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Die Koreanisch-Deutsche Gesellschaft in Seoul hat den früheren Premierminister Koreas, Kim Hwang-sik, mit dem 14. Mirok-Li-Preis ausgezeichnet. Kim stand von Oktober 2010 bis Februar 2013 als 41. Premierminister an der Spitze der koreanischen Regierung. Mit der Auszeichnung würdigt die Gesellschaft sein langjähriges Engagement für die deutsch-koreanische Verständigung. Die Preisverleihung fand am 2. November 2026 im Ambassador Seoul Pullman Hotel in Seoul statt, im Rahmen der Feierlichkeiten zum 70-jährigen Bestehen der Koreanisch-Deutschen Gesellschaft. Auch die Deutsch-Koreanische Gesellschaft (DKG) gratuliert dem Preisträger zu dieser Auszeichnung.
Vom Regierungschef zum Förderer der deutsch-koreanischen Beziehungen
Kim Hwang-sik wurde 1948 in Jangseong in der Provinz Jeollanam-do geboren. Nach seinem Jurastudium an der Seoul National University begann er seine berufliche Laufbahn in der Justiz. Von 2005 bis 2008 war er Richter am Obersten Gerichtshof, anschließend übernahm er den Vorsitz des koreanischen Rechnungshofs. Im Oktober 2010 wurde er unter Präsident Lee Myung-bak zum Premierminister ernannt und bekleidete dieses Amt bis Februar 2013.
Seine persönliche Verbindung zu Deutschland begann bereits 1978, als er mit einem Stipendium des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) an der Philipps-Universität Marburg deutsches Recht studierte. Nach seiner Amtszeit als Premierminister kehrte er 2013 für einen sechsmonatigen Forschungsaufenthalt an das Institut für Koreastudien der Freien Universität Berlin zurück.
Deutschland als persönliche und wissenschaftliche Inspiration
Seine Erfahrungen mit der deutschen Politik und Gesellschaft verarbeitete Kim in zahlreichen Vorträgen und Veröffentlichungen. In seinem Buch „Ich gehe jetzt in die Bibliothek namens Deutschland“ beschäftigt er sich unter anderem mit der deutschen Wiedervereinigung und den daraus möglichen Erkenntnissen für Korea. Ein weiteres Werk widmet sich den deutschen Bundeskanzlern und ihrem Beitrag zur politischen und wirtschaftlichen Entwicklung Deutschlands.
Auch über seine Veröffentlichungen hinaus engagierte sich Kim für den bilateralen Austausch. Er war unter anderem im Alumninetzwerk Deutschland-Korea (ADeKo) aktiv und übernahm später dessen Vorsitz. Heute steht er der Ho-Am Foundation und der Samsung Foundation of Culture vor.
Kim Young-jin, Präsident der Koreanisch-Deutschen Gesellschaft, begründete die Auszeichnung mit Kims kontinuierlichem Einsatz für die Freundschaft zwischen beiden Ländern. Insbesondere habe er seine in Deutschland gewonnenen Erfahrungen und Erkenntnisse mit der koreanischen Gesellschaft geteilt und dadurch das gegenseitige Verständnis gefördert.
Grußwort des DKG-Präsidenten Rolf Mafael, Botschafter a. D., zum 70-jährigen Bestehen der
Koreanisch-Deutschen Gesellschaft (KDG) und zur Bedeutung des Mirok-Li-Preises
für die deutsch-koreanischen Beziehungen.
Der Mirok-Li-Preis wurde 1999 anlässlich des 100. Geburtstags des koreanischen Schriftstellers Mirok Li (1899–1950) ins Leben gerufen. Er wird von der Koreanisch-Deutschen Gesellschaft und der Deutsch-Koreanischen Gesellschaft im Wechsel verliehen und würdigt Persönlichkeiten, die sich besonders um den kulturellen Austausch und die Verständigung zwischen beiden Ländern verdient gemacht haben.
Mirok Li beteiligte sich 1919 an der koreanischen Unabhängigkeitsbewegung gegen die japanische Kolonialherrschaft und gelangte 1920 nach Deutschland. Dort studierte er, promovierte in München und wurde als Schriftsteller bekannt. Sein 1946 erschienener autobiografischer Roman „Der Yalu fließt“ brachte deutschen Lesern die koreanische Kultur und Lebenswelt näher.
Zu den jüngsten Preisträgern gehören der Koreanist Professor Werner Sasse, der 2024 ausgezeichnet wurde, sowie die Übersetzerin Dr. Lee Ki-Hyang. Sie erhielt den Preis 2025 von der DKG bei einer Feierstunde im Kloster St. Ottilien.
Mit Kim Hwang-sik wird im 70. Gründungsjahr der Koreanisch-Deutschen Gesellschaft eine Persönlichkeit geehrt, die sowohl als ehemaliger Regierungschef als auch durch ihr persönliches Engagement den Austausch zwischen Deutschland und Korea über Jahrzehnte gefördert hat.
Weitere Informationen über den Mirok-Li-Preis finden Sie hier
Autor: Manuel Guthmann, DKG Bayern
Bildquelle: Antonio Cruz/Agência Brasil, via Wikimedia Commons, hochgeladen von Felipe P., CC BY 2.5 BR
1. Quartalsmail 2020 des Präsidenten der Deutsch-Koreanischen Gesellschaft...DE: Um Google Translate zu nutzen, aktivieren Sie bitte die Datenübertragung.
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