6. Oktober 2026 Regionalverband Bayern

Auf koreanischen Spuren in Erfurt Länderübergreifendes DKG-Treffen am 3. Oktober 2026


Die Idee: Besuch bei Dr. Sylvia Bräsel, einer der herausragenden Korea-Expertinnen im deutschsprachigen Raum in ihrer Heimat Erfurt, Mirok Li-Preisträgerin 2009 und Laudatorin der Mirok Li-Preisträgerin 2025 Ki-Hyang Lee, der deutschen Übersetzerin der koreanischen Literaturnobelpreisträgerin Han Kang, bei unserem Koreatag im bayerischen St. Ottilien.

Das Resultat: ein wunderbarer Koreatag mit Mitgliedern und Freunden der DKG aus drei Bundesländern, aus Berlin, Sachsen-Anhalt und Bayern in einem vierten Bundesland Thüringen und das an einem besonderen Tag, dem deutschen und koreanischen Nationalfeiertag.


Treffpunkt am Samstag, dem 3. Oktober, zum Mittagessen im koreanischen Restaurant Wollkim, ein besonderer Ort der deutsch-koreanischen Sportgeschichte. Die Gründer dieses wunderbaren Restaurants mit fantastischem Blick auf den Erfurter Dom sind das Ehepaar Nami Kim und Jörn Wollschläger, zwei ehemalige Biathleten, sie Ex-Vizepräsidentin der Internationalen Biathlon Union (Weltverband im Wintersport Biathlon), er ein früherer deutscher Topathlet und Trainer. Die Wände des Lokals sind voll mit Erinnerungen und Grüßen von Gästen des Spitzensports aus Korea und Deutschland.

Schon beim ausgezeichneten Essen tauschte sich die Gruppe mit Teilnehmer(inn)en mehrerer Generationen über ihr Korea, ihr deutsch-koreanisches Verhältnis aus, über Bezugspunkte, Erfahrungen, Vorlieben.

Was folgte, war ein einzigartiger Stadtrundgang, speziell auf die Beziehungen Deutschland-Korea ausgerichtet und von Dr. Bräsel akribisch vorbereitet.


Sie führte uns zu Erfurts Wahrzeichen wie dem Dom, dem neugotischen Rathaus, der mit winzigen Häuschen überbauten Krämerbrücke über dem Flüsschen Gera, der kleinen Synagoge. Frau Bräsel überraschte uns aber auch immer wieder mit deutsch-koreanischen Beziehungen in Thüringen, nicht nur im Restaurant Wollkim.

Nur zwei Beispiele:
Ernst Kroebel, 1853 im thüringischen Schleusingen geboren, kam als Kaufmann nach China und Korea. Seine Frau Emma Kroebel war für kurze Zeit in Vertretung die Haushofzeremonienmeisterin in Seoul unter Kaiser Gojong und verarbeitete ihre Eindrücke 1909 in einem Buch.
Max von Brandt, geboren 1835, war deutscher Diplomat, Mitbegründer der Ost-Asiatischen-Gesellschaft, spielte eine Schlüsselrunde in den frühen deutsch-koreanischen Beziehungen, heiratete in Korea eine US-amerikanische Diplomatentochter und lebte nach seiner Pensionierung in Weimar, nahe Erfurt.
Frau Bräsel erklärte uns in einem etwa zweistündigen Stadtrundgang auch viele weitere Beispiele dieser deutsch-koreanischen Beziehungen und versorgte uns mit liebevoll zusammengestellten, detaillierten schriftlichen Zusatzinformationen.


Was bleibt: es war ein informativer und inspirierender Koreatag mit Menschen aus mehreren Landesverbänden und geleitet von einer herausragenden Persönlichkeit der Deutsch-Koreanischen Gesellschaft. Herzlichen Dank allen Beteiligten!

Teilnehmende:
Korea-AG Ernst-Abbe Gymnasium Berlin:
Anna Poplenkina (Lehrerin), Delicia, Ismael
Sachsen-Anhalt: Patrick Langner-Möwes (Halle), Dogsmaa und Thomas Rieke (Magdeburg)
Thüringen: Arian Rieke, Sylvia Bräsel (Erfurt)
Bayern: Juliana Baron (München); Astrid Freyeisen, Frank Hollmann (München/Würzburg)

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