Ausstellung „Jenseits des Horizonts“ voller Erfolg

23Am Sonntag, dem 26. April 2026  eröffneten der deutsche Künstler Hans Gunsch und der koreanische Künstler Junkyu Lim mit Unterstützung der DKG Regionalverband Baden-Württemberg gemeinsam die Ausstellung «Horizont» in der Galerie Pupille in Reutlingen. Im Mittelpunkt der Arbeit der beiden Künstler steht die kulturübergreifende Parallele der menschlichen Gefühle.

Welcher Moment ist der hinreißendste unter all den Freuden, die menschliche Beziehungen schenken? Wohl jener Augenblick, in dem man trotz aller Unterschiede plötzlich eine Gemeinsamkeit entdeckt — wenn sich zwei Gedanken unverhofft begegnen. Die Deutsch-Koreanische Gesellschaft (DKG) verbindet zwei Kulturen, indem sie gegenseitige Anerkennung lebt und das bereichernde Miteinander als zentralen Wert fördert. Eben diese Gesellschaft entdeckte zufällig in der Kunstwelt denselben Gedanken.

Die DKG bereitete schwäbischen Wein, koreanische Snacks, Getränke und koreanisches Bohnenbrot vor. Das DKG-Mitglied Anastasia Satslidis übernahm die Öffentlichkeitsarbeit über verschiedene Internetplattformen, um auf die Ausstellung aufmerksam zu machen.Vanessa Witt und Selma Tukic schenkten den Gästen Wein ein und stellten ihnen die koreanischen Snacks vor.

Tisch mit koreanischem Bohnenbrot und Gebäck

Tisch mit schwäbischem Wein und Brezeln

                          

Inmitten der Veranstaltung sprach auch der Vorsitzende der DKG Baden-Württemberg, Ju-Kyung Park. Er betonte, wie sehr er sich freue, eine solche Ausstellung begleiten zu dürfen, und versprach, dass die DKG auch künftig als Brückenbauerin zwischen Deutschland und Korea ihr Bestes geben wird. Im Anschluss lud er die Gäste ein, den schwäbischen Wein, das Bohnenbrot und das koreanische Gebäck in vollen Zügen zu genießen.

Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden des DKG-BW, Ju-Kyung Park, erläutert der Kulturwissenschaftler Florian Stegmaier die Werke.

Die Ausstellungsvorstellung von Wolfgang Stöhr und die Werkerläuterungen des Kulturwissenschaftlers Florian Stegmaier regten zu tieferem Nachdenken an. Vor allem die Präsentation der Möglichkeit, dass eine Kraft, die nur dem Menschen eigen ist, jenseits der Grenzen von Kultur, Sprache, Generation und Nationalität, wirken kann.

 

Mitglieder des DKG-BW vor einem Kunstwerk in der Ausstellung.

Kunstwerke der beiden Künstler, die beiden linken Junkyu Lim, das rechte Hans Gunsch.

In einer komplexen, pluralen und multikulturellen Zeit liegt der Weg nach vorn nicht im Nebeneinander, sondern im Miteinander. Die vagen und vielschichtigen Empfindungen jenseits des Horizonts, die Gleichheit inmitten der Verschiedenheit, die neuen Erfahrungen aus der Begegnung mit dem anderen, diese Werte könnten unsere Richtung sein.

Gruppenfoto der Mitglieder des DKG-BW und der Besucher.

Tandem im Sommer! Kleine Unterschiede in der Wiederholung

Der Regionalverband Baden-Württemberg der DKG veranstaltete am 23. Mai 2026 sein zweites Tandem-Treffen bei sommerlicher Hitze von über 30 Grad. Wie schon beim letzten Mal leiteten die DKG-Mitglieder Jonas Winter und Sylvana Freyberg die Veranstaltung.

Im Vergleich zu früheren Treffen nahmen diesmal rund 25 Personen mit verschiedensten Hintergründen teil. Besonders ins Auge fielen dabei sechs koreanische Studentinnen, die erst im April dieses Jahres als Austauschstudentinnen an der Universität Hohenheim angekommen waren. Sie nahmen auf Einladung von DKG-Mitglied Anastasia Satslidis, einer Kommilitonin von ihnen, zum ersten Mal teil. Das Tandem-Treffen bot ihnen die Möglichkeit, erste Grundlagen der deutschen Sprache zu üben und sich auf ungezwungene Weise der fremden Kultur anzunähern.

Der deutsche Teilnehmer Patrick, der ein Koreanistik-Studium an der Universität Tübingen abgeschlossen hatte, besuchte die Veranstaltung ebenfalls zum ersten Mal. Nach seinem Studium hatte er kaum noch Gelegenheit gefunden, im Alltag Koreanisch zu sprechen, bis er auf das Tandem-Treffen aufmerksam wurde. Er freue sich, durch diese Veranstaltung sein Sprachgefühl für das Koreanische weiter aufrechterhalten zu können, fügte er hinzu.

Soyoung Jang, die die DKG durch das Tandem-Treffen im vergangenen Jahr kennengelernt hatte, fiel auch diesmal durch ihre besonders aktive Teilnahme auf. Sie ist seit letztem Jahr regelmäßig dabei und zeigt großen Ehrgeiz, ihr Deutsch zu verbessern. Nach ihrem Umzug von Korea nach Deutschland kommuniziere sie im Berufsalltag fast ausschließlich auf Englisch, weshalb der Kontakt zur deutschen Kultur und zum gemeinschaftlichen Leben bisher begrenzt geblieben sei, erzählte sie. Den Wunsch nach sozialem Austausch außerhalb der Arbeit habe sie schon länger gespürt, und durch diese Veranstaltung habe sie ihn ein wenig stillen können.

Tandem-Teilnehmende im Gespräch miteinander.

Tandem-Teilnehmende nach dem Platzwechsel im Gespräch miteinander.

 

Äußerlich betrachtet war es wieder dasselbe Tandem-Treffen, und doch verwandelte es sich in etwas Besonderes. Es mag viele Gründe dafür geben, der wichtigste dürfte jedoch sein, dass in der Wiederholung ein feiner, aber deutlicher Unterschied spürbar war: Jemand übernahm die Rolle einer Brücke für Neuankömmlinge. Jemand erinnerte daran, dass dieser Ort in der Region Baden-Württemberg als gemeinnütziger Treffpunkt, an dem frei Koreanisch und Deutsch gesprochen werden kann, so gut wie einzigartig ist. Und jemand ließ spüren, dass dieses Tandem-Treffen ein offener Raum für kulturellen und sozialen Austausch ist.

Gemeinsames Erinnerungsfoto der Tandem-Teilnehmenden im Biergarten.

Nach der Veranstaltung zog die ganze Gruppe gemeinsam in einen nahegelegenen Biergarten, lachte viel bei einem kühlen Bier und tauschte sich über den Alltag aus, bevor man sich mit großer Vorfreude auf das Grillfest des Regionalverbands Baden-Württemberg im August herzlich verabschiedete.

Einladung der DKG Baden-Württemberg: Gemeinsame Ausstellung „Horizont“ in Reutlingen

Der DKG Regionalverband Baden-Württemberg lädt ein zur gemeinsamen Ausstellung „Horizont“ von zwei Künstlern aus Korea und Deutschland in Reutlingen.

Junkyu Lim (Südkorea, 36 Jahre) und Hans Gunsch (Deutschland, 69 Jahre) – zwei Generationen, zwei Kulturen, zwei Sprachen – das verbindende ist die Malerei. Im Mittelpunkt ihrer Arbeiten stehen universelle menschliche Gefühle wie Angst, Unsicherheit, Mitgefühl aber auch Sehnsucht, Einsamkeit und Beziehung, die über sprachliche und kulturelle Grenzen hinweg verstanden werden können. Die Ausstellung untersucht, wie diese Emotionen malerisch visualisiert werden und welchen Stellenwert dabei der Horizont sowie die menschliche Figur einnehmen.

Die Ausstellung bietet einen interkulturellen Dialog zwischen Südkorea und Deutschland und fordert dazu auf, über die grundlegenden menschlichen Erfahrungen nachzudenken, die uns trotz aller Unterschiede verbinden. Sie zeigt, wie die Kunst als universelle Sprache tiefgreifend wirken kann.

26. April bis 17. Mai 2026
Produzentengalerie Pupille e.V.
Peter-Rosegger-Str.97
72762 Reutlingen

Wo Worte sich begegnen Tandem Stuttgart

Am Samstag, dem 14. März 2026, um 16 Uhr startete das Tandem-Event unter der Leitung der DKG-Mitgliedern Jonas Winter und Sylvana Freyberg.

Sylvana Freyberg und Jonas Winter, Leitung des Tandem-Events.

Insgesamt fanden sich 15 Teilnehmer zusammen, darunter Koreaner und Deutsche im Alter von etwa 20 bis 60 Jahren. Die Teilnehmer saßen in Vierergruppen an ihren Tischen und begannen, miteinander zu reden, die Deutschen auf Koreanisch, die Koreaner auf Deutsch.

Am Anfang war die Atmosphäre noch etwas steif, doch durch lockere Begrüßungen und kleine Witze taute die Stimmung schnell auf. Stockte das Gespräch oder kam ein holpriger Satz heraus, half der Tandem-Partner geduldig weiter, korrigierte freundlich oder erklärte noch einmal von vorne. In den stillen Momenten griffen die Teilnehmenden zu Snacks und Getränken, und wer mit einem Partner genug geredet hatte, wechselte einfach zur nächsten Gruppe.

▲ Die Teilnehmenden treffen ein – kurz vor Beginn des Tandem-Events.
© DKG-BW Organisationsteam, Foto 1: Ju Kyung Park 2026.

Einer der koreanischen Teilnehmer sagte:

„Deutsch ist schwer. Im Alltag fällt es mir nicht leicht, natürlich zu reden. Aber hier versteht man mich, auch wenn ich Fehler mache, und das macht es viel angenehmer.“

Eine deutsche Muttersprachlerin erzählte: „Ich habe Koreanisch bisher nur über koreanische Dramen gelernt. Orte, wo man direkt mit Koreanern sprechen kann, gibt es wenig. Umso mehr freue ich mich über dieses Event.“

Ein anderer Teilnehmer bereitete sich gerade auf ein Austauschsemester in Korea vor und fand es spannend, schon in Deutschland Koreaner treffen zu können, um die Sprache zu üben und aus erster Hand vom Alltag in Korea zu erfahren.

Jeweils vier Teilnehmende an einem Tisch – das Tandem-Event in vollem Gange.

Bei all diesen Begegnungen zeigte sich, dass das Lernen einer Sprache über Vokabeln und Grammatik hinausgeht. Es ist ein Prozess, eine Kultur kennenzulernen und neue Beziehungen zu knüpfen. Manches lässt sich eben nur in einer echten Begegnung spüren, nicht online.

Byong-Hak Kim, Sorin, Miriam im Gespräch

Nach dem offiziellen Ende blieben einige sitzen und redeten weiter. Danach brach ein Großteil der Teilnehmenden zum gemeinsamen Abendessen auf. Die Gespräche waren nicht perfekt, aber vielleicht steckte genau deshalb etwas besonders Ehrliches darin. „Bis zum Tandem im Mai“ so klang der Abschied.

Neues Land, alte Tradition Seollal-Feier der DKG in Stuttgart

Traditionell ist das koreanische Neujahrsfest Seollal ein bedeutsamer Tag in der koreanischen Kultur, an dem man seinen Vorfahren Respekt erweist und das neue Jahr im Kreis der Familie feiert. Es ist außerdem eine Zeit, um auf das vergangene Jahr zurückzublicken, neue Vorsätze zu fassen und einen Neubeginn zu wagen.

Ju Kyung Park, Vorsitzender der DKG-BW, bei seiner Begrüßungsrede vor dem Konzert

Die Deutsch-Koreanische Gesellschaft (DKG) organisierte am 27. Februar 2026 um 18:30 Uhr in Stuttgart eine Seollal-Feier. An der Veranstaltung nahmen etwa 40 Personen unterschiedlichen Alters und verschiedener Nationalitäten teil, darunter Koreaner, Deutsche sowie Gäste aus anderen Ländern. Die Feier begann mit einer kurzen Begrüßung durch den Vorsitzenden der DKG-BW, Ju Kyung Park, und das Vorstandsteam. Darauf folgte das Musikprogramm der Jazzband Laonmori, die die Teilnehmenden mit ihren Liedern bestens unterhielt und eine festliche, stimmungsvolle Atmosphäre schuf.

Die Jazzband Laonmori bei ihrem Auftritt.

Ju Kyung Park, Vorsitzender der DKG-BW, bei seiner Begrüßungsrede vor dem Konzert

Im Anschluss bereiteten die Teilnehmenden gemeinsam Tteokguk zu, eine koreanische Suppe, die traditionell am Neujahrsfest serviert wird, und genossen anschließend ein Abendessen mit weiteren koreanischen und anderen Speisen. Danach konnten die Gäste traditionelle koreanische Spiele wie Gonggi ausprobieren.

Eine Schüssel frisch zubereitetes und gemeinsam gekochtes Tteokguk

Einige koreanische Teilnehmer freuten sich, das Neujahrsfest in der Ferne feiern zu können, auch wenn sie ihre Familien und Verwandten nicht persönlich treffen konnten.

Für die deutschen Gäste bot sich die Gelegenheit, das traditionelle koreanische Neujahrsfest aus nächster Nähe kennenzulernen. Für alle entstand ein besonderer Moment, um dem gewohnten Alltag zu entfliehen und neue Eindrücke zu sammeln.

Jinah Lee, Ju Kyung Park und Vanessa Witt stellen den Gästen Tteokguk vor.

Zwischen Vertrautem und Neuem, zwischen Deutschland und Korea – trotz kultureller Unterschiede zeigte sich, wie wertvoll Zusammenhalt und gegenseitiger Respekt sind. Möge der kleine Funke, der bei dieser Begegnung entzündet wurde, sich als Same des Miteinanders weiter entfalten.

Gonggi-Wettkampf unter der Leitung von Selma Tu- kic und Ju Kyung Park.

In diesem Sinne hoffen wir für das Jahr 2026 auf weitere gelungene Veranstaltungen der DKG-BW, die Begegnungen zwischen beiden Kulturen ermöglichen und zu einem tieferen Verständnis füreinander beitragen – geprägt von Faszination und gegenseitiger Anerkennung.

BBQ Event der DKG BW im Juni 2024

Was war das für eine vielfältige tolle Party. Und der Dauerregen konnte dem gar keinen Abbruch tun.

Am Samstag, den 22. Juni hatte die DKG Baden Württemberg unter dem Motto BBQ Event 2024 auf den Grillplatz am Weg zum Bärenschlössle in Stuttgart auf verschiedenen Kanälen wie z.B. Instagram eingeladen. Trotz des leider über einige Stunden andauernden Regens trafen erfreulicherweise einige Mitglieder und viele Interessierte nach und nach ein, so auch Teilnehmer des Tandem Sprachtreffs, das sich im vergangenen Jahr zu einem regelmäßig stattfindenden DKG BW Event etabliert hat.

Insgesamt nahmen somit mehr als 40 Interessenten an dem diesjährigen BBQ Event teil, die dank des mit Bänken ausgestatteten und gut überdachten großen Grillplatzes Spaß miteinander haben konnten.

Dass der Genuss und Austausch über die selbst mitgebrachten Speisen von den Teilnehmern aus Korea und Deutschland eine hervorragende Ausgangslage für ein erfolgreiches DKG BW Event bieten, bestätigte sich auch dieses Mal. Neben Kartoffelsalat, Kimbab, Gemüsesticks, Kimchi, Kuchen und Samgyeobsal gab es u.a. auch Bier und Soju, die für eine erheiterte Stimmung bis in den Abend sorgten.

Dabei kam man gut ins Gespräch, in dem man sich einerseits über die eigenen Erfahrungen und Erlebnisse in der deutschen und koreanischen Kultur austauschen konnte, aber auch den eigenen Horizont erweitern konnte. Beispielsweise waren manche noch nie in Korea, andere wiederum hatten einiges vom Studium oder mehreren Jahren Aufenthalt, Arbeitsleben oder auch Urlaub berichten. Zusätzlich zu deutschen Interessierten nahmen sogar Interessierte aus den USA teil, die vor Kurzem nach Deutschland gezogen waren. Sogar ein paar Kinder tobten herum, denen das diesjährige DKG BW BBQ Event offenbar auch gefiel.

Am Ende nach vielen Stunden beschien sogar die Sonne unser sehr schönes Grillfest, im Zuge dessen wir sogar zwei Neumitglieder für die DKG BW gewinnen konnten.