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Gemeinschaftskonzert von Sorikyul und Bibong im Frankfurter Gallus Theater anlässlich des 60-jährigen Bestehens der DKG
Ein vielbeachteter Abend im Zeichen der kulturellen Begegnung: Am 11. Oktober um 19:00 Uhr kamen im Frankfurter Gallus Theater die traditionelle koreanische Performancegruppe Sorikyul aus Busan und das Frankfurter Trommelensemble Bibong – bestehend aus Koreanerinnen der zweiten Generation – für ein beeindruckendes Gemeinschaftskonzert zusammen.
Die Veranstaltung bot dem deutschen Publikum nicht nur einen tiefen Einblick in die künstlerische Vielfalt und Dynamik der traditionellen koreanischen Perkussion, sondern würdigte zugleich den im Laufe von zwei Jahrzehnten gewachsenen kulturellen Austausch zwischen Korea und Deutschland. Vor dem Hintergrund des 60-jährigen Jubiläums der Deutsch-Koreanischen Gesellschaft e.V. (DKG) im Jahr 2026 unterstrich der Abend eindrucksvoll die Rolle der Kunst als verbindende Brücke zwischen beiden Gesellschaften.

Sorikyul: Jahrzehntelanges Engagement für den Kulturaustausch seit 2006
Die in Busan als offizielle Kunstorganisation registrierte Gruppe Sorikyul widmet sich seit vielen Jahren der Pflege und Weiterentwicklung des traditionellen koreanischen Kulturerbes.
Bereits im Jahr 2006 reiste das Ensemble erstmals durch verschiedene deutsche Städte, um dort Konzerte und Mitmach-Workshops zu veranstalten. Berührt von der Begeisterung der ersten Generation koreanischer Einwanderer für die Heimatkultur, kehrte Sorikyul seitdem jedes Jahr nach Deutschland zurück.
Aus diesen Begegnungen entstand 2008 in Frankfurt das Ensemble Bibong, gegründet von sechs Frauen der zweiten Generation. Über die Jahre hinweg führten jährliche gemeinsame Workshops zu Meilensteinen wie einem Gemeinschaftskonzert in der Busan Cultural Hall (2016) und einem Auftritt beim 20-jährigen Jubiläum des Tollwood-Festivals in München (2018).
Ein vielseitiges Programm traditioneller Klang- und Tanzkunst
Das Konzert bot einen umfassenden Einblick in die Formenvielfalt der koreanischen Traditionskunst. Das Programm reichte von der Janggu (der charakteristischen Sanduhrtrommel) über die kraftvolle Modeumbuk (ein Ensemble verschiedener Standtrommeln) bis hin zum klassischen Samulnori mit seinen vier traditionellen Schlaginstrumenten.
Ergänzt wurden die Trommelstücke durch ausdrucksstarke Tänze: den Beokku-chum (Tanz mit einer kleinen Handtrommel), den schwungvollen Pungmul Pangut sowie den Yeongnam Oebuk-chum, einen traditionellen Trommeltanz aus der Yeongnam-Region. Die Darbietungen machten deutlich, dass koreanische Perkussion weit mehr als reine Musik ist – nämlich ein Gesamtkunstwerk aus Rhythmus, Tanz, körperlichem Ausdruck und gemeinschaftlicher Energie.
„Talk & Exchange“: Dialog über den Wert der Tradition im K-Kultur-Zeitalter
Ein besonderes Element des Abends war das Gesprächsformat „Talk & Exchange“. Neben der Vorstellung der beiden Ensembles und der Arbeit der DKG stand der tiefere Sinn traditioneller koreanischer Kultur in der heutigen deutschen Gesellschaft im Mittelpunkt.
Angesichts des weltweiten Booms von K-Pop, Filmen, Serien, Beauty und Kulinarik ging das Gespräch der Frage nach, wie Kulturvermittlung heute über das reine Bekanntmachen hinausgehen kann. Borami Ahrens, Vorsitzende der DKG-Regionalgruppe Hessen/Rheinland-Pfalz und Moderatorin des Segments, betonte:
„Die Vermittlung traditioneller Kultur zeigt die Wurzeln auf, aus denen die heutige K-Kultur erwachsen ist. Sie hilft zu verstehen, in welchem Kontext sich diese Kunstformen entwickelt haben, und verwandelt erstes Interesse in ein tiefes, nachhaltiges Kulturverständnis.“
Insu Kim, Leiter von Sorikyul, ergänzte:
„Echter internationaler Austausch misst sich nicht nur an Großprojekten, sondern an kontinuierlichen Begegnungen. Durch das jahrelange Miteinander ist nicht nur unser gegenseitiges Verständnis gewachsen, sondern auch die künstlerische Tiefe. Neben dem ehrenamtlichen Engagement der Künstler braucht es dafür auch weiterhin die nachhaltige Unterstützung öffentlicher Institutionen.“

Begeisterte Publikumsreaktionen und emotionaler Höhepunkt
Das überwiegend deutsche Publikum folgte den Darbietungen mit großer Aufmerksamkeit und beteiligte sich lebhaft an der anschließenden Fragerunde. Fragen zur Geschichte der koreanischen Trommeln, ihrer Rolle im Alltag sowie zur Bedeutung der Ensemblenamen zeigten das tiefe Interesse der Anwesenden.
Großen Beifall gab es, als Insu Kim den Namen Sorikyul erläuterte: Er steht für „Stimme des Volkes, Welle der Wiedervereinigung“ und drückt den Wunsch der Künstler aus, einen Beitrag zum Frieden auf der Koreanischen Halbinsel zu leisten. Bei den kraftvollen Klängen des Modeumbuk-Stücks zeigten sich zahlreiche Zuschauer im Saal zutiefst bewegt.
Beim anschließenden Mitmach-Teil (Hanmadang) hielt es das Publikum nicht mehr auf den Sitzen: Gemeinsam mit den Künstlern betraten die Gäste die Bühne, um die mitreißende Energie koreanischer Lebensfreude hautnah zu erleben. Auch nach dem offiziellen Ende verweilten viele Besucher im Saal, um das Gespräch zu suchen und Erinnerungsfotos zu machen.
Unter den Ehrengästen begrüßte die Veranstaltung unter anderem den stellvertretenden Generalkonsul Daesung Kang sowie Konsul Cheolwon Park vom Koreanischen Generalkonsulat in Frankfurt. Die Durchführung des Konzerts und der Workshops wurde durch eine großzügige Spende der HL Mando Europe GmbH sowie durch kulinarische Unterstützungen der lokalen Restaurants Minari, Sunbab und K-Pocket ermöglicht.
1. Quartalsmail 2020 des Präsidenten der Deutsch-Koreanischen Gesellschaft...DE: Um Google Translate zu nutzen, aktivieren Sie bitte die Datenübertragung.
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