Korea Verband – Ausstellungsprogramm

Liebe Mitglieder, liebe Freundinnen und Freunde des Korea Verbands,

im Rahmen unserer Ausstellung laden wir zu zwei weiteren Veranstaltungen ein, die verschiedene Themenschwerpunkte vertiefen. Zum einen zeigen wir mit „Shusenjo“ einen Dokumentarfilm, dem es gelingt, die Positionen der ultrakonservativen Kräfte in Japan zu beleuchten, die sich dem Kampf der „Trostfrauen“ für ihre Würde mit besonderer Vehemenz entgegenstellen. Zum anderen wird Yuri Doolan, ein Experte für die Geschichte und die Situation der Frauen in den südkoreanischen Camptowns, für einen Vortrag nach Berlin kommen.

Abschließend weisen wir noch gerne auf ein Konzert anlässlich des 100. Jahrestages des 1. März-Aufstandes für die Unabhängigkeit Koreas hin. In der St. Elisabeth-Kirche wird MARSYAS erklingen, das längste Schlagzeugsolo der Welt. Ein Benefizkonzert zugunsten der Errichtung einer Friedensstatue in Berlin. Eine Sinfonie für Schlagzeug und Percussion, komponiert von Cord Meijering.

Wir freuen uns auf Euer Kommen!

 

Filmvorführung mit anschließender Diskussion

Shusenjo

Die Frage der „Trostfrauen“ ist wahrscheinlich Japans umstrittenstes diplomatisches Dilemma der Gegenwart. Innerhalb Japans spaltet das Thema das Land entlang klarer ideologische Linien. Befürworter und Kritiker von „Trostfrauen“ geraten in einen unerbittlichen Streit um empirische Beweise, die Gültigkeit mündlicher Aussagen, die Anzahl der Opfer, die Bedeutung der sexuellen Sklaverei und die Definition von Zwangsrekrutierung. Es geht um Glaubwürdigkeit, Legitimität und den Einfluss auf die historische Narrative. Der Film „Shusenjo“ vertieft sich in die Debatten und deckt die wahren Absichten der Befürworter und der Gegner in der „Trostfrauen“-Frage auf.

Ort: Korea Verband, Quitzowstraße 103, 10551 Berlin
Datum: 28. September, Filmbeginn 16 Uhr, Einlass ab 14 Uhr
Film: 120 min. mit koreanischen und englischen Untertiteln; anschließend Kurzvorträge und Diskussion

Weitere Informationen auf unserer Website und auf Facebook:
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Vortrag von Yuri Doolan

Camptown Women, Children and Adoption

Prof. Dr. Yuri Doolan wird am 13. Oktober im Korea Verband einen englischsprachigen Vortrag zu den Camptown Frauen und ihren Kindern halten. Koreanische Frauen haben seit einigen Jahrzehnten den Amerikanern nicht nur mit sexueller Arbeit in den Camptowns, sondern auch mit ihrer reproduktiven Arbeit gedient. Seit Mitte der 1950er, als den Amerikanern eine ansteigende Zahl von ethnisch gemischten Kindern in den Camptowns auffiel, wurden diese durch amerikanische Organisationen aus Korea fortgebracht und an amerikanische Familien zur Adoption vermittelt. Jedoch waren viele dieser Kinder faktisch gar keine Waisen, sondern lebten mit ihren koreanischen Müttern in den Siedlungen, die um die Camptowns der US Militär Basen entstanden waren.

Ort: Korea Verband, Quitzowstraße 103, 10551 Berlin
Zeit: 13. Oktober 2019 um 14 Uhr
Sprache: Vortrag in englischer Sprache, die Diskussion kann auf Wunsch ins Deutsche oder Koreanische übersetzt werden
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Konzert zum 100. Jahrestag des
1. März-Aufstands in Korea

In der St. Elisabeth-Kirche erklingt MARSYAS, das längste Schlagzeugsolo der Welt, das Cord Meijering anlässlich des 100. Jahrestages des 1. März-Aufstands in Korea komponiert hat. Im 3. Satz rezitiert die Schlagzeugerin den gesamten Text der Proklamation von 1919 in alt-koreanischer Sprache, während sie weiterspielt. Ein anderthalbstündiges Konzert im Rahmen des Residence Musician Programm im Isang Yun Haus Berlin, zugunsten der Errichtung einer Friedensstatue in Berlin.

Ort: St. Elisabeth-Kirche, Invalidenstraße 3, 10115 Berlin
Datum: 10. Oktober 2019 um 19 Uhr.
 
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Besucht unsere Ausstellung im Korea Verband!

Wir möchten zum Schluss noch ein paar Eindrücke von unserer Ausstellung nachreichen, sie war ein voller Erfolg! Es gab zahlreiche Besucher, tolle Performances und schöne Grußworte. Noch einmal vielen herzlichen Dank an alle Gäste, Künstler und Redner für diesen unvergesslichen Abend!

Öffnungszeiten:
Unser Museumsprojekt kann neben den obengenannten Veranstaltungen unter der Woche an folgenden Tagen besucht werden. Wir freuen uns auf Euren Besuch!

Dienstag, 14 – 18 Uhr
Mittwoch, 14 – 20 Uhr
Freitag, 14 – 18 Uhr

Der Webstuhl-Performance von Yoonji Kim wurde gebannt gelauscht. Besucherinnen lassen sich mit Yong-I fotografieren. Fotos von Jiye Lee.
Das Künstlerpaar und Herr Direktor Shin-Gon An vom House of Sharing. Fotos von Jiye Lee.
 

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Quitzowstraße 103
10551 Berlin
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MuEon DaEon – Museumsprojekt zu sexualisierter Gewalt eröffnet in Berlin


Berlin ist ein Ort des Gedenkens und des Aktivismus. Seine Geschichte verpflichtet es einfach dazu. Der Korea Verband setzte sich mit der AG „Trostfrauen“, die aus internationalen Organisationen, Initiativen und Einzelpersonen besteht, bereits seit Jahrzehnten für die sogenannten „Trostfrauen“ und gegen sexuelle Gewalt in Konflikten wie auch in Friedenszeiten ein. Nun startet der Korea Verband hierzu das Museumsprojekt „MuEon DaEon | Sprachlos Vielstimmig“ mit der Dauerausstellung „Die ‚Trostfrauen‘ und der gemeinsame Kampf gegen sexualisierte Gewalt“. Es setzt sich mit sexualisierter Gewalt dokumentarisch und künstlerisch auseinander. Damit wird der Grundstein für das erste Museum zu diesem Thema in Berlin und Deutschland gelegt.

Kontinuierlich durch Veranstaltungen ergänzt, wird es sich auch als Dokumentations- und Recherchezentrum verstehen, das eng mit Bildungseinrichtungen, der Forschung, Vereinen und Nichtregierungsorganisationen in Moabit, in Berlin, bundesweit und international zum Thema der sexualisierten Gewalt zusammenarbeiten wird.

Dokumentation und Aufarbeitung von Menschenrechtsverletzungen an Frauen

Die Dauerausstellung dokumentiert die Kontinuität sexualisierter Gewalt als global immer wiederkehrende Form der Gewalt. Sie thematisiert die Geschichte der „Trostfrauen“, der sexuellen Sklaverei durch das japanische Militär im Zweiten Weltkrieg, die Wehrmachts- und KZ-Bordelle des NS-Regimes, sowie die Vergewaltigungen von deutschen Frauen durch Soldaten der Alliierten. In diesem Fall existiert noch eine große Leerstelle in der Geschichtsaufarbeitung Deutschlands.

Der größte Teil der Ausstellung zu den „Trostfrauen“ ist in Kooperation mit dem House of Sharing in Südkorea entstanden. Das Wohn- und Museumsprojekt kümmert sich seit mehr als 20 Jahren um ehemalige „Trostfrauen“. Es verbleiben viele Erinnerungen an Freude, Wut und Trauer, die sie täglich erlebten. Mit der Ausstellung „Das Ende des Tunnels“ möchte das House of Sharing der Öffentlichkeit zeigen, dass die Frauen nicht bloß Überlebende der Sexsklaverei durch das japanische Militär sind, sondern auch ganz gewöhnliche Menschen.

Am Beispiel Südkoreas wird auch veranschaulicht, wie Gewalterfahrungen und das Trauma des kolonialen Erbes weitergereicht werden: Vergewaltigungen durch südkoreanische Soldaten im Vietnamkrieg und organisierte Prostitution für US-Soldaten in Militärstützpunkten in Südkorea. Die Dichotomie zwischen Täter- und Opfernation wird hier gebrochen.

Aktivismus und Selbstorganisation von Frauen weltweit

Schließlich werden Wege der Verarbeitung am Beispiel der Ezidinnen nach dem Völkermord von 2014, der Arbeit von medica mondiale, des Schmetterlingsfonds der „Trostfrauenbewegung“ und unserer Aktivitäten vor Ort dargestellt. Damit sollen Handlungsmöglichkeiten aufgezeigt und der Bogen zu unserem Alltag gespannt werden. Zusätzlich zu den dokumentarischen Darstellungen werden auch Kunstwerke wie die „Friedensstatue auf Reisen“ und die „Vietnam Pieta“ von dem bekannten Künstlerpaar Kim Seo-Kyung und Kim Eun-Sung ausgestellt.

Im Prozess der Vorbereitung der Ausstellung entstanden wertvolle Kooperationen mit wichtigen NGOs wie dem House of Sharing, dem Korean Council for the Women Drafted for Military Sexual Slavery by Japan und dem Sunlit Sisters’ Center aus Korea, sowie medica mondiale und Ezidischer Frauenrat in Deutschland. Ihre wertvollen Beiträge werden in Form eines Ausstellungskatalogs veröffentlicht.

Veranstaltungen im Rahmen der Ausstellung

Do. 12.09.2019, 18 Uhr
Eröffnungsfeier

Sa. 28.09.2019, 16 Uhr
Filmvorführung: Shusenjo – 주전장
The Main Battleground of the Comfort Women Issue
USA 2019 / 120’ / Dokumentarfilm / REGIE Miki Dezaki  
Ut: Eng & Kor / Nach dem Film gibt es eine Diskussionsrunde auf Deutsch

So. 13.10.2019, 14 Uhr
Vortrag in englischer Sprache
Vortrag und Diskussion: Camptown women, children and adoption
Prof. Yuri Doolan, Brandeis University

Öffnungszeiten der Ausstellung:
Dienstag, 14 – 18 Uhr
Mittwoch, 14 – 20 Uhr
Freitag, 14 – 18 Uhr
und nach Vereinbarung

Ausstellungsort

Korea Verband
Quitzowstraße 103
10551 Berlin

Tel: +49-(0)30–3980 5984
Mail: mail@koreaverband.de

Weitere Information:
www.koreaverband.de
www.mueondaeon.net


Filmkreis im September

Filmkreis im September

Filmvorführung und Gespräch in entspannter Atmosphäre!
– Jeden letzten Donnerstag im Monat –
In Anwesenheit der Filmkritikerin Anke Sterneborg (rbbKultur)

„Barking Dogs Never Bite“  (플란다스의 개) (Komödie, 2000/106 Min/OmeU)

Regisseur: Bong Joon-ho
Hauptdarsteller*in: Lee Sung-jae, Bae Doona 

Barking Dogs Never Bite erzählt die Geschichte von dem arbeitslosen Professor Yun-ju (Lee Sung-jae), der sich vom Bellen der Hunde in seinem Apartmentkomplex derart gestört fühlt, dass er anfängt, diese zu entführen. Hyeon Nam (Bae Doona), die in einem Nachbarschaftsbüro arbeitet, wird Zeugin, wie die Hunde nacheinander verschwinden und beschließt, der Sache nachzugehen. Durch einige unerwartete Ereignisse werden die beiden anfänglichen Gegenspieler im Laufe des Films zu Freunden. Neben vielen Kuriositäten, die die Handlung bereichern, gibt es auch einige sozialkritische Anspielungen…

„Clevere, leichtfüßige und enorm unterhaltsame schwarze Komödie mit einigen sozialen Anliegen. Rückblickend ein erster Vorgeschmack, warum Bong Joon-ho zurzeit zu den faszinierendsten Regisseuren des Weltkinos gehört.“ (bereitsgesehen de)

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Nach der Filmvorführung laden wir Sie zum Gespräch mit der Filmkritikerin Anke Sterneborg ein.
Wir sprechen über Plot, Machart, Schauspieler*innen und über alles, was uns sonst noch interessiert.

Unter den Diskussionsteilnehmer*innen verlosen wir zwei Kinogutscheine!

Über Ihre Teilnahme würden wir uns freuen!



Zeit: Donnerstag, 26. September 2019, 18.00 Uhr
Ort:  Koreanisches Kulturzentrum
        Kulturabteilung der Botschaft der Republik Korea
        – SPACE GODO –
        Leipziger Platz 3
        10117 Berlin


Der Eintritt ist kostenlos!

Wir bitten um Anmeldung

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DKG NORD – 3. Stammtisch am 12. Oktober 2019 in Bremen

Der Regionalverband NORD der Deutsch-Koreanischen-Gesellschaft lädt zu seinem 3. Stammtisch am 12. Oktober 2019 in Bremen herzlich ein. Der Vorstand des Regionalverbandes Nord hat wieder ein abwechslungsreiches Programm für Mitglieder und Gäste vorbereitet.

12.15 – 13.00 Uhr: Private Führung durch das Bremer Rathaus (Treffpunkt ca. 12.00 Uhr am Haupteingang des Rathauses!)

13.00 – 13.30 Uhr: „Schneller Imbiss“ in der Markthalle 8 (Domshof 8-12) (Nur wer etwas essen möchte!)

bis 13.45 Uhr: Eintreffen im Überseemuseum in Bremen, Bahnhofsplatz 13 in 28195 Bremen

3.45 – 14.00 Uhr: Begrüßung und Aktuelles zur Deutsch-Koreanischen Gesellschaft

14.00 – 15.00 Uhr: Lagebericht zur sicherheitspolitischen Situation auf der koreanischen Halbinsel und Auftrag der Streitkräfte der Republik Korea (Vortrag mit Diskussion) (Bernd Giebner, Vorsitzender des Regionalverbandes NORD und Oberstleutnant i.G. JEON, Segye, koreanischer Militärattaché an der Botschaft der Republik Korea, Berlin)

15.00 – 15.15 Uhr: Pause ( Kaffee, Tee, Wasser, Kekse!)

15.15 – 16.15 Uhr: Film zum Wiederaufbauprojekt der „Deutschen Arbeitsgruppe Hamhung“ in Nordkorea in den Jahren 1955-1962 und anschließende Diskussion mit einer Zeitzeugin (Frau Britta Lübke mit Frau Helga Lübke)

16.30 – 17.00 Uhr: Führung im Überseemuseum

17.15 – 18.00 Uhr: Spaziergang oder Fahrt mit der Straßenbahn in die Bremer Innenstadt zur Böttcherstrasse (ca. 15 Minuten)

18.00 – 21.00 Uhr: Gemeinsames Abendessen der Mitglieder und Gäste in einem Restaurant in der Böttcherstrasse (auf eigene Rechnung!)

 

Hinweise:

Bei Anreise mit dem Auto zum Rathaus kann das Parkhaus „Am Dom“ (früherer Name: Violenstraße) benutzt werden.

Wenn Sie das Auto in der Nähe des Überseemuseums, das am Bahnhofsvorplatz liegt, parken möchten, gibt es im Bereich des Bahnhofs mehrere Parkhäuser und Parkmöglichkeiten.

Bei Anreise mit der Bahn kommt Man am einfachsten vom Hauptbahnhof mit dem ÖPNV mit der Buslinie 25 oder den Straßenbahnlinien 4,6 und 8 zum Rathaus (drei Haltestellen bis „Domsheide“!).

Wenn Sie teilnehmen möchten, melden Sie bitte bis zum 28. September 2019 bei Bernd Giebner, Vorsitzender des RV Nord, an. (e-mail: Bernd@Giebner.de oder Tel: 0174-3401167).

Vielen Dank.

 

DKG NRW – Asiatisches Festival in Köln am 31. August 2019

Von China über Korea, Indonesien bis Indien!

Zum zweiten Mal fand das Asiatische Festival im Bürgerzentrum Engelshof e.V. in Köln statt. Als Premiere waren diesmal die jungen Deutsch-Koreaner der 2. Generation HanDo e.V. und der Regionalverband NRW der DKG auf einem gemeinsamen Stand vertreten.

Die etwa 250 Besucher konnten bewundern, wie sich chinesische Souvenirs und Heilkünste, indonesische Küche und koreanische Kultur sowie Kulinarisches ergänzen. Bereichert wurde das vielfältige und bunte Angebot noch durch einen Stand für koreanische vegane Tempel-Küche und in Deutschland hergestellten Soju.

Reges Interesse fand das ausgelegte Informationsmaterial über Reisen nach Korea. Auch die Broschüren über koreanisches Essen und die Ankündigung der Korea-Woche vom 04. bis 16.10.2019 in Köln mit klassischer Musik und Filmprogramm waren bald vergriffen. Besonderen Spaß bereitete einigen Besuchern die öffentliche Hanbok-Anprobe mit anschließendem Foto-Shooting, derweil sich kleine und große Kinder an dem traditionellen koreanischen Wurfspiel Tuho die Zeit vertreiben konnten.

Mit untergehender Sonne endete der Tag mit einem bunten Bühnenprogramm aus balinesischem Tanztheater, Tänzen und Gesänge aus Korea, China, Indien und Sumatra. Sowohl die traditionellen Hanboks und die lautstarke und präzise Performance der Damen der NRW-Gruppe „Arirang“ als auch der in Köln ansässigen jungen Tanzgruppe „Garam-Muyong“ stießen dabei auf große Resonanz und konnten die positive Wahrnehmung für Korea in Köln an diesem Tag noch einmal deutlich abrunden.

Text und Bild: Wolfram van Stephold

DKG NRW- Gwangbokjeol (광복절) in Castrop-Rauxel am 17. August 2019

Gwangbokjeol (광복절) ist der jährliche Nationalfeiertag, der in ganz Korea an die Befreiung von der japanischen Besatzung am 15.August 1945 erinnert. Aus diesem Anlass hatte der Bundesverband der Koreaner in Deutschland e.V. (BVKD) nach Castrop-Rauxel im Ruhrgebiet eingeladen.

Der Einladung war nicht nur die gesamte koreanische diplomatische Vertretung mit dem Botschafter aus Berlin und den Generalkonsuln aus Bonn, Frankfurt und Hamburg gefolgt sondern auch die Vertreter der Verbände der Koreaner in Deutschland, der Krankenschwestern- und Bergbauvereine und der Deutsch-Koreanischen Gesellschaft NRW waren anwesend.

Wie der Vertreter der Stadt Castrop-Rauxel Hans-Hugo Kurrek herausstellte wertschätze man die jährliche Anwesenheit der koreanischen Gemeinde, von denen viele in den Zechen und Krankenhäusern der näheren Umgebung über Jahrzehnte hart gearbeitet und sich problemlos in die deutschen Gemeinden integriert und hier eine neue Heimat gefunden haben.

Koreanisches Essen und Getränke waren an allen Ständen liebevoll zubereitet und ausreichend vorhanden. Neben sportlichen Wettkämpfen rundeten Pungmul und Trommeltanz das Programm ab und ließen bereits einen Vorgeschmack auf das kulturelle Abendprogramm aufkommen. Nach über 12 Stunden endete das Fest mit immer noch nicht müden, aber sichtlich zufriedenen Besuchern, die danach noch die teilweise lange Heimreise antraten.

Text und Bild: Wolfram van Stephold

AUFRUF ZUM CROWDFUNDING

Liebe DKG Mitglieder,Liebe Freunde Koreas,
nachfolgend veröffentlichen wir einen Aufruf zum Crowdfunding für ein deutsch-koreanisches Jugendorchester-Treffen in Korea der Freien Jugendorchesterschule Berlin.Es wäre sehr schön, wenn Sie dieses förderungswürdige Projekt im Rahmen des deutsch-koreanischen Jugendaustausches unterstützen möchten.

Ihr DKG Vorstand

AUFRUF ZUM CROWDFUNDING

Um im Rahmen eines deutsch-koreanischen Austauschprojektes zwischen zwei Jugendorchestern die Reise nach Korea finanzieren zu können, haben wir eine Crowdfunding-Kampagne gestartet. Nur noch bis zum 15.08.2019 können Sie sich als interessierte Unterstützer über folgenden Link daran beteiligen.

https://www.startnext.com/gegenbesuch-jso-fjosbhttps://www.startnext.com/gegenbesuch-jso-fjosbhttps://www.betterplace.me/gegenbesuch-des-jso-der-fjosb-in-korea

Das Geld ist dafür bestimmt, auch den Kindern die Teilnahme zu ermöglichen, deren Eltern sich die Reise nicht leisten können, und um sie für alle anderen bezahlbar zu machen.


Mit herzlichem Dank
Martina Feldmann
Jugendorchesterschule Berlin

Bericht Lesung und Autorengespräch mit 손보미 (Son Bo-Mi) – „Wolkenbruch – 폭우“ am 25.06.2019

Am Dienstag den 25.06.2019 veranstaltete die DKG-BW in Kooperation mit dem ‚AOI Center for Korean Studies‘ der Eberhard Karls Universität Tübingen eine Lesung mit der koreanischen Autorin Son Bo-Mi.

Die Veranstaltung fand in Tübingen im Cafe Haag statt, wo sich trotz der hochsommerlichen Wärme ca. 60 Gäste einfanden, um der Lesung zu lauschen und sich an der anschließenden Fragerunde zu beteiligen.

Nach einer kurzen Begrüßung durch Birgit Geipel, die als federführende Organisatorin auch die Moderation des Abends leitete und nach einem Begrüßungswort des Vorsitzenden der DKG-BW Dr. Byong-Hak Kim, wurden drei Abschnitte aus Son Bo-Mi‘s Roman „Wolkenbruch“ vorgelesen.

Dabei las zunächst die Autorin selbst einen Abschnitt in koreanisch, der dann im Anschluss von der Koreanistik-Masterstudentin Rike Werner in deutscher Übersetzung vorgelesen wurde. Zwischen den einzelnen Erzählabschnitten entspann sich ein Podiumsgespräch zwischen Moderatorin und Autorin über die gesellschaftliche Resonanz des Werkes, wobei Son Bo-Mi auch Einblicke in Ihre persönlichen Gedanken und Schreiberfahrungen gab.
Das Gespräch wurde dabei von Philipp Windischmann, der ebenfalls Koreanistik im Master studiert, jeweils auf deutsch und koreanisch übersetzt.

Die Veranstaltung endete mit einer Fragerunde, bei der die Autorin auf Fragen des Publikums einging. Dabei wurde durch die Übersetzungsarbeit von Philipp Windischmann wiederum gewährleistet, dass sowohl deutschsprachige, als auch Fragen in koreanischer Sprache möglich waren.


Es war ein gelungener Abend für alle Beteiligten, der bei einem späten Abendessen und einem Glas Wein seinen Ausklang fand und den Wunsch weckte, dass die deutsche Übersetzung des Romans bald im Buchhandel erhältlich sein wird. Eine Veröffentlichung der Übersetzung ist für nächstes Jahr geplant.

Text: Jonas Winter
Bilder: Lisa Firdich

Filmkreis im Juli

Filmkreis im Juli
Filmvorführung und Gespräch in entspannter Atmosphäre!
– Jeden letzten Donnerstag im Monat – 

 
In Anwesenheit der Filmkritikerin Anke Sterneborg (rbb Kulturradio / Süddeutsche Zeitung) 
“TALE OF CINEMA”/ 극장전 (Drama 2005/OmeU/90 Min.)
Regie: Hong Sang Soo
Hauptdarsteller*innen: Lee Ki-woo, Uhm Ji-Woo, Kim Sang-Kyung

Ein junger Mann namens Sang-Weon (Lee Ki-woo) begegnet nach vielen Jahren seiner Ex-Freundin Yeong-shil (Uhm Ji-Woo). Er spricht sie am Abend nach einer Theatervorstellung an, und schon bald entwickelt sich zwischen ihnen eine Affäre. Ohne Details aus dem Privatleben der beiden zu kennen, ahnt der Zuschauer, dass beide Charaktere innerlich zerrissen zu sein scheinen.Tong-su (Kim Sang-Kyung) ist erfolgloser Regisseur mit cholerischer Ader und starkem Hang zum Alkohol. Nach einer Filmvorführung im Kino begegnet er Yeong-shil, jener Schauspielerin aus dem Film, den er gerade gesehen hat. Er läuft ihr nach und drängt sich ihr auf. Mit der Zeit beginnt er, ihre Gesten nachzuahmen oder mit ihr an Drehorte aus besagtem Film zu gehen. All sein Handeln dient dem Versuch, das Bild von ihr Realität werden zu lassen, das in seinem Kopf entstanden ist. – Ahmt der Film das Leben nach oder das Leben den Film?


„Wenn Tong-su oder Sang-Weon von allen Protagonisten des Regisseurs die obsessivsten sind, so ist dies gerade darin begründet, dass die in der Struktur vorgesehene Position einer dritten Figur, eines Nebenbuhlers oder einer zweiten Frau, leer bleibt. An deren Stelle tritt für Tong-su weniger eine Kino-Doppelgängerin Yeong-shils als das Kino als solches. Ein Kino, welches in Hong Sang-soos Welt eine genuin psychotische Dimension zu besitzen scheint.“ (Critic.de)
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Nach der Filmvorführung laden wir Sie zum Gespräch mit der Filmkritikerin Anke Sterneborg ein.
Wir sprechen über Plot, Machart, Schauspieler*innen und über alles, was uns sonst noch interessiert. 
Unter den Diskussionsteilnehmer*innen verlosen wir zwei Kinogutscheine!

Über Ihre Teilnahme würden wir uns freuen!



Zeit: Donnerstag, 25. Juli 2019, 18.00 Uhr
Ort:  Koreanisches Kulturzentrum
        Kulturabteilung der Botschaft der Republik Korea
        – SPACE GODO –
        Leipziger Platz 3
        10117 Berlin


Der Eintritt ist kostenlos! 

Wir bitten um Anmeldung