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Ein Konzert-Symposium über die koreanische Demokratiebewegung und ihre Lieder
Am 5. November 2025 fand im Maschinenhaus der Kulturbrauerei in Berlin das performative Konzert-Symposium „Singende Demokratie: Protestmusik und K-Demokratie“ statt. Die Veranstaltung beleuchtete die Entwicklung der koreanischen Demokratie anhand jener Lieder, die über Jahrzehnte hinweg auf den Straßen gesungen wurden – als Ausdruck von Protest, Solidarität und gesellschaftlichem Wandel.

Ausrichter des Abends war „Singendes Demokratisches Netzwerk“, konzipiert und kuratiert wurde die Veranstaltung von A&Tstory. Unterstützt wurde sie unter anderem von der Korean Federation of People’s Arts Organizations, der Korean Democracy Foundation, dem Institut für Koreastudien der Freien Universität Berlin, der Internationalen Isang-Yun-Gesellschaft sowie der Deutsch-Koreanischen Gesellschaft.
Rolf Mafael, Präsident der Deutsch-Koreanischen erinnerte in seinem Grußwort an die enge Verbindung der DKG zu dem Musiker und Komponisten Kim Min-gi, einem Idol der koreanischen Demokratiebewegung und Träger des Mirok-Li-Preises der DKG. Sunkyung Jung, Vorstandsmitglied der Deutsch-Koreanischen Gesellschaft Berlin/Brandenburg zeichnete verantwortlich für die deutsche Gesamtkoordination der Veranstaltung.
Mit „Singende Demokratie“ wurde die koreanische Demokratiebewegung nicht allein als politischer Prozess, sondern als kulturelle und gesellschaftliche Erfahrung erfahrbar gemacht. Die Veranstalter betonten, dass Demokratie dort besonders lebendig werde, wo Menschen gemeinsam ihre Stimme erheben – auch in Form von Musik.
Die Geschichte der Demokratie – erzählt durch Lieder
Im Mittelpunkt des Abends stand die Frage, welche Rolle Musik in den verschiedenen Phasen der koreanischen Demokratiebewegung gespielt hat.
Der Musikkritiker Seo Jeongmin-gap zeichnete in seinem Vortrag zentrale historische Stationen nach – von frühen bäuerlichen Aufständen bis hin zu den Protesten der Jahre 2025/26, die als „Licht-Revolution“ bezeichnet wurden.
Begleitet wurden seine Ausführungen von musikalischen Beiträgen des Liedermachers Son Byeong-heui, der Lieder aus unterschiedlichen Epochen live vortrug oder per Video präsentierte. Dazu gehörten traditionelle Protestgesänge wie „Saeya Saeya“, das generationsübergreifend bekannte „Morgentau“ sowie das symbolträchtige „Marsch für die Geliebte“, das eng mit der Demokratiebewegung in Gwangju verbunden ist. Bei vielen dieser Lieder stimmte das Publikum spontan mit ein.
In der anschließenden Diskussion betonte die Musikwissenschaftlerin Dr. Beate Kutschke, dass „die koreanische Demokratie immer auch eine Kultur der Straße gewesen sei“, und hob hervor, dass Musik als „eine Sprache der Solidarität und des Widerstands“ fungiere.
Den musikalischen Abschluss bildeten weitere Beiträge von Son Byeong-heui, dem Tenor Han Gang-jin sowie der Marimbaspielerin Jeong Eun-bi, die dem Abend zusätzliche künstlerische Tiefe verliehen.

Demokratie als gelebte Erfahrung
Moderiert wurde die Veranstaltung von dem Anthropologen Prof. Dr. Jin-Heon Jung, der den performativen Charakter des Abends hervorhob und Musik als Spiegel gesellschaftlicher Erfahrungen beschrieb.
Eine deutsche Besucherin erklärte nach der Veranstaltung: „Ich habe gespürt, dass Lieder nicht nur Kunst sind, sondern eine Kraft, die gesellschaftliche Veränderungen vorantreiben kann.“
Sunkyung Jung ergänzte: „Dass solche Lieder heute in Korea wieder frei erklingen können, ist keineswegs selbstverständlich. Es ist das Ergebnis der Zeit und der Anstrengungen, die Bürgerinnen und Bürger aufgebracht haben, um ihre Demokratie zu bewahren; andernfalls wäre es kaum möglich gewesen, diese Lieder heute mit derselben Freude zu singen.“
Sunkyoung Jung

K-Drama OST Konzert – Musik, die unter die Haut gehtDE: Um Google Translate zu nutzen, aktivieren Sie bitte die Datenübertragung.
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