Seollal im RV Nordrhein-Westfalen in Bonn

새해      많이   받으  세요–   Im Neuen Jahr viel Glück bekommen
Unter diesem Motto stand das Treffen der Seniorengruppe des Regional-verband NRW am 17.Februar, dem Seollal-Tag 2026.

Seollal wird in Gesamt-Korea als der Neujahrestag nach dem Mondkalender bezeichnet. 설날 – 설   das Jahr und  날der Tag / also Neujahrestag. Durch sprachliche Assimilation wird daraus „Seollal“.

Zur Vermittlung der koreanischen Sitten und Gebräuche rund um das in Korea  über mehrere Tage andauernde Fest gab es zunächst eine Einführung vom  Vorsitzenden Reiner Schöler. Die Verehrung der Ahnen, Respekt vor den Älteren und natürlich besonderen Speisen wie Tteokguk, die berühmte Neujahressuppe, stehen dabei im Vordergrund und sollen im neuen Jahr Glück und Reichtum  bringen.

Ein Blick auf die Besonderheiten des beginnenden Jahres des Feuerpferds eröffnete, dass ein turbulentes Jahr mit Höhen und Tiefen ansteht, welches aber durchaus gute Chancen für aktive, risikoaffine Menschen bereithalten kann. Die Konstellation des Pferdejahres mit dem Element Feuer tritt nur alle 60 Jahre auf, also zuletzt 1966, im Jahr der DKG-Gründung. Auch der Verein der Koreanischen Krankenschwestern wurde in diesem Jahr ins Leben gerufen.

Dies gab Anlass zu einer kleinen Vorschau auf das geplante Jubiläumsfest am 20. Juni 2026 im LVR-Museum Bonn. Ohne bereits Details zum geplanten Programm zu verraten, war doch eine gewisse Vorfreude im Saal deutlich zu erkennen. Das kleine, aber feine Fingerfood-Buffet, liebevoll zubereitet von einigen Mitgliedern, rundete den gelungenen Nachmittag im Gemeindesaal der Don-Bosco Gemeinde Bonn ab.

Fotos: Yookyung Nho-von Blumröder
Bericht: Reiner Schöler, Wolfram van Stephold, DKG NRW

„Mer blieve bunt – ejal watt kütt!“ Rosenmontag Düsseldorf

Die Dokhan-Seniorenbrücke des Regionalverbands NRW in der Koreanischen Fußgruppe im Rosenmontagszug durch die Düsseldorfer Innenstadt

Erneut ist der Koreanische Verein Düsseldorf dem diesjährigen. Motto der Stadt Düsseldorf gefolgt und hat eine bunte Fußgruppe zusammengestellt. In diesem Jahr beteiligt sind neben dem eigenen Verein erstmals Mitglieder des Sejong-Instituts der Universität Bonn, der K-Pop Akademie townk.dancestudio und der Dokhan-Seniorenbrücke des Regionalverbands NRW.

Ziel der gemeinsamen Aktion ist es, die vorwiegend älteren Teilnehmer der koreanischen Gruppe mit jüngeren Menschen aus dem DKG-Netzwerk in NRW zu verstärken, den ca. 600.000 Besuchern und Millionen Zuschauern nah und fern ein buntes und vielfältiges Bild koreanischer Kultur zu präsentieren und daraus  gemeinsame und generationenübergreifende Begegnungen und Erlebnisse zu schaffen.

Tänzer des Sejong-Instituts Bonn am Anfang der Fußgruppe

Mit dabei sind Sung-Kyu CHUNG, Präsident des Verbands der Koreaner in Deutschland e. V., Chang-Won KO, Vorstand Koreaverband Düsseldorf, und Sang-Mi OH vom Sejong-Institut an der Universität Bonn. Für Euronews dabei ist Jungah YANG, die den rheinischen Karneval zum ersten Mal erlebt und von den feierlustigen Menschen am Zugweg begeistert ist. Jongmin KIM von der Tanzakademie townk.dancestudio hat eine K-Pop Gruppe zusammengestellt und angeleitet. Mit einer Soundbox ausgestattet stellen die Mädchen im hinteren Teil der Gruppe immer wieder Choreografien vor, die die Zuschauer vollauf begeistern. Vorne ist eine große Gruppe des Sejong-Instituts Bonn zu sehen, die von vier traditionell gekleideten  Damen mit Fächern angeführt wird und für ein buntes und bewegungsstarkes Bild sorgt. Die Übertragung im WDR-Fernsehen fängt dieses Bild minutenlang ein und lässt erahnen, wie gut Rheinischer Frohsinn und koreanische Lebensart an diesem Tag zusammenpassen und die Beteiligten ganz nebenbei ein starkes Zeichen für Vielfalt und Völkerverständigung setzen.

Mitglieder der K-Pop Akademie townk.dancestudio am Zugweg begeistern die Zuschauer

Ca. 600.000 Menschen sind am Zugweg,  NRW-Ministerpräsident Henrik Wüst und Vertreter der Landesregierung und der Stadt Düsseldorf sind in aktiver Rolle auf den Wagen beteiligt. Zusätzlich berichten WDR, YTN, UriNews, EuroNews und Kyoposhinmun über das bunte Treiben.  Schon im Vorfeld wurden die Motive des bekannten  Düsseldorfer Wagenbauers Jacques Tilly mit Spannung erwartet. In diesem Jahr ganz besonders, weil er wegen seiner Wagengestaltung inzwischen in Russland angeklagt wurde.

Am Ende sind alle Teilnehmer der koreanischen Gruppe ins Restaurant „Korea-Haus“ zur Stärkung  eingeladen, um sich danach in den Trubel der Düsseldorfer Kneipen zu stürzen oder auf der Straße weiterzufeiern.

Tänzer des Sejong-Instituts Bonn am Anfang der Fußgruppe

„Wir sind unglaublich dankbar, Teil dieses besonderen Moments gewesen sein zu dürfen. Die Energie, die Menschen und die Stimmung waren einfach einzigartig. Danke für diese tolle Möglichkeit und an alle, die diese Tage so besonders gemacht haben“, so Jongmin KIM, stellvertretend für alle Teilnehmer der Tanzakademie townk.dancestudio im Rückblick.

Links
townk.dancestudio: www.townk.de
Euronews: https://m.youtube.com/watch?v=bLDAWHG4QIM

Bericht und Fotos
Wolfram van Stephold, RV NRW

Besuch der Nationalversammlung der Republik Korea

Eine kleine Delegation des Verbands der Koreaner in Deutschland und der DKG besucht das Parlamentsgebäude der Republik Korea, 대한민국 국회 Daehanminguk Gukhoe und schaut dabei hinter die Kulissen der politischen Arbeit der Nationalversammlung Koreas.

Auf Einladung von Frau HeeJung Kim, Mitglied der Nationalversammlung, konnte unsere Delegation des Koreaverbandes in Deutschland und Europa sowie der Deutsch-Koreanischen Gesellschaft in NRW am 24.10.2025 interessante Eindrücke zur Arbeit des koreanischen Parlaments gewinnen. Frau Kim wurde 2004 als jüngste weibliche Abgeordnete in das koreanische Parlament gewählt. Sie hat außer einem repräsentativen Büro insgesamt 9 Mitarbeiter und einen direkten Blick auf das Parlamentsgebäude.

Aktuell gibt es 300 Abgeordnete im nationalen Parlament, die alle im Gebäude direkt neben dem Parlamentsgebäude untergebracht sind. Direkt gegenüber dem Abgeordnetenhaus befindet sich die große Bibliothek, zu der neben den Abgeordneten auch andere Bürger ab 12 Jahren Zutritt haben.

Der Parlamentssaal ist ähnlich des Deutschen Bundestages strukturiert. Die große Kuppel über dem Zentrum des Parlaments ist ein äußerliches Merkmal dieser Ähnlichkeit. Für die Abgeordneten gibt es wie bei uns feste Redezeiten. Trotzdem gibt es auch Sitzungen, die länger als 24 Stunden dauern.

Die Protokolle werden wie im Bundestag schriftlich aufgezeichnet. Die Schriftführer erreichen ihre Plätze unterhalb des Rednerpultes über eine Treppe aus dem Untergeschoss.

Es gibt für die koreanischen Bürger die Möglichkeit, an den Sitzungen des Parlaments auf der Besuchertribüne teilzunehmen. Weiter gibt es Bereiche für die nationale und internationale Presse sowie für Staatsgäste und Diplomaten.

Auf dem Weg von außen auf das Parlamentsgebäude stehen zwei steinerne Tiger Haechi. In einem der beiden Sockel ist eine Flasche Wein enthalten, so berichtete uns Frau Abgeordnete HeeJung Kim, die erst bei der Wiedervereinigung Koreas geöffnet werden soll.

Mitglieder unserer kleinen Delegation waren Frau Ok Soon Bücher, Bong Seok und Stefan Bösken vom Verband der Koreaner in Deutschland, Herr Jhe Hyeun Yoo vom Koreaverband Europa sowie Rana Lee und Reiner Schöler von der DKG.

Fotos und Bericht
Reiner Schöler und Rana Lee Schöler, DKG NRW

Vernissage der Ausstellung „Landschaften“ in Linz am Rhein

„Landschaften“ Dies ist der Titel der gemeinsamen Ausstellung von Hannes Rötter und Zoo Lan Lee-Rötter im September 2025 in Linz am Rhein.

Hannes Rötter malt seit seiner Jugend und hat in seinem künstlerischen Leben bereits viele nationale und internationale Ausstellungen präsentiert. Zoo Lan Lee-Rötter ist eine internationale Ikebana-Meisterin mit ebenfalls zahlreichen Ausstellungen in Nah und Fern. Beide sind langjährige und treue Mitglieder der Deutsch-Koreanischen Gesellschaft.

Der Kunsthistoriker Dr. Dr. Grischka Petri sagte in seiner Einführung zur Vernissage der Ausstellung „Landschaften“:

„Die Beweglichkeit der Landschaft teilen die Werke Hannes Rötters mit den Ikebana-Arrangements von Zoo-Lan Lee-Rötter. Auch diese Arrangements sind Landschaften. Aber sie sind auch Skulpturen und fordern das Publikum immer wieder neu dazu auf, die Position zu wechseln, sich mal näher, mal weiter weg einzustellen und mal ein Detail, mal das Ganze in den Blick zu nehmen. Darüber hinaus verändern sich die Gestecke über die Zeit der Ausstellung. Welkende Blätter fügen dem Arrangement eine neue Farbe zu, andere Stellen verblassen, und nach ein paar Tagen wird die Komposition ergänzt, aktualisiert, erneuert.

Hannes Rötter hat in seinen Ausstellungen wiederholt Einblicke in seine Werkstatt zugelassen, den Raum, in dem die Landschaften zu Farben und Linien, Fläche und Leuchtkörpern werden. Dieses Mal hat er sogar eine Staffelei mitgebracht, auf der wir verschiedene Zustände seiner markanten Formen erkennen können: ein Einblick in die Veränderlichkeit der gemalten Landschaft. Silhouette, Linie, Form und Farben, Körper und Räume warten noch darauf, bis zu einem Zustand konkretisiert zu werden, in dem das Bild „vollendet“ ist, was zweierlei Schlussfolgerungen erlaubt. Zum einen kann ein Bild „fertig“ sein, auch wenn Flächen frei bleiben. Zum anderen wirkt der Prozess beinahe bildhauerisch-skulptural. Die Idee, etwas aus eine bestehenden Material herauszuarbeiten: Landschaft, Farbe, Form, neue Ideen – und wieder verblüfft die konzeptuelle Nähe zu den Ikebana-Kompositionen, in denen freie Räume genauso dazugehören wir dichte und lockere Perspektiven, und die sich ihrerseits als natürliche Skulpturen zeigen.

So, wie die Ikebana-Landschaften Jahreszeiten und Landschaftstypen repräsentieren und sich im Ausstellungsraum gruppieren, ihn auch prägen, so sind auch die gemalten und gezeichneten Landschaften sinnhaft gehängt. Sie bilden motivische wie farbliche Schwerpunkte. Es lässt sich im Übrigen feststellen, dass das Leuchten aus Hannes Rötters Arbeiten stärker geworden ist. Vielleicht ist das zeittypisch, denn wir sind es gewohnt, Bilder vor allem auf hintergrundbeleuchteten Displays zu betrachten. Diese Bilder erinnern daran, dass es auch anderswo etwas zu sehen gibt, und dass dieses Leuchten Teile unserer Seele erreicht, an die ein Bildschirm gar nicht herankommt.

Die Ausstellung ist eine herzliche Einladung zu einer kleinen Reise, zu schauen, zu entdecken, auf angeregte Art zu zweifeln, das auch einmal Ungefähre zuzulassen als ästhetische Errungenschaft.

80 Jahre Koreanische Teilung und Gwangbokjeol 광복절

Festakt der Koreanischen Verbände in Deutschland zum Unabhängigkeitstag am 16. August 2025 in Castrop-Rauxel, NRW

Auf der großen Wiese vor der Bühne stehen Männer in dunklen Anzügen,   Frauen in Hanbok und Gäste aus dem In- und Ausland nebeneinander, schwenken koreanische Flaggen und singen zusammen die koreanische Nationalhymne. An den Zelten sind Tische und Bänke aufgebaut, an denen fleißige Hände Speisen, Getränke und Souvenirs vorbereiten.

Diese Szene findet nicht in Korea statt sondern mitten im Herzen des Ruhrgebiets, in der Europastadt Castrop-Rauxel, gelegen zwischen Essen und Dortmund. Der Bundesverband der Koreaner in Deutschland e.V. hat zur jährlichen  Unabhängigkeitsfeier eingeladen. Gwangbokjeol (광복절) ist der jährliche Nationalfeiertag, der in ganz Korea  an die Befreiung von der japanischen Besatzung am 15. August 1945 erinnert.

Nicht nur die diplomatischen Vertreter aus Berlin und Bonn sind gekommen sondern auch  Vertreter der Verbände der Koreaner in Deutschland, der Krankenschwestern- und Bergbauvereine und der Deutsch-Koreanischen Gesellschaft NRW.

Die mitgliederstärksten koreanischen Verbände kommen aus dem Raum Frankfurt, Ruhrgebiet, Düsseldorf und Köln/Bonn, aber auch Vertreter aus Berlin, Hamburg, München, Münster und Leverkusen sind der Einladung gefolgt und sorgen für das bunte Bild und die gute Stimmung. Jung und Alt sind hier vertreten, viele von ihnen kommen jedes Jahr um zu feiern und alte und neue Freunde zu treffen. Der Zusammenhalt ist groß, dafür bereiten sie schon Tage vorher koreanische Spezialitäten zu und stehen bereits in der Nacht auf um ja den gecharterten Bus nicht zu verpassen.

Botschafter s.E. Sang-Beom Lim aus Berlin, Generalkonsul Jae Hoon Min aus Bonn und Sung-Kyu Chung, Präsident des Verbands der Koreaner in Deutschland, stellen in ihren Grußworten die Bedeutung von freundschaftlicher Integration und Zusammenhalt der koreanischen Verbände in Deutschland heraus. Der Parlamentarische Staatsekretär im Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen, Josef Hovenjürgen weist auf die bedeutende Lebensleistung koreanischer Gastarbeiter zum Aufbau von Infrastruktur und Wohlstand in NRW hin. Bürgermeister Rajko Kravanja betont, dass man in seiner Heimatstadt Castrop-Rauxel seit mehr als 20 Jahren sehr gerne Gastgeber für dieses bedeutende Fest der Koreaner ist. Man sei stolz und wertschätze die jährliche Anwesenheit der koreanischen Gemeinde, von denen viele in den Zechen und Krankenhäusern der näheren Umgebung über Jahrzehnte hart gearbeitet und sich problemlos in die deutschen Gemeinden integriert und hier eine neue Heimat gefunden haben. Der Vorsitzende der Deutsch-Koreanischen Gesellschaft e.V. in NRW Reiner Schöler spricht die deutsch-koreanische Freundschaft und seine persönliche Beziehung dazu an. Er wird zum Abschluss des offiziellen Festaktes für sein langjähriges Engagement für die Deutsch-Koreanischen Beziehungen geehrt. Die Urkunde überreicht s.E. Botschafter Sang-Beom Lim.

An den Ständen riecht es schon während der feierlichen Eröffnung verführerisch nach gebratenem Fleisch, Kimchi und Makgeolli, auch der einsetzende Regen kann der guten Stimmung nichts anhaben. Die Pungmul(풍물)-Gruppe der koreanischen Schule Bochum und die Trommeltanzgruppe (북춤) der 1.Generation aus dem Ruhrgebiet lassen unter professioneller Leitung bereits einen Vorgeschmack auf das weitere Programm mit Musik, Sport und geselligem Treiben aufkommen.

Nach über 9 Stunden Geselligkeit, Musik, Tanz und ausgiebigem Essen und Trinken gehen die Teilnehmer müde, aber sichtlich zufrieden und immer noch in bester Feierlaune zu ihren Autos und Bussen, um die teilweise lange Heimreise anzutreten. Man werde sicher nächstes Jahr wiederkommen, wie Wan Choi, ein Teilnehmer aus Wiesbaden mit seiner Frau Su Jung Kim versichert. Die Vorbereitungen starten immer bereits im Frühjahr, wenn mit viel Fleiß und Hingabe die Stände, die Kleidung und das kulinarische Angebot geplant werden.

Bericht und Fotos:  Wolfram van Stephold, DKG e.V. NRW

Neujahrsempfang der Deutsch-Koreanischen Gesellschaft NRW

Der Regionalverband NRW lädt am 01.02.2025 zum traditionellen Neujahrsempfang zu Seollal nach Bonn ein und bietet erneut ein abwechslungs-reiches Programm für Mitglieder und Gäste von Jung bis Alt

 Der traditionelle Neujahrsempfang der DKG-NRW fand am 1. Februar 2025 in den Räumen der St. Winfried Gemeinde/ Don Bosco Mission in Bonn statt. Der Vorstand konnte mehr als 100 Gäste begrüßen, darunter zahlreiche Kinder und Jugendliche, die gemeinsam das koreanische Neujahrsfest im Zeichen der Schlange feierten.

Unter den geladenen Gästen konnten der neue Leiter der Außenstelle der Koreanischen Botschaft in Bonn, Herrn MIN Jaehoon begrüßt werden, ebenso der  Gesandte Botschaftsrat Herr HAN Jungil, Herr CHUNG Sung Kyu, Präsident des Verbands der Koreaner in Deutschland e.V., sowie ca. 100 Mitglieder und Freundinnen und Freunde der DKG.

In ihren Grußbotschaften betonten Herr MIN und Herr CHUNG die langjährige gute Zusammenarbeit mit der DKG in NRW und kündigten an, diese Kooperation gerne fortzuführen und neue Projekte der DKG nach Möglichkeit zu fördern und zu unterstützen.

Ye-One RHIE MdB, Vizepräsidentin der DKG, betonte in ihrem aus Aachen zugeschalteten Grußwort die Wichtigkeit ehrenamtlichen Engagements für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft und blickte auf die langjährige Deutsch-Koreanische Freundschaft zurück, die zum Aufbau des Landes und zur Sicherung unseres Wohlstands beigetragen hat. Gegenseitige Wertschätzung und Anerkennung durch beidseitiges Interesse an Kultur und Gesellschaft sollen auch weiterhin im Vordergrund stehen und zentraler Bestandteil der DKG sein.

Am 29. Januar 2025 wurde nach dem Chinesischen Mondkalender SEOLLAL gefeiert, in diesem Jahr im Tierkreiszeichen der Schlange, so der Vorsitzende der DKG-NRW, Reiner SCHÖLER.

Das neue Jahr soll Glück und Frieden bringen. „Wir alle hoffen, dass weltweit Frieden einkehren möge, es ruhiger und entspannter werden wird, obwohl selbst Verbündete und Freunde unserer Länder Korea und Deutschland zum Teil irritierende und besorgniserregende Signale senden. In diesem Jahr wird Korea seinen 80. Unabhängigkeitstag feiern und im kommenden Jahr wird die Deutsch-Koreanische Gesellschaft ihr 60. Jubiläum haben. Diese Jubiläen zeigen sowohl die langjährigen Beziehungen unserer beiden Länder als auch die vielfältige  kulturelle, wirtschaftliche und politische Kooperation und die gegenseitige Bereicherung“.

In einer kurzen Ankündigung berichtete Wolfram VAN STEPHOLD über die 2025 anstehenden Aktivitäten im Regionalverband NRW der DKG. Neben der Planung eines Besuchsprogramms für ältere Mitglieder steht im Mai 2025 die Mirok Lee- Preisverleihung im RV Bayern (St.Ottilien), die Vorbereitung des 5. Bonner Freiheitsforums und die Planung des 60jährigen Jubiläums der DKG in Bonn (2026) an. Weitere Aktivitäten werden regelmäßig wie bisher über den Newsletter des Regionalverbands NRW angekündigt.

Anlässlich des Jahres der Schlange, welches nach dem Mondkalenders am 29.01.2025 begann, wurden parallel zur Neujahrsfeier in einem Nebenraum kreative Bastelaktionen für Kinder angeboten. Ziel war es, den kleinen Gästen spielerisch mehr über die kulturelle Bedeutung der Schlange nahezubringen und eigene Kunstwerke zu gestalten.
Unter der Leitung und Betreuung zweier ehrenamtlicher HelferInnen aus der 2. und 3. Generation koreanischer Familien, aber auch einiger Eltern, konnten die Kinder an zwei verschiedenen Stationen sowohl ein Schlangen-Mobile bemalen und ausschneiden als auch aus bunten Papierstreifen mit der Ziehharmonika-Falttechnik sich schlängelnde Papierschlangen basteln.

Die Kinder hatten viel Freude am Gestalten und Malen. So entstanden viele kleine Kunstwerke mit leuchtenden Farben und Mustern. Diese wurden zum Abschluss von den kleinen Gästen stolz präsentiert und von den Erwachsenen bewundert.

Das Kulturprogramm wurde klassisch eröffnet von Hye-Soo CHOI, Ji-Hyun LEE und Jung-Chan JI. Sie wussten mit Beiträgen auf Cello, Klavier, Sopran und Bariton aus Oper und Konzert den Saal akustisch eindrucksvoll zu füllen.

 

So-Yun PARK, Lara WEICHELT, Yebina Ena YI und Evangelina CERNAEVA begeisterten im Anschluss vor allem die zahlreichen jungen aber auch älteren Gäste mit ihrem professionell vorgetragenen K-POP Remix bekannter Künstler aus Korea.

Zum Abschluss kam das K-YUL Ensemble von Dr. Yookyung Nho-von Blumröder aus Köln auf die Bühne. Das Ensemble  ist das weltweit erste und einzige Haegeum-Ensemble, das  ausschließlich aus ausländischen Mitgliedern besteht. Die beteiligten Studenten verschiedener Universitäten aus Köln und Aachen haben großes Interesse an koreanischer Kultur und traditioneller Musik. Bei mehreren Teilnahmen am Nationalen Gugak-Zentrum  in Jindo/Korea und bei Gastspielen in Korea und Deutschland konnte das K-YUL Ensemble seine Professionalität, Bühnenpräsenz und Ausstrahlung  weiterentwickeln und das Publikum begeistern. Beim bekannten Lied „Arirang“ sangen alle Gäste mit und es entwickelte sich eine ganz eigene Stimmung im Saal, die deutsch-koreanischen Zusammenhalt zusammen mit ein wenig Trauer des Abschieds, aber gleichzeitig auch Hoffnung auf Neues aufkommen ließ.

Nur durch die vielen ehrenamtlichen HelferInnen und UnterstützerInnen konnte der Neujahresempfang überhaupt organisiert und so erfolgreich durchgeführt werden.

„Es war ein sehr vielfältiger, bunter, informativer und kurzweiliger Nachmittag, der auf jeden Fall in diesem generationenübergreifenden Format wiederholt werden sollte“, so Rudolf Wertenbruch aus Siegburg, zusammen mit seiner Ehefrau Soo-Ae seit 1969 aktives Mitglied der DKG.

In der koreanischen Presse in Deutschland und Korea wurde ebenfalls bereits über den erfolgreichen Empfang der Deutsch-Koreanischen Gesellschaft in Bonn berichtet.

 

http://www.opinionnews.co.kr/news/articleView.html?idxno=112118

https://kyoposhinmun.de/koreaner/2025/02/17/22576/

 

 

Text: Reiner Schöler, Lydia Tosses, Wolfram van Stephold

Fotos: Björn Molter

Yoorina Bae neue Leiterin des Orchesters Collegium Musicum

Starke Präsenz der Deutsch-Koreanischen Gesellschaft bei den Konzerten der koreanischen Dirigentin Yoorina BAE als neuer Leiterin des Bonner Orchesters “ Collegium Musicum“.

Am 26. und 27. Januar 2025 fanden zwei Konzerte des Bonner Orchesters „Collegium Musicum“ unter der neuen Leitung (Wintersemester 24/25) der in Seoul geborenen Koreanerin Yoorina BAE (39) statt. 
 
Das großartige wie anspruchsvolle Programm zum Ausklang des Wintersemesters wurde in der Aula der Universität vor vollbesetzen Sälen präsentiert. Kompositionen von Arturo Marquez, Emelie Mayer und Anton Bruckner wurden von dem jungen Orchester eindrucksvoll vorgetragen und erhielten langanhaltenden Applaus des begeisterten Publikums.
 
Viele Koreanerinnen und Koreaner sowie Mitglieder der Deutsch-Koreanischen Gesellschaft wollten die beiden Konzerte mit der begeisternden Dirigentin Frau Yoorina BAE erleben und sie mit Ihrer Anwesenheit unterstützen.
Es ist geplant, die Stadt Bonn im kommenden Jahr mit dem Collegium Musicum in Peru zu präsentieren.


Yoorina BAE studierte von 2004 -2010 die Fächer Gesang und Chorleitung an der Korea National University of Arts (KNUA) in Südkorea. Ebenfalls mit Bachelorabschluss studierte sie von 2012 bis 2016 an der Hochschule für Musik und Tanz (HfMT) Köln Orchester­dirigie­ren bei den Pro­fes­so­ren Micha­el Luig und Alexander Rumpf. 
2016-2019 stu­dierte sie im Master­stu­di­en­gang „Diri­gieren Musik­theater“ bei Prof. Rumpf, Köln. Erfahrungen sammelte sie als Chor- und Orchester Leiterin in vielen Projekten und Engagements.
Neben Stationen als Dirigentin in Bern und Köln dirigiert sie seit 2017 auch das Bonner Kammerorchester Röttgen.

Zum Kimchi-Workshop nach Köln

Kimchi für alle, dazu Wissenswertes über Kultur, Bedeutung und Weiterverarbeitung in der koreanischen Küche, an zwei Terminen vermittelt von einem Team von Hando e.V. und DKG e.V. NRW in der Alten Feuerwache Köln

Im hinteren Teil des Hofes der Alten Feuerwache in Köln riecht es nach Knoblauch, Rettich, Zwiebeln und weiteren Zutaten. Durch diese Düfte angelockt, stehen Interessenten an den Fenstern und schauen hinein. Die Neugier ist geweckt, Unmengen von geschnittenem Kohl und angerührter Kimchi-Paste sind zu sehen.

Der von Hando e.V. und der Deutsch-Koreanischen Gesellschaft e.V. RV NRW organisierte   Kimjang, die gemeinsame Zubereitung von Kimchi hat begonnen. Von der UNESCO wurde dieser Brauch Koreas als immaterielles Kulturerbe der Menschheit aufgenommen, wie symbolisch vereint seit 2013 für Südkorea und seit 2015 für Nordkorea.  Der Brauch des  Kimjang in Korea soll daran erinnern, im Einklang mit der Natur zu leben, den sozialen Zusammenhalt zu fördern und die kooperative Zusammenarbeit in Familie und Nachbarschaft wertzuschätzen.  

Design: Lene Marei Mrosik

Für die zwei Workshops am 01.12.2024 und 26.01.2025 waren insgesamt 80 Personen angemeldet, weitere Interessenten waren auf der Warteliste.  Bevor es losging, mussten allerdings alle Zutaten eingekauft und vorbereitet werden. Chinakohl und Rettich kamen von einem koreanischen Bauern in Straelen nah der Grenze nach Holland, alle weiteren Zutaten konnten in Asia-Shops in und um Köln eingekauft werden. Da verschiedene Varianten zur Herstellung angeboten wurden, musste ein Teil des Kohls bereits am Vortag gesalzen werden. Dazu gab es jeweils eine klassische Variante mit Fischsauce und eine vegetarische Variante.

 

Bestens vorbereitet, konnte der Workshop pünktlich mit Verteilung aller Zutaten auf die  Tische zu  jeweils 8 Personen beginnen. Überall wurde geschnibbelt, gerührt, vermengt, bis dann endlich der zubereitete Kimchi in die mitgebrachten Behälter gefüllt werden konnte. „Ein ganz tolles Event! Vielen Dank an das Orga-Team von Hando und DKG und führt die Reihe bitte auf jeden Fall weiter“, so Janine Quach aus Köln-Nippes, die gleich ihre noch nicht einjährige Tochter mitgebracht hatte.

Die Kimchi-Paste wird zubereitet

Gruppenfoto der Teilnehmer zum Abschluss

Fotos: privat

Korea als Kulturbrücke auch in der Gartenkunst

Der Regionalverband NRW lädt am 22.06.2024 zu einer Führung durch den Japanischen Garten in der Bonner Rheinaue ein

Buddhismus, Daoismus, Schriftzeichen, Malerei, Kampfsport, Kulinarik und nicht zuletzt auch Gartenkunst. Fachkundig erläuterte Michael Usinger, Dozent an der Hochschule Niederrhein, den ca. 25 Gästen der DKG NRW die Verbindungen und gegenseitigen Einflüsse ostasiatischer Gartenkunst am Beispiel des Japanischen Gartens in der Bonner Rheinaue. Dieser ist anlässlich der Bundesgartenschau 1979 in Anlehnung an den sogenannten Tsukiyama Stil, künstlich gestalteter Hügel, angelegt worden.

Auf der Holzbrücke eröffnete sich der gesamte Garten mit seinem weiten Blick über den angelegten See.

Den Teilnehmern wurden weitere typische Gestaltungsprinzipien vermittelt, so das Mie-Gakure, Verbergen, Enthüllen, die Shakkai-Technik, geliehene Szenerie, oder das Element Mizu, Wasser, welches als Symbol für den Fluss des Lebens gedeutet werden kann. Von der sprudelnden Quelle, Geburt und Kindheit, über das wild dahinfließende Wasser, Heranwachsen, Hindernisse und Felsen, Schwierigkeiten und Rückschläge, hin zu einem ruhigen See, letzte Lebensphase als Ort des Friedens und der Erkenntnis, fand sich dieser Lauf des Lebens sofort in der Vorstellung der Besucher wieder.

Die anschließende kleine Stärkung mit gekühlten Getränken und Fingerfood in der sechseckig kupferbedeckten Azumaya, Holzlaube, bot noch einmal einen freien Blick auf das zur Ruhe gekommene Wasser und eine aus weißen Granitsteinen nachgebildete Sandbank, die eigentlich einen idealen Platz zum Ausruhen mit anschließender Teezeremonie darstellt.

In der Azumaya, einem Ort zum zur Ruhe kommen, tauschten die Teilnehmer ihre Eindrücke aus.

Bericht und Fotos:
DKG NRW, Wolfram van Stephold
E-Mail: dkg.nrw@gmail.com