„Mer blieve bunt – ejal watt kütt!“ Rosenmontag Düsseldorf

Die Dokhan-Seniorenbrücke des Regionalverbands NRW in der Koreanischen Fußgruppe im Rosenmontagszug durch die Düsseldorfer Innenstadt

Erneut ist der Koreanische Verein Düsseldorf dem diesjährigen. Motto der Stadt Düsseldorf gefolgt und hat eine bunte Fußgruppe zusammengestellt. In diesem Jahr beteiligt sind neben dem eigenen Verein erstmals Mitglieder des Sejong-Instituts der Universität Bonn, der K-Pop Akademie townk.dancestudio und der Dokhan-Seniorenbrücke des Regionalverbands NRW.

Ziel der gemeinsamen Aktion ist es, die vorwiegend älteren Teilnehmer der koreanischen Gruppe mit jüngeren Menschen aus dem DKG-Netzwerk in NRW zu verstärken, den ca. 600.000 Besuchern und Millionen Zuschauern nah und fern ein buntes und vielfältiges Bild koreanischer Kultur zu präsentieren und daraus  gemeinsame und generationenübergreifende Begegnungen und Erlebnisse zu schaffen.

Tänzer des Sejong-Instituts Bonn am Anfang der Fußgruppe

Mit dabei sind Sung-Kyu CHUNG, Präsident des Verbands der Koreaner in Deutschland e. V., Chang-Won KO, Vorstand Koreaverband Düsseldorf, und Sang-Mi OH vom Sejong-Institut an der Universität Bonn. Für Euronews dabei ist Jungah YANG, die den rheinischen Karneval zum ersten Mal erlebt und von den feierlustigen Menschen am Zugweg begeistert ist. Jongmin KIM von der Tanzakademie townk.dancestudio hat eine K-Pop Gruppe zusammengestellt und angeleitet. Mit einer Soundbox ausgestattet stellen die Mädchen im hinteren Teil der Gruppe immer wieder Choreografien vor, die die Zuschauer vollauf begeistern. Vorne ist eine große Gruppe des Sejong-Instituts Bonn zu sehen, die von vier traditionell gekleideten  Damen mit Fächern angeführt wird und für ein buntes und bewegungsstarkes Bild sorgt. Die Übertragung im WDR-Fernsehen fängt dieses Bild minutenlang ein und lässt erahnen, wie gut Rheinischer Frohsinn und koreanische Lebensart an diesem Tag zusammenpassen und die Beteiligten ganz nebenbei ein starkes Zeichen für Vielfalt und Völkerverständigung setzen.

Mitglieder der K-Pop Akademie townk.dancestudio am Zugweg begeistern die Zuschauer

Ca. 600.000 Menschen sind am Zugweg,  NRW-Ministerpräsident Henrik Wüst und Vertreter der Landesregierung und der Stadt Düsseldorf sind in aktiver Rolle auf den Wagen beteiligt. Zusätzlich berichten WDR, YTN, UriNews, EuroNews und Kyoposhinmun über das bunte Treiben.  Schon im Vorfeld wurden die Motive des bekannten  Düsseldorfer Wagenbauers Jacques Tilly mit Spannung erwartet. In diesem Jahr ganz besonders, weil er wegen seiner Wagengestaltung inzwischen in Russland angeklagt wurde.

Am Ende sind alle Teilnehmer der koreanischen Gruppe ins Restaurant „Korea-Haus“ zur Stärkung  eingeladen, um sich danach in den Trubel der Düsseldorfer Kneipen zu stürzen oder auf der Straße weiterzufeiern.

Tänzer des Sejong-Instituts Bonn am Anfang der Fußgruppe

„Wir sind unglaublich dankbar, Teil dieses besonderen Moments gewesen sein zu dürfen. Die Energie, die Menschen und die Stimmung waren einfach einzigartig. Danke für diese tolle Möglichkeit und an alle, die diese Tage so besonders gemacht haben“, so Jongmin KIM, stellvertretend für alle Teilnehmer der Tanzakademie townk.dancestudio im Rückblick.

Links
townk.dancestudio: www.townk.de
Euronews: https://m.youtube.com/watch?v=bLDAWHG4QIM

Bericht und Fotos
Wolfram van Stephold, RV NRW

DKG-RV Berlin-Brandenburg startet ins Vereinsjahr 2026

Am 30. Januar 2026 fand die diesjährige Mitgliederversammlung des Regionalverbands Berlin-Brandenburg der Deutsch-Koreanischen Gesellschaft e.V. statt. Die Versammlung unterstrich einmal mehr die lebendige Vereinsarbeit und das große Interesse an den deutsch-koreanischen Beziehungen in der Region.

Rückblick auf ein aktives Jahr 2025
Unter der Leitung von Henriette Wunderlich blickte der Vorstand auf ein ereignisreiches Vereinsjahr zurück. Zahlreiche Veranstaltungen und Begegnungen machten 2025 zu einem lebendigen Jahr voller Austausch und Engagement. Für ihren unermüdlichen Einsatz und die geleistete Arbeit des gesamten Vorstands sprach Botschafter a.D. Rolf Mafael, Vorsitzender der DKG, seinen herzlichen Dank aus.


Vorstand einstimmig gewählt
Im Anschluss wählten die Mitglieder den neuen Vorstand – alle Kandidatinnen und Kandidaten erhielten ein einstimmiges Votum. Gewählt wurden:

Vorsitzender: Thomas Rieke

Stellvertretende Vorsitzende: Henriette Wunderlich

Schriftführerin: Doris Hertrampf, Botschafterin a.D.

Beisitzerinnen und Beisitzer: Sunkyoung Jung · Thomas Konhäuser · Byoung Ok Park · Ok-Hi Yun

Der neue Vorstand dankte für das Vertrauen und kündigte an, die erfolgreiche Arbeit des Regionalverbands für Berlin und Brandenburg sowie Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen engagiert fortzuführen.


Stark besuchter Vortrag zu Nordkorea
Direkt im Anschluss an die Mitgliederversammlung fand eine gut besuchte Abendveranstaltung statt: Botschafter a.D. Thomas Schäfer sprach zur aktuellen Situation in Nordkorea und diskutierte mit den Gästen über politische und gesellschaftliche Entwicklungen.

Veranstaltungen 2026 in Planung
Der Regionalverband blickt auf ein vielfältiges Programm:

  • 1. Quartal: Vortrag Prof. Dr. Bernhard Seliger
    • 17. April: Lesekreis „Die Tochter“
    • 22. August: Sommerfest
    • 2. Halbjahr: Vortrag Annette Knobloch, Referatsleiterin für Ostasien, Australien,Neuseeland und die Pazifikinseln (Auswärtiges Amt)

Mitmachen ausdrücklich erwünscht
Im Mittelpunkt der Vereinsarbeit stehen Austausch, Dialog und das gemeinsame Interesse an Korea sowie an den deutsch-koreanischen Beziehungen. Mitglieder und Interessierte sind herzlich eingeladen, sich einzubringen und Veranstaltungen aktiv mitzugestalten. Ideen, Themenvorschläge und Anregungen sind jederzeit willkommen.

Der Vorstand freut sich auf ein lebendiges Vereinsjahr 2026 und viele persönliche Begegnungen.

 

Thomas Rieke

Tätigkeitsbericht 2025 Regionalverband Saarland DKG

Der Regionalverband Saar der Deutsch-Koreanischen Gesellschaft hat jetzt, also sechs Jahre nach seiner Gründung, 47 Mitglieder und dürfte damit, bezogen auf die Einwohnerzahl, einer der mitgliederstärksten Regionalverbände der DKG sein. Vier Mitglieder aus dem Saarland sind der DKG im Jahr 2025 beigetreten, was die Lebendigkeit der DKG-Saar zeigt. Für ihre Veranstaltungen kann die DKG-Saar kostenlos die Räumlichkeiten des Schülerforschungs- und -technikzentrums (SFTZ) in St. Ingbert nutzen.

Am 1. Februar feierte die DKG-Saar im SFTZ das traditionelle Seollal (Neujahrsempfang), das sich nach dem Mondkalender richtet. Die Teilnehmer waren Mitglieder der DKG-Saar sowie Vorstandsmitglieder des Vereins der Koreaner im Saarland. In diesem Rahmen fand die Mitgliederversammlung 2025 des Regionalverbands statt, und parallel dazu eine Korea Science School: Kinder der koreanischen Familien haben im Chemielabor des SAFTZ experimentiert.

 

Danach wurden die Gäste zu einem gemeinsamen Essen eingeladen, das eine besondere Bedeutung im Rahmen der Feierlichkeiten hat. Wie jedes Jahr sorgte der Verein für eine reichhaltige Bewirtung. Ein besonderer Dank geht an die vielen Helferinnen, die traditionelle Gerichte vorbereitet und zur Feier mitgebracht hatten. Ohne ihren Einsatz wäre das Neujahrsfest nicht möglich gewesen.

Auf dem linken Foto sieht man von rechts nach links den Leiter des Internationalen Büros der Universität, den Leiter des Sprachenzentrums der Universität, den Koreanische Generalkonsul (aus Bonn angereist) und den Oberbürgermeister der Stadt Saarbrücken, also viel lokale Prominenz, bei der Eröffnung der Korea-Woche.

Die Universität des Saarlandes war vom 2. bis 7. Juni der perfekte Ort für diesen kulturellen Ausflug nach Südkorea. Organisiert von der koreanischen Studierendengruppe „Saarhanda“ und unterstützt u. a. vom DKG-Regionalverband Saarland, gab es eine Woche voller Spaß, Essen, Vorträgen und natürlich jeder Menge koreanischer Kultur.

Im Rahmen dieser Korea-Woche fand auch ein koreanischer Sprachwettbewerb statt. Die Wettbewerbsteilnehmer waren überwiegend Teilnehmer des Korea-Sprachkurses am Sprachenzentrum der Universität des Saarlandes. Diesen Sprachkurs gibt es seit dem Wintersemester 2024/25; er erfreut sich sehr großer Nachfrage.

Am 21. Juni veranstaltete der RV-Saar im SFTZ sein traditionelles Grillfest, in Kooperation mit dem Verein der Koreaner im Saarland (자알란트 한인회). Der Tag stand im Zeichen von Wissenschaft, Kulinarik und Gemeinschaft – eine gelungene Mischung, die Groß und Klein begeisterte.

K-Drama OST Konzert – Musik, die unter die Haut geht: Das war am 21. November im Festsaal des Alten Rathauses der Stadt Völklingen ein unvergesslicher Abend voller emotionaler Musik aus beliebten koreanischen Dramaserien. Die Deutsch-Koreanische Gesellschaft RV Saarland hat hierbei mit dem „Verein der Koreaner im Saarland“, der Stadt Völklingen und der VHS Völklingen zusammengearbeitet Die Veranstaltung war bis auf den letzten Platz ausgebucht.

Am 15. Dezember fand, gemeinsam organisiert von der DKG-Saar, dem Verein der Koreaner im Saarland und dem in Saarbrücken ansässigen Deutschen Forschungszentrum für künstliche Intelligenz, DfKI, ein Workshop zum Thema „Künstliche Intelligenz und Naturwissenschaften“ statt, mit Vorträgen von koreanischen und deutschen Wissenschaftlern.

Jahresrückblick 2025 – Regionalverband Berlin-Brandenburg

Im Verlauf des Jahres 2025 organisierte und begleitete der Regionalverband Berlin-Brandenburg der DKG ein vielfältiges Programm aus kulturellen, informativen und vereinsinternen Veranstaltungen.

Den Auftakt bildeten am 9. Januar ein Stammtisch sowie ein Lesekreis zu dem Roman „Ein einfaches Leben“ von Min Jin Lee. Am 26. Februar fand die Mitgliederversammlung im Seoul Kwan statt. Am 1. März beteiligten sich Mitglieder am digitalen Buchclub des Netzwerks Junge Generation Deutschland–Korea zum Werk „Das Leben bestehen“ von Hermann Hesse.

Vom 14. bis 16. März 2026 kam der DKG-Bundesvorstand zu seiner Klausurtagung in Berlin zusammen.

Darauf folgte am 20. März eine Podiumsdiskussion zur 2024 erschienenen Anthologie koreanischer Science-Fiction-Erzählungen „Die Sterne leuchten am Erdenhimmel“. Zu Gast waren die Herausgeberin Sylvana Freyberg (DKG-Mitglied) sowie der Verleger Hardy Kettlitz vom Memoranda Verlag. Die Veranstaltung fand im Koreanisches Kulturzentrum am Leipziger Platz statt und wurde von unserer Generalsekretärin Barbara Sternagel moderiert.

Am 8. April wurde im Rahmen des neuen DKG-Lunch-Talk-Formats ein Online-Vortrag mit Dr. Andrea Schneider, Counsellor Labor and Social Affairs an der Deutschen Botschaft in Seoul, zum Thema „Herausforderungen der jungen und älteren Generationen in Korea“ durchgeführt.

Am 8. Mai trafen sich Mitglieder zu einem Stammtisch in Magdeburg mit einem Input von Doris Hertrampf, Botschafterin a.D., zu ihrer Zeit in Nordkorea. Im Mai fanden zudem DKG-Veranstaltungen auf Bundesebene statt, darunter die Mitgliederversammlung sowie die Verleihung des Mirok-Li-Preises in Gräfeling.

Am 5. Juni folgte ein weiterer DKG-Lunch-Talk in Kooperation mit dem Institut für Korea-Studien: Prof. Dr. Eun-Jung Lee sprach in einem Online-Vortrag über „Südkorea nach der Präsidentschaftswahl“ und unser Vorstandsmitglied Sunkyoung Jung berichtete über die Demokratiebewegung.

Am 13. Juli ab 15 Uhr wurde das Sommerfest der DKG im Pangea-Haus gefeiert.

Am 29. September nahmen DKG-Mitglieder an einem Vortrag des Wiedervereinigungsministers Koreas am Institut für Koreastudien der FU Berlin teil.

Am 10. Oktober fand ein weiterer Stammtisch im Seoul Kwan statt, bei dem DKG-Präsident Rolf Mafael, Botschafter a.D., über das Deutsch-Koreanische Forum 2025 in Südkorea sowie über aktuelle Entwicklungen in Korea berichtete.

Im November kam es zu einem Treffen mit dem Koreanischen Verein Berlin e.V.. Ebenfalls am 7. November wurde ein Lesekreis zum Buch „Das Tagebuch im Waschsalon der lächelnden Träume“ von Kim Jiyun veranstaltet.

Den Auftakt des Jahres 2026 bildete am 23. Januar ein hybrider Lesekreis zum Werk „Der Yalu fließt“ von Mirok Li, ergänzt durch einen historischen Input von Doris Hertrampf zur Situation auf der koreanischen Halbinsel am Ende des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts.

Ergänzt wurden diese Aktivitäten durch regelmäßige Vorstandssitzungen auf Regionalverbands- und Bundesebene, die laufende Mitgliederverwaltung sowie den kontinuierlichen Kontakt zu Institutionen und Einzelpersonen, die mit der DKG in Verbindung stehen oder treten möchten.

Besuch der Nationalversammlung der Republik Korea

Eine kleine Delegation des Verbands der Koreaner in Deutschland und der DKG besucht das Parlamentsgebäude der Republik Korea, 대한민국 국회 Daehanminguk Gukhoe und schaut dabei hinter die Kulissen der politischen Arbeit der Nationalversammlung Koreas.

Auf Einladung von Frau HeeJung Kim, Mitglied der Nationalversammlung, konnte unsere Delegation des Koreaverbandes in Deutschland und Europa sowie der Deutsch-Koreanischen Gesellschaft in NRW am 24.10.2025 interessante Eindrücke zur Arbeit des koreanischen Parlaments gewinnen. Frau Kim wurde 2004 als jüngste weibliche Abgeordnete in das koreanische Parlament gewählt. Sie hat außer einem repräsentativen Büro insgesamt 9 Mitarbeiter und einen direkten Blick auf das Parlamentsgebäude.

Aktuell gibt es 300 Abgeordnete im nationalen Parlament, die alle im Gebäude direkt neben dem Parlamentsgebäude untergebracht sind. Direkt gegenüber dem Abgeordnetenhaus befindet sich die große Bibliothek, zu der neben den Abgeordneten auch andere Bürger ab 12 Jahren Zutritt haben.

Der Parlamentssaal ist ähnlich des Deutschen Bundestages strukturiert. Die große Kuppel über dem Zentrum des Parlaments ist ein äußerliches Merkmal dieser Ähnlichkeit. Für die Abgeordneten gibt es wie bei uns feste Redezeiten. Trotzdem gibt es auch Sitzungen, die länger als 24 Stunden dauern.

Die Protokolle werden wie im Bundestag schriftlich aufgezeichnet. Die Schriftführer erreichen ihre Plätze unterhalb des Rednerpultes über eine Treppe aus dem Untergeschoss.

Es gibt für die koreanischen Bürger die Möglichkeit, an den Sitzungen des Parlaments auf der Besuchertribüne teilzunehmen. Weiter gibt es Bereiche für die nationale und internationale Presse sowie für Staatsgäste und Diplomaten.

Auf dem Weg von außen auf das Parlamentsgebäude stehen zwei steinerne Tiger Haechi. In einem der beiden Sockel ist eine Flasche Wein enthalten, so berichtete uns Frau Abgeordnete HeeJung Kim, die erst bei der Wiedervereinigung Koreas geöffnet werden soll.

Mitglieder unserer kleinen Delegation waren Frau Ok Soon Bücher, Bong Seok und Stefan Bösken vom Verband der Koreaner in Deutschland, Herr Jhe Hyeun Yoo vom Koreaverband Europa sowie Rana Lee und Reiner Schöler von der DKG.

Fotos und Bericht
Reiner Schöler und Rana Lee Schöler, DKG NRW

K-Drama OST Konzert – Musik, die unter die Haut geht

Ein unvergesslicher Abend voller emotionaler Musik aus beliebten koreanischen Dramaserien fand am Freitag, dem 21. November 2025, im Festsaal des Alten Rathauses in Völklingen statt.

Die Deutsch-Koreanische Gesellschaft RV Saarland hatte in Zusammenarbeit mit dem „Verein der Koreaner im Saarland“, der Stadt Völklingen und der VHS Völklingen herzlich zum „K-Drama OST Konzert – Musik, die unter die Haut geht“ eingeladen. Die Veranstaltung war bis auf den letzten Platz ausgebucht.

Als besondere Ehrengäste durften die Veranstalter Herr Min Jaehoon, Botschaftsleiter der Botschaft der Republik Korea Außenstelle Bonn, sowie Frau Joo, Mitarbeiterin der Botschaft, begrüßen.

Das „Klang韓( Han) Quartet“, bestehend aus hochkarätigen Musikerinnen und Musikern, verzauberte das Publikum mit einer Auswahl emotionaler Stücke aus den Soundtracks bekannter K-Dramen. Die Musiker Dr. Min Jeong Kang (Klavier und künstlerische Leiterin), Jooyoen Kim (Flöte), Jieun Yang (Cello) und Younggun Lee (Bratsche) nahmen die Besucher mit auf eine musikalische Reise durch die vier Jahreszeiten Südkoreas und ließen die Magie der K-Drama-Musik auf eine einzigartige Weise lebendig werden.

Die begleitende Bildershow, die den Besuchern einen tieferen Einblick in die Bedeutung und die Hintergründe der K-Drama-Musik gab und die Verbindung zwischen den Melodien und den Geschichten der Serien verdeutlichte.Die Veranstaltung bot den Gästen nicht nur ein musikalisches Erlebnis, sondern auch die Möglichkeit, sich bei koreanischem Fingerfood und Getränken auszutauschen und mehr über Südkorea zu erfahren.

„Ein herzliches Dankeschön geht an alle, die zum Gelingen dieser Veranstaltung beigetragen haben. Wir hoffen, dass alle Gäste einen ebenso unvergesslichen Abend hatten wie wir,“ so die Organisatoren der Veranstaltung.

Die Deutsch-Koreanische Gesellschaft RV Saarland bedankt sich bei allen Gästen und freut sich auf zukünftige kulturelle Begegnungen und Veranstaltungen.

„Singende Demokratie“ in Berlin

Ein Konzert-Symposium über die koreanische Demokratiebewegung und ihre Lieder

Am 5. November 2025 fand im Maschinenhaus der Kulturbrauerei in Berlin das performative Konzert-Symposium „Singende Demokratie: Protestmusik und K-Demokratie“ statt. Die Veranstaltung beleuchtete die Entwicklung der koreanischen Demokratie anhand jener Lieder, die über Jahrzehnte hinweg auf den Straßen gesungen wurden – als Ausdruck von Protest, Solidarität und gesellschaftlichem Wandel.

Ausrichter des Abends war „Singendes Demokratisches Netzwerk“, konzipiert und kuratiert wurde die Veranstaltung von A&Tstory. Unterstützt wurde sie unter anderem von der Korean Federation of People’s Arts Organizations, der Korean Democracy Foundation, dem Institut für Koreastudien der Freien Universität Berlin, der Internationalen Isang-Yun-Gesellschaft sowie der Deutsch-Koreanischen Gesellschaft.

Rolf Mafael, Präsident der Deutsch-Koreanischen erinnerte in seinem Grußwort an die enge Verbindung der DKG zu dem Musiker und Komponisten Kim Min-gi, einem Idol der koreanischen Demokratiebewegung und Träger des Mirok-Li-Preises der DKG. Sunkyung Jung, Vorstandsmitglied der Deutsch-Koreanischen Gesellschaft Berlin/Brandenburg zeichnete verantwortlich für die deutsche Gesamtkoordination der Veranstaltung.

Mit „Singende Demokratie“ wurde die koreanische Demokratiebewegung nicht allein als politischer Prozess, sondern als kulturelle und gesellschaftliche Erfahrung erfahrbar gemacht. Die Veranstalter betonten, dass Demokratie dort besonders lebendig werde, wo Menschen gemeinsam ihre Stimme erheben – auch in Form von Musik.

Die Geschichte der Demokratie – erzählt durch Lieder

Im Mittelpunkt des Abends stand die Frage, welche Rolle Musik in den verschiedenen Phasen der koreanischen Demokratiebewegung gespielt hat.
Der Musikkritiker Seo Jeongmin-gap zeichnete in seinem Vortrag zentrale historische Stationen nach – von frühen bäuerlichen Aufständen bis hin zu den Protesten der Jahre 2025/26, die als „Licht-Revolution“ bezeichnet wurden.

Begleitet wurden seine Ausführungen von musikalischen Beiträgen des Liedermachers Son Byeong-heui, der Lieder aus unterschiedlichen Epochen live vortrug oder per Video präsentierte. Dazu gehörten traditionelle Protestgesänge wie „Saeya Saeya“, das generationsübergreifend bekannte „Morgentau“ sowie das symbolträchtige „Marsch für die Geliebte“, das eng mit der Demokratiebewegung in Gwangju verbunden ist. Bei vielen dieser Lieder stimmte das Publikum spontan mit ein.

In der anschließenden Diskussion betonte die Musikwissenschaftlerin Dr. Beate Kutschke, dass „die koreanische Demokratie immer auch eine Kultur der Straße gewesen sei“, und hob hervor, dass Musik als „eine Sprache der Solidarität und des Widerstands“ fungiere.

Den musikalischen Abschluss bildeten weitere Beiträge von Son Byeong-heui, dem Tenor Han Gang-jin sowie der Marimbaspielerin Jeong Eun-bi, die dem Abend zusätzliche künstlerische Tiefe verliehen.

Demokratie als gelebte Erfahrung

Moderiert wurde die Veranstaltung von dem Anthropologen Prof. Dr. Jin-Heon Jung, der den performativen Charakter des Abends hervorhob und Musik als Spiegel gesellschaftlicher Erfahrungen beschrieb.

Eine deutsche Besucherin erklärte nach der Veranstaltung: „Ich habe gespürt, dass Lieder nicht nur Kunst sind, sondern eine Kraft, die gesellschaftliche Veränderungen vorantreiben kann.“

Sunkyung Jung ergänzte: „Dass solche Lieder heute in Korea wieder frei erklingen können, ist keineswegs selbstverständlich. Es ist das Ergebnis der Zeit und der Anstrengungen, die Bürgerinnen und Bürger aufgebracht haben, um ihre Demokratie zu bewahren; andernfalls wäre es kaum möglich gewesen, diese Lieder heute mit derselben Freude zu singen.“

 

Sunkyoung Jung

 

Vernissage der Ausstellung „Landschaften“ in Linz am Rhein

„Landschaften“ Dies ist der Titel der gemeinsamen Ausstellung von Hannes Rötter und Zoo Lan Lee-Rötter im September 2025 in Linz am Rhein.

Hannes Rötter malt seit seiner Jugend und hat in seinem künstlerischen Leben bereits viele nationale und internationale Ausstellungen präsentiert. Zoo Lan Lee-Rötter ist eine internationale Ikebana-Meisterin mit ebenfalls zahlreichen Ausstellungen in Nah und Fern. Beide sind langjährige und treue Mitglieder der Deutsch-Koreanischen Gesellschaft.

Der Kunsthistoriker Dr. Dr. Grischka Petri sagte in seiner Einführung zur Vernissage der Ausstellung „Landschaften“:

„Die Beweglichkeit der Landschaft teilen die Werke Hannes Rötters mit den Ikebana-Arrangements von Zoo-Lan Lee-Rötter. Auch diese Arrangements sind Landschaften. Aber sie sind auch Skulpturen und fordern das Publikum immer wieder neu dazu auf, die Position zu wechseln, sich mal näher, mal weiter weg einzustellen und mal ein Detail, mal das Ganze in den Blick zu nehmen. Darüber hinaus verändern sich die Gestecke über die Zeit der Ausstellung. Welkende Blätter fügen dem Arrangement eine neue Farbe zu, andere Stellen verblassen, und nach ein paar Tagen wird die Komposition ergänzt, aktualisiert, erneuert.

Hannes Rötter hat in seinen Ausstellungen wiederholt Einblicke in seine Werkstatt zugelassen, den Raum, in dem die Landschaften zu Farben und Linien, Fläche und Leuchtkörpern werden. Dieses Mal hat er sogar eine Staffelei mitgebracht, auf der wir verschiedene Zustände seiner markanten Formen erkennen können: ein Einblick in die Veränderlichkeit der gemalten Landschaft. Silhouette, Linie, Form und Farben, Körper und Räume warten noch darauf, bis zu einem Zustand konkretisiert zu werden, in dem das Bild „vollendet“ ist, was zweierlei Schlussfolgerungen erlaubt. Zum einen kann ein Bild „fertig“ sein, auch wenn Flächen frei bleiben. Zum anderen wirkt der Prozess beinahe bildhauerisch-skulptural. Die Idee, etwas aus eine bestehenden Material herauszuarbeiten: Landschaft, Farbe, Form, neue Ideen – und wieder verblüfft die konzeptuelle Nähe zu den Ikebana-Kompositionen, in denen freie Räume genauso dazugehören wir dichte und lockere Perspektiven, und die sich ihrerseits als natürliche Skulpturen zeigen.

So, wie die Ikebana-Landschaften Jahreszeiten und Landschaftstypen repräsentieren und sich im Ausstellungsraum gruppieren, ihn auch prägen, so sind auch die gemalten und gezeichneten Landschaften sinnhaft gehängt. Sie bilden motivische wie farbliche Schwerpunkte. Es lässt sich im Übrigen feststellen, dass das Leuchten aus Hannes Rötters Arbeiten stärker geworden ist. Vielleicht ist das zeittypisch, denn wir sind es gewohnt, Bilder vor allem auf hintergrundbeleuchteten Displays zu betrachten. Diese Bilder erinnern daran, dass es auch anderswo etwas zu sehen gibt, und dass dieses Leuchten Teile unserer Seele erreicht, an die ein Bildschirm gar nicht herankommt.

Die Ausstellung ist eine herzliche Einladung zu einer kleinen Reise, zu schauen, zu entdecken, auf angeregte Art zu zweifeln, das auch einmal Ungefähre zuzulassen als ästhetische Errungenschaft.

80 Jahre Koreanische Teilung und Gwangbokjeol 광복절

Festakt der Koreanischen Verbände in Deutschland zum Unabhängigkeitstag am 16. August 2025 in Castrop-Rauxel, NRW

Auf der großen Wiese vor der Bühne stehen Männer in dunklen Anzügen,   Frauen in Hanbok und Gäste aus dem In- und Ausland nebeneinander, schwenken koreanische Flaggen und singen zusammen die koreanische Nationalhymne. An den Zelten sind Tische und Bänke aufgebaut, an denen fleißige Hände Speisen, Getränke und Souvenirs vorbereiten.

Diese Szene findet nicht in Korea statt sondern mitten im Herzen des Ruhrgebiets, in der Europastadt Castrop-Rauxel, gelegen zwischen Essen und Dortmund. Der Bundesverband der Koreaner in Deutschland e.V. hat zur jährlichen  Unabhängigkeitsfeier eingeladen. Gwangbokjeol (광복절) ist der jährliche Nationalfeiertag, der in ganz Korea  an die Befreiung von der japanischen Besatzung am 15. August 1945 erinnert.

Nicht nur die diplomatischen Vertreter aus Berlin und Bonn sind gekommen sondern auch  Vertreter der Verbände der Koreaner in Deutschland, der Krankenschwestern- und Bergbauvereine und der Deutsch-Koreanischen Gesellschaft NRW.

Die mitgliederstärksten koreanischen Verbände kommen aus dem Raum Frankfurt, Ruhrgebiet, Düsseldorf und Köln/Bonn, aber auch Vertreter aus Berlin, Hamburg, München, Münster und Leverkusen sind der Einladung gefolgt und sorgen für das bunte Bild und die gute Stimmung. Jung und Alt sind hier vertreten, viele von ihnen kommen jedes Jahr um zu feiern und alte und neue Freunde zu treffen. Der Zusammenhalt ist groß, dafür bereiten sie schon Tage vorher koreanische Spezialitäten zu und stehen bereits in der Nacht auf um ja den gecharterten Bus nicht zu verpassen.

Botschafter s.E. Sang-Beom Lim aus Berlin, Generalkonsul Jae Hoon Min aus Bonn und Sung-Kyu Chung, Präsident des Verbands der Koreaner in Deutschland, stellen in ihren Grußworten die Bedeutung von freundschaftlicher Integration und Zusammenhalt der koreanischen Verbände in Deutschland heraus. Der Parlamentarische Staatsekretär im Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen, Josef Hovenjürgen weist auf die bedeutende Lebensleistung koreanischer Gastarbeiter zum Aufbau von Infrastruktur und Wohlstand in NRW hin. Bürgermeister Rajko Kravanja betont, dass man in seiner Heimatstadt Castrop-Rauxel seit mehr als 20 Jahren sehr gerne Gastgeber für dieses bedeutende Fest der Koreaner ist. Man sei stolz und wertschätze die jährliche Anwesenheit der koreanischen Gemeinde, von denen viele in den Zechen und Krankenhäusern der näheren Umgebung über Jahrzehnte hart gearbeitet und sich problemlos in die deutschen Gemeinden integriert und hier eine neue Heimat gefunden haben. Der Vorsitzende der Deutsch-Koreanischen Gesellschaft e.V. in NRW Reiner Schöler spricht die deutsch-koreanische Freundschaft und seine persönliche Beziehung dazu an. Er wird zum Abschluss des offiziellen Festaktes für sein langjähriges Engagement für die Deutsch-Koreanischen Beziehungen geehrt. Die Urkunde überreicht s.E. Botschafter Sang-Beom Lim.

An den Ständen riecht es schon während der feierlichen Eröffnung verführerisch nach gebratenem Fleisch, Kimchi und Makgeolli, auch der einsetzende Regen kann der guten Stimmung nichts anhaben. Die Pungmul(풍물)-Gruppe der koreanischen Schule Bochum und die Trommeltanzgruppe (북춤) der 1.Generation aus dem Ruhrgebiet lassen unter professioneller Leitung bereits einen Vorgeschmack auf das weitere Programm mit Musik, Sport und geselligem Treiben aufkommen.

Nach über 9 Stunden Geselligkeit, Musik, Tanz und ausgiebigem Essen und Trinken gehen die Teilnehmer müde, aber sichtlich zufrieden und immer noch in bester Feierlaune zu ihren Autos und Bussen, um die teilweise lange Heimreise anzutreten. Man werde sicher nächstes Jahr wiederkommen, wie Wan Choi, ein Teilnehmer aus Wiesbaden mit seiner Frau Su Jung Kim versichert. Die Vorbereitungen starten immer bereits im Frühjahr, wenn mit viel Fleiß und Hingabe die Stände, die Kleidung und das kulinarische Angebot geplant werden.

Bericht und Fotos:  Wolfram van Stephold, DKG e.V. NRW

Virtuelle Veranstaltung am 12. Juli: Pastor Kim aus Beyond Utopia

Der DKG Landesverband Hessen/Rheinland-Pfalz lädt, zusammen mit PUAC Northern Europe Chapter Frankfurt Branch, herzlich ein zur virtuellen Veranstaltung mit Pastor Kim, Hauptakteur aus dem Film Beyond Utopia.

Neben dem virtuellen zuschalten, organisiert PUAC unter der Leitung von Dr. Byong-Hak Kim ein Life-Screening in der Stadthalle Kronberg.

Dies findet am Sa 12.07.2024 14:00 deutscher Zeit statt. Für den virtuellen Zugangslink wird um Anmeldung unter: daunianne@hotmail.com