Tandem im Sommer! Kleine Unterschiede in der Wiederholung


Der Regionalverband Baden-Württemberg der DKG veranstaltete am 23. Mai 2026 sein zweites Tandem-Treffen bei sommerlicher Hitze von über 30 Grad. Wie schon beim letzten Mal leiteten die DKG-Mitglieder Jonas Winter und Sylvana Freyberg die Veranstaltung.

Im Vergleich zu früheren Treffen nahmen diesmal rund 25 Personen mit verschiedensten Hintergründen teil. Besonders ins Auge fielen dabei sechs koreanische Studentinnen, die erst im April dieses Jahres als Austauschstudentinnen an der Universität Hohenheim angekommen waren. Sie nahmen auf Einladung von DKG-Mitglied Anastasia Satslidis, einer Kommilitonin von ihnen, zum ersten Mal teil. Das Tandem-Treffen bot ihnen die Möglichkeit, erste Grundlagen der deutschen Sprache zu üben und sich auf ungezwungene Weise der fremden Kultur anzunähern.

Der deutsche Teilnehmer Patrick, der ein Koreanistik-Studium an der Universität Tübingen abgeschlossen hatte, besuchte die Veranstaltung ebenfalls zum ersten Mal. Nach seinem Studium hatte er kaum noch Gelegenheit gefunden, im Alltag Koreanisch zu sprechen, bis er auf das Tandem-Treffen aufmerksam wurde. Er freue sich, durch diese Veranstaltung sein Sprachgefühl für das Koreanische weiter aufrechterhalten zu können, fügte er hinzu.

Soyoung Jang, die die DKG durch das Tandem-Treffen im vergangenen Jahr kennengelernt hatte, fiel auch diesmal durch ihre besonders aktive Teilnahme auf. Sie ist seit letztem Jahr regelmäßig dabei und zeigt großen Ehrgeiz, ihr Deutsch zu verbessern. Nach ihrem Umzug von Korea nach Deutschland kommuniziere sie im Berufsalltag fast ausschließlich auf Englisch, weshalb der Kontakt zur deutschen Kultur und zum gemeinschaftlichen Leben bisher begrenzt geblieben sei, erzählte sie. Den Wunsch nach sozialem Austausch außerhalb der Arbeit habe sie schon länger gespürt, und durch diese Veranstaltung habe sie ihn ein wenig stillen können.

Tandem-Teilnehmende im Gespräch miteinander.

Tandem-Teilnehmende nach dem Platzwechsel im Gespräch miteinander.

 

Äußerlich betrachtet war es wieder dasselbe Tandem-Treffen, und doch verwandelte es sich in etwas Besonderes. Es mag viele Gründe dafür geben, der wichtigste dürfte jedoch sein, dass in der Wiederholung ein feiner, aber deutlicher Unterschied spürbar war: Jemand übernahm die Rolle einer Brücke für Neuankömmlinge. Jemand erinnerte daran, dass dieser Ort in der Region Baden-Württemberg als gemeinnütziger Treffpunkt, an dem frei Koreanisch und Deutsch gesprochen werden kann, so gut wie einzigartig ist. Und jemand ließ spüren, dass dieses Tandem-Treffen ein offener Raum für kulturellen und sozialen Austausch ist.

Gemeinsames Erinnerungsfoto der Tandem-Teilnehmenden im Biergarten.

Nach der Veranstaltung zog die ganze Gruppe gemeinsam in einen nahegelegenen Biergarten, lachte viel bei einem kühlen Bier und tauschte sich über den Alltag aus, bevor man sich mit großer Vorfreude auf das Grillfest des Regionalverbands Baden-Württemberg im August herzlich verabschiedete.

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