilung der Botschaft der Republik Korea
Leipziger Platz 3
10117 Berlin
Deutschland

+49 30 269 52-0
mail@kulturkorea.org
www.kulturkorea.org

Regionalverband NORD – 2. Stammtisch am 14. April 2019 in Hannover

Der Regionalverband NORD der Deutsch-Koreanischen-Gesellschaft hatte am 14. April 2019 zu seinem 2. Stammtisch in Hannover eingeladen.
Alle Mitglieder und Gäste, die dabei waren, denken an eine interessante und besonders schöne Veranstaltung zurück.

Die Vorträge und Diskussionen von Herrn Siebert von der Messe AG Hannover, von Generalkonsul SHIN, Sung-Chul aus Hamburg, von Frau Oki Twachtmann und Dr. Salzmann haben uns interessante Einblicke in die aktuelle sicherheitspolitische Lage auf der koreanischen Halbinsel, in bilaterale wirtschaftliche Kontakte und die Lebenserfahrungen einer koreanischen Krankenschwester in Deutschland gegeben. Begleitet wurden die Vorträge von Gesangsbeiträgen des koreanischen Chores aus Hannover, der uns in traditioneller koreanischer Tracht, im Hanbok, mit seinen schönen Liedern erfreute.

Allen Beteiligten möchte ich noch einmal an dieser Stelle für ihr Engagement herzlich danken, allen voran Herrn Dr. Salzmann, ohne dessen Einsatz für das Gelingen des 2. Stammtisches diese Veranstaltung so nicht möglich gewesen wäre.
Zum Abschluss führte uns Dr. Salzmann durch die Herrenhäuser Gärten und erläuterte uns die Geschichte und Struktur dieser schönen Anlage im Stadtgebiet der Landeshauptstadt Hannover.

Der 3. Stammtisch wird voraussichtlich am 19. Oktober in Bremen stattfinden.

Bericht von: Bernd Giebner (Vizepräsident der DKG und Vorsitzender Regionalverband NORD)


Fotos von: Michael Schubert

Einladung zu einem Abend mit koreanischer Musik & Literatur

Zum Konzert der klassischen Gayagūm-Spielerin Yujin Seong und Lesung aus dem Buch Der Yalu fließt von Mirok Li am 16.05.2019 um 20 Uhr im Artist Homes und am 17.05.2019 um 20 Uhr in Project Space KIMGO, laden wir Sie herzlich ein:

Veranstalter :
ARTIST HOMES
Hohenzollerndamm 120
14199 Berlin
www.artist-homes.com
www.facebook.com/artisthomes

Datum : Donnerstag 16. Mai 2019 / 20Uhr 

EINLADUNG Enthüllung einer Gedenktafel in Gräfelfing zu Ehren des Schriftstellers Mirok Li

Der koreanische Schriftsteller Mirok Li floh aufgrund seines politischen Engagements 1920 aus Korea und lebte bis 1950 in Gräfelfing im Exil. Nun soll eine Gedenktafel an diesen „Botschafter zwischen den Kulturen“ erinnern. Dafür setzen sich die Overseas Korean Cultural Heritage Foundation (OKCHF), die Gemeinde Gräfelding sowie der Mirok Li Gedächtnisverein ein.

Am Dienstag, 28. Mai 2019, soll die Tafel  am Beginn der Prof.-Kurt-Huber-Straße angebracht werden, da er mit Prof. Kurt Huber gut befreundet war. 

Anlässlich der Enthüllung der Gedenktafel zu Ehren Dr. Mirok Li am 28. Mai findet im Bürgerhaus Gräfelfing am 27. Mai von 17 bis 20 Uhr ein Empfang statt. 

In der Vorabendfeier wird  mit Unterstützung der Deutsch-Koreanischen Gesellschaft Bayern ein traditioneller koreanischer Tanz präsentiert. Außerdem werden Fotografien von Dr. Mirok Li ausgestellt und kleine Häppchen und Getränke zur Begrüßung angeboten. 

Filmvorführung und Gespräch in entspannter Atmosphäre!

In Anwesenheit des Filmkritikers Jan Küveler (WELT & WELT AM SONNTAG)

The Good, the Bad, the Weird (좋은 놈, 나쁜 놈, 이상한 놈)
(südkor. Western /2008/124 Min/OmeU)
Regie: Kim Jee-woon
Hauptdarsteller: Song Kang-ho, Lee Byung-hun, Jung Woo-sung
Die Mandschurei in den 1930er Jahren ist ein Land der Gesetzlosigkeit und der Revolverhelden. Das Schicksal führt drei unterschiedliche Ganoven auf der Suche nach einer mysteriösen Schatzkarte zusammen. Park Chang-yi (Lee Byung-hun), der Schlechte (The Bad), wird angeheuert, die Karte zu stehlen. Yoon Tae-goo (Song Kang-ho), der Seltsame (The Weird), kommt ihm zuvor, und Park Do-won (Jung Woo-sung), der Gute (The Good), beansprucht die Belohnung für den Schlechten.Als sie schließlich den Ort erreichen, an dem der Schatz vergraben sein soll, erkennt der Schlechte in dem Seltsamen jemanden, von dem der Gute glaubte, es sei der Schlechte.Eine ständige Jagd durch die mandschurische Wüste – großes Abenteuer! 
Filmkritik
„… herausgekommen ist ein feuriger, schriller, schneller und vor allem unterhaltsamer Western aus Fernost.“ (Kinozeit)  

Nach der Filmvorführung laden wir Sie zum Gespräch mit dem Filmkritiker Dr. Jan Küveler, Ressortleiter Feuilleton WELT und WELT AM SONNTAG, ein.

Wir würden uns freuen, wenn Sie dabei wären!  

Zeit: Donnerstag, 23. Mai 2019, 18.00 Uhr
Ort: Koreanisches Kulturzentrum
Kulturabteilung der Botschaft der Republik Korea       
– SPACE GODO –       
Leipziger Platz 3
10117 Berlin

Der Eintritt ist frei! Wir bitten um Anmeldung unter:

bit.ly/Filmkreis_im_Mai

Studientagung der DOAM – Militarisierung in Ostasien, Kreativer Widerstand für den Frieden

Termin:  24.-26. Mai 2019
Ort:       Hohenwart bei Pforzheim
Veranstalter:  Evang. Akademie Baden, EMS, BMW, DOAM

In Ostasien rumort es:
Die Regierung in Japan versucht ihre Friedensverfassung zu ändern, China dehnt seinen Einflussbereich aus und die USA bauen neue Militärbasen. Gleichzeitig beobachten wir Signale der Entspannung auf der koreanischen Halbinsel.

Was sind die Hintergründe der zunehmenden Militarisierung in Ostasien, welche Zahlen und Fakten gibt es? Und wie stehen beide Entwicklungen zueinander?

Die Erörterung dieser Fragen steht bei der Tagung im Mittelpunkt. Inspirieren lassen wir uns daneben auch von der Lebendigkeit, der Kreativität und der Kraft des Widerstands für den Frieden, die uns in Ostasien begegnen.

Menschen aus Korea, Japan und auch aus dem ehemals geteilten Deutschland lassen teilhaben an ihren Erfahrungen. Gemeinsam werden wir nach Wegen suchen, uns wechselseitig in unserem Engagement für Frieden und Veränderung zu stärken.

Aus Korea wird bei uns sein:
Pfr. Dr. PARK Sung-Koo, Ökumenereferent der Presbyterian Church in the Republic of Korea (PROK) der auch über den Friedensprozess auf der Koreanischen Halbinsel spricht.

Aus Japan:
Frau TAKAZATO Suzuyo, von der Insel Okinawa, wo ein Großteil der US-Amerikanischen Truppen in Japan stationiert ist.  Gründerin der Organisation „Okinawa Women against Military Violence“

Das Programm der Tagung finden Sie unter:

https://doam.org/images/projekte/konferenzen/studtag2019_flyer_pforzheim1.pdf

Direkt anmelden können Sie sich bei der Evangelischen Akademie Baden unter:

https://www.ev-akademie-baden.de/html/veranst/formular.html?&m=7041&tid=223904

Viele aktuelle Meldungen, sowohl zum Friedensprozess auf der koreanischen Halbinsel, wie auch zum Widerstand in Okinawa finden sich auf der Homepage der DOAM www.DOAM.org wie auch auf deren Facebookseite.

Deutsche Ostasienmission

www.DOAM.org

EMS  Evangelische Mission in Solidarität

https://ems-online.org/mission-in-solidaritaet/