Besuch der Nationalversammlung der Republik Korea

Eine kleine Delegation des Verbands der Koreaner in Deutschland und der DKG besucht das Parlamentsgebäude der Republik Korea, 대한민국 국회 Daehanminguk Gukhoe und schaut dabei hinter die Kulissen der politischen Arbeit der Nationalversammlung Koreas.

Auf Einladung von Frau HeeJung Kim, Mitglied der Nationalversammlung, konnte unsere Delegation des Koreaverbandes in Deutschland und Europa sowie der Deutsch-Koreanischen Gesellschaft in NRW am 24.10.2025 interessante Eindrücke zur Arbeit des koreanischen Parlaments gewinnen. Frau Kim wurde 2004 als jüngste weibliche Abgeordnete in das koreanische Parlament gewählt. Sie hat außer einem repräsentativen Büro insgesamt 9 Mitarbeiter und einen direkten Blick auf das Parlamentsgebäude.

Aktuell gibt es 300 Abgeordnete im nationalen Parlament, die alle im Gebäude direkt neben dem Parlamentsgebäude untergebracht sind. Direkt gegenüber dem Abgeordnetenhaus befindet sich die große Bibliothek, zu der neben den Abgeordneten auch andere Bürger ab 12 Jahren Zutritt haben.

Der Parlamentssaal ist ähnlich des Deutschen Bundestages strukturiert. Die große Kuppel über dem Zentrum des Parlaments ist ein äußerliches Merkmal dieser Ähnlichkeit. Für die Abgeordneten gibt es wie bei uns feste Redezeiten. Trotzdem gibt es auch Sitzungen, die länger als 24 Stunden dauern.

Die Protokolle werden wie im Bundestag schriftlich aufgezeichnet. Die Schriftführer erreichen ihre Plätze unterhalb des Rednerpultes über eine Treppe aus dem Untergeschoss.

Es gibt für die koreanischen Bürger die Möglichkeit, an den Sitzungen des Parlaments auf der Besuchertribüne teilzunehmen. Weiter gibt es Bereiche für die nationale und internationale Presse sowie für Staatsgäste und Diplomaten.

Auf dem Weg von außen auf das Parlamentsgebäude stehen zwei steinerne Tiger Haechi. In einem der beiden Sockel ist eine Flasche Wein enthalten, so berichtete uns Frau Abgeordnete HeeJung Kim, die erst bei der Wiedervereinigung Koreas geöffnet werden soll.

Mitglieder unserer kleinen Delegation waren Frau Ok Soon Bücher, Bong Seok und Stefan Bösken vom Verband der Koreaner in Deutschland, Herr Jhe Hyeun Yoo vom Koreaverband Europa sowie Rana Lee und Reiner Schöler von der DKG.

Fotos und Bericht
Reiner Schöler und Rana Lee Schöler, DKG NRW

K-Drama OST Konzert – Musik, die unter die Haut geht

Ein unvergesslicher Abend voller emotionaler Musik aus beliebten koreanischen Dramaserien fand am Freitag, dem 21. November 2025, im Festsaal des Alten Rathauses in Völklingen statt.

Die Deutsch-Koreanische Gesellschaft RV Saarland hatte in Zusammenarbeit mit dem „Verein der Koreaner im Saarland“, der Stadt Völklingen und der VHS Völklingen herzlich zum „K-Drama OST Konzert – Musik, die unter die Haut geht“ eingeladen. Die Veranstaltung war bis auf den letzten Platz ausgebucht.

Als besondere Ehrengäste durften die Veranstalter Herr Min Jaehoon, Botschaftsleiter der Botschaft der Republik Korea Außenstelle Bonn, sowie Frau Joo, Mitarbeiterin der Botschaft, begrüßen.

Das „Klang韓( Han) Quartet“, bestehend aus hochkarätigen Musikerinnen und Musikern, verzauberte das Publikum mit einer Auswahl emotionaler Stücke aus den Soundtracks bekannter K-Dramen. Die Musiker Dr. Min Jeong Kang (Klavier und künstlerische Leiterin), Jooyoen Kim (Flöte), Jieun Yang (Cello) und Younggun Lee (Bratsche) nahmen die Besucher mit auf eine musikalische Reise durch die vier Jahreszeiten Südkoreas und ließen die Magie der K-Drama-Musik auf eine einzigartige Weise lebendig werden.

Die begleitende Bildershow, die den Besuchern einen tieferen Einblick in die Bedeutung und die Hintergründe der K-Drama-Musik gab und die Verbindung zwischen den Melodien und den Geschichten der Serien verdeutlichte.Die Veranstaltung bot den Gästen nicht nur ein musikalisches Erlebnis, sondern auch die Möglichkeit, sich bei koreanischem Fingerfood und Getränken auszutauschen und mehr über Südkorea zu erfahren.

„Ein herzliches Dankeschön geht an alle, die zum Gelingen dieser Veranstaltung beigetragen haben. Wir hoffen, dass alle Gäste einen ebenso unvergesslichen Abend hatten wie wir,“ so die Organisatoren der Veranstaltung.

Die Deutsch-Koreanische Gesellschaft RV Saarland bedankt sich bei allen Gästen und freut sich auf zukünftige kulturelle Begegnungen und Veranstaltungen.

„Singende Demokratie“ in Berlin

Ein Konzert-Symposium über die koreanische Demokratiebewegung und ihre Lieder

Am 5. November 2025 fand im Maschinenhaus der Kulturbrauerei in Berlin das performative Konzert-Symposium „Singende Demokratie: Protestmusik und K-Demokratie“ statt. Die Veranstaltung beleuchtete die Entwicklung der koreanischen Demokratie anhand jener Lieder, die über Jahrzehnte hinweg auf den Straßen gesungen wurden – als Ausdruck von Protest, Solidarität und gesellschaftlichem Wandel.

Ausrichter des Abends war „Singendes Demokratisches Netzwerk“, konzipiert und kuratiert wurde die Veranstaltung von A&Tstory. Unterstützt wurde sie unter anderem von der Korean Federation of People’s Arts Organizations, der Korean Democracy Foundation, dem Institut für Koreastudien der Freien Universität Berlin, der Internationalen Isang-Yun-Gesellschaft sowie der Deutsch-Koreanischen Gesellschaft.

Rolf Mafael, Präsident der Deutsch-Koreanischen erinnerte in seinem Grußwort an die enge Verbindung der DKG zu dem Musiker und Komponisten Kim Min-gi, einem Idol der koreanischen Demokratiebewegung und Träger des Mirok-Li-Preises der DKG. Sunkyung Jung, Vorstandsmitglied der Deutsch-Koreanischen Gesellschaft Berlin/Brandenburg zeichnete verantwortlich für die deutsche Gesamtkoordination der Veranstaltung.

Mit „Singende Demokratie“ wurde die koreanische Demokratiebewegung nicht allein als politischer Prozess, sondern als kulturelle und gesellschaftliche Erfahrung erfahrbar gemacht. Die Veranstalter betonten, dass Demokratie dort besonders lebendig werde, wo Menschen gemeinsam ihre Stimme erheben – auch in Form von Musik.

Die Geschichte der Demokratie – erzählt durch Lieder

Im Mittelpunkt des Abends stand die Frage, welche Rolle Musik in den verschiedenen Phasen der koreanischen Demokratiebewegung gespielt hat.
Der Musikkritiker Seo Jeongmin-gap zeichnete in seinem Vortrag zentrale historische Stationen nach – von frühen bäuerlichen Aufständen bis hin zu den Protesten der Jahre 2025/26, die als „Licht-Revolution“ bezeichnet wurden.

Begleitet wurden seine Ausführungen von musikalischen Beiträgen des Liedermachers Son Byeong-heui, der Lieder aus unterschiedlichen Epochen live vortrug oder per Video präsentierte. Dazu gehörten traditionelle Protestgesänge wie „Saeya Saeya“, das generationsübergreifend bekannte „Morgentau“ sowie das symbolträchtige „Marsch für die Geliebte“, das eng mit der Demokratiebewegung in Gwangju verbunden ist. Bei vielen dieser Lieder stimmte das Publikum spontan mit ein.

In der anschließenden Diskussion betonte die Musikwissenschaftlerin Dr. Beate Kutschke, dass „die koreanische Demokratie immer auch eine Kultur der Straße gewesen sei“, und hob hervor, dass Musik als „eine Sprache der Solidarität und des Widerstands“ fungiere.

Den musikalischen Abschluss bildeten weitere Beiträge von Son Byeong-heui, dem Tenor Han Gang-jin sowie der Marimbaspielerin Jeong Eun-bi, die dem Abend zusätzliche künstlerische Tiefe verliehen.

Demokratie als gelebte Erfahrung

Moderiert wurde die Veranstaltung von dem Anthropologen Prof. Dr. Jin-Heon Jung, der den performativen Charakter des Abends hervorhob und Musik als Spiegel gesellschaftlicher Erfahrungen beschrieb.

Eine deutsche Besucherin erklärte nach der Veranstaltung: „Ich habe gespürt, dass Lieder nicht nur Kunst sind, sondern eine Kraft, die gesellschaftliche Veränderungen vorantreiben kann.“

Sunkyung Jung ergänzte: „Dass solche Lieder heute in Korea wieder frei erklingen können, ist keineswegs selbstverständlich. Es ist das Ergebnis der Zeit und der Anstrengungen, die Bürgerinnen und Bürger aufgebracht haben, um ihre Demokratie zu bewahren; andernfalls wäre es kaum möglich gewesen, diese Lieder heute mit derselben Freude zu singen.“

 

Sunkyoung Jung

 

Vernissage der Ausstellung „Landschaften“ in Linz am Rhein

„Landschaften“ Dies ist der Titel der gemeinsamen Ausstellung von Hannes Rötter und Zoo Lan Lee-Rötter im September 2025 in Linz am Rhein.

Hannes Rötter malt seit seiner Jugend und hat in seinem künstlerischen Leben bereits viele nationale und internationale Ausstellungen präsentiert. Zoo Lan Lee-Rötter ist eine internationale Ikebana-Meisterin mit ebenfalls zahlreichen Ausstellungen in Nah und Fern. Beide sind langjährige und treue Mitglieder der Deutsch-Koreanischen Gesellschaft.

Der Kunsthistoriker Dr. Dr. Grischka Petri sagte in seiner Einführung zur Vernissage der Ausstellung „Landschaften“:

„Die Beweglichkeit der Landschaft teilen die Werke Hannes Rötters mit den Ikebana-Arrangements von Zoo-Lan Lee-Rötter. Auch diese Arrangements sind Landschaften. Aber sie sind auch Skulpturen und fordern das Publikum immer wieder neu dazu auf, die Position zu wechseln, sich mal näher, mal weiter weg einzustellen und mal ein Detail, mal das Ganze in den Blick zu nehmen. Darüber hinaus verändern sich die Gestecke über die Zeit der Ausstellung. Welkende Blätter fügen dem Arrangement eine neue Farbe zu, andere Stellen verblassen, und nach ein paar Tagen wird die Komposition ergänzt, aktualisiert, erneuert.

Hannes Rötter hat in seinen Ausstellungen wiederholt Einblicke in seine Werkstatt zugelassen, den Raum, in dem die Landschaften zu Farben und Linien, Fläche und Leuchtkörpern werden. Dieses Mal hat er sogar eine Staffelei mitgebracht, auf der wir verschiedene Zustände seiner markanten Formen erkennen können: ein Einblick in die Veränderlichkeit der gemalten Landschaft. Silhouette, Linie, Form und Farben, Körper und Räume warten noch darauf, bis zu einem Zustand konkretisiert zu werden, in dem das Bild „vollendet“ ist, was zweierlei Schlussfolgerungen erlaubt. Zum einen kann ein Bild „fertig“ sein, auch wenn Flächen frei bleiben. Zum anderen wirkt der Prozess beinahe bildhauerisch-skulptural. Die Idee, etwas aus eine bestehenden Material herauszuarbeiten: Landschaft, Farbe, Form, neue Ideen – und wieder verblüfft die konzeptuelle Nähe zu den Ikebana-Kompositionen, in denen freie Räume genauso dazugehören wir dichte und lockere Perspektiven, und die sich ihrerseits als natürliche Skulpturen zeigen.

So, wie die Ikebana-Landschaften Jahreszeiten und Landschaftstypen repräsentieren und sich im Ausstellungsraum gruppieren, ihn auch prägen, so sind auch die gemalten und gezeichneten Landschaften sinnhaft gehängt. Sie bilden motivische wie farbliche Schwerpunkte. Es lässt sich im Übrigen feststellen, dass das Leuchten aus Hannes Rötters Arbeiten stärker geworden ist. Vielleicht ist das zeittypisch, denn wir sind es gewohnt, Bilder vor allem auf hintergrundbeleuchteten Displays zu betrachten. Diese Bilder erinnern daran, dass es auch anderswo etwas zu sehen gibt, und dass dieses Leuchten Teile unserer Seele erreicht, an die ein Bildschirm gar nicht herankommt.

Die Ausstellung ist eine herzliche Einladung zu einer kleinen Reise, zu schauen, zu entdecken, auf angeregte Art zu zweifeln, das auch einmal Ungefähre zuzulassen als ästhetische Errungenschaft.

80 Jahre Koreanische Teilung und Gwangbokjeol 광복절

Festakt der Koreanischen Verbände in Deutschland zum Unabhängigkeitstag am 16. August 2025 in Castrop-Rauxel, NRW

Auf der großen Wiese vor der Bühne stehen Männer in dunklen Anzügen,   Frauen in Hanbok und Gäste aus dem In- und Ausland nebeneinander, schwenken koreanische Flaggen und singen zusammen die koreanische Nationalhymne. An den Zelten sind Tische und Bänke aufgebaut, an denen fleißige Hände Speisen, Getränke und Souvenirs vorbereiten.

Diese Szene findet nicht in Korea statt sondern mitten im Herzen des Ruhrgebiets, in der Europastadt Castrop-Rauxel, gelegen zwischen Essen und Dortmund. Der Bundesverband der Koreaner in Deutschland e.V. hat zur jährlichen  Unabhängigkeitsfeier eingeladen. Gwangbokjeol (광복절) ist der jährliche Nationalfeiertag, der in ganz Korea  an die Befreiung von der japanischen Besatzung am 15. August 1945 erinnert.

Nicht nur die diplomatischen Vertreter aus Berlin und Bonn sind gekommen sondern auch  Vertreter der Verbände der Koreaner in Deutschland, der Krankenschwestern- und Bergbauvereine und der Deutsch-Koreanischen Gesellschaft NRW.

Die mitgliederstärksten koreanischen Verbände kommen aus dem Raum Frankfurt, Ruhrgebiet, Düsseldorf und Köln/Bonn, aber auch Vertreter aus Berlin, Hamburg, München, Münster und Leverkusen sind der Einladung gefolgt und sorgen für das bunte Bild und die gute Stimmung. Jung und Alt sind hier vertreten, viele von ihnen kommen jedes Jahr um zu feiern und alte und neue Freunde zu treffen. Der Zusammenhalt ist groß, dafür bereiten sie schon Tage vorher koreanische Spezialitäten zu und stehen bereits in der Nacht auf um ja den gecharterten Bus nicht zu verpassen.

Botschafter s.E. Sang-Beom Lim aus Berlin, Generalkonsul Jae Hoon Min aus Bonn und Sung-Kyu Chung, Präsident des Verbands der Koreaner in Deutschland, stellen in ihren Grußworten die Bedeutung von freundschaftlicher Integration und Zusammenhalt der koreanischen Verbände in Deutschland heraus. Der Parlamentarische Staatsekretär im Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen, Josef Hovenjürgen weist auf die bedeutende Lebensleistung koreanischer Gastarbeiter zum Aufbau von Infrastruktur und Wohlstand in NRW hin. Bürgermeister Rajko Kravanja betont, dass man in seiner Heimatstadt Castrop-Rauxel seit mehr als 20 Jahren sehr gerne Gastgeber für dieses bedeutende Fest der Koreaner ist. Man sei stolz und wertschätze die jährliche Anwesenheit der koreanischen Gemeinde, von denen viele in den Zechen und Krankenhäusern der näheren Umgebung über Jahrzehnte hart gearbeitet und sich problemlos in die deutschen Gemeinden integriert und hier eine neue Heimat gefunden haben. Der Vorsitzende der Deutsch-Koreanischen Gesellschaft e.V. in NRW Reiner Schöler spricht die deutsch-koreanische Freundschaft und seine persönliche Beziehung dazu an. Er wird zum Abschluss des offiziellen Festaktes für sein langjähriges Engagement für die Deutsch-Koreanischen Beziehungen geehrt. Die Urkunde überreicht s.E. Botschafter Sang-Beom Lim.

An den Ständen riecht es schon während der feierlichen Eröffnung verführerisch nach gebratenem Fleisch, Kimchi und Makgeolli, auch der einsetzende Regen kann der guten Stimmung nichts anhaben. Die Pungmul(풍물)-Gruppe der koreanischen Schule Bochum und die Trommeltanzgruppe (북춤) der 1.Generation aus dem Ruhrgebiet lassen unter professioneller Leitung bereits einen Vorgeschmack auf das weitere Programm mit Musik, Sport und geselligem Treiben aufkommen.

Nach über 9 Stunden Geselligkeit, Musik, Tanz und ausgiebigem Essen und Trinken gehen die Teilnehmer müde, aber sichtlich zufrieden und immer noch in bester Feierlaune zu ihren Autos und Bussen, um die teilweise lange Heimreise anzutreten. Man werde sicher nächstes Jahr wiederkommen, wie Wan Choi, ein Teilnehmer aus Wiesbaden mit seiner Frau Su Jung Kim versichert. Die Vorbereitungen starten immer bereits im Frühjahr, wenn mit viel Fleiß und Hingabe die Stände, die Kleidung und das kulinarische Angebot geplant werden.

Bericht und Fotos:  Wolfram van Stephold, DKG e.V. NRW

Virtuelle Veranstaltung am 12. Juli: Pastor Kim aus Beyond Utopia

Der DKG Landesverband Hessen/Rheinland-Pfalz lädt, zusammen mit PUAC Northern Europe Chapter Frankfurt Branch, herzlich ein zur virtuellen Veranstaltung mit Pastor Kim, Hauptakteur aus dem Film Beyond Utopia.

Neben dem virtuellen zuschalten, organisiert PUAC unter der Leitung von Dr. Byong-Hak Kim ein Life-Screening in der Stadthalle Kronberg.

Dies findet am Sa 12.07.2024 14:00 deutscher Zeit statt. Für den virtuellen Zugangslink wird um Anmeldung unter: daunianne@hotmail.com

Sommerfest des RV Saarland: Forschen, Grillen, Chillen, nette Gespräche

Am 21. Juni 2025 fand unser traditionelles Grillfest, in Kooperation mit dem Verein der Koreaner im Saarland (자알란트 한인회), statt. Der Tag stand im Zeichen von Wissenschaft, Kulinarik und Gemeinschaft – eine gelungene Mischung, die Groß und Klein begeisterte.

Der Vormittag begann für unsere jugendlichen Gäste mit spannenden Experimenten im Schülerlabor des Schülerforschungs- und -technikzentrums (SFTZ). Unter der fachkundigen Anleitung von Prof. Rolf Hempelmann, Leiter des SFTZ und 1. Vorsitzenden der DKG RV Saarland, konnten die Teilnehmenden naturwissenschaftliche Phänomene hautnah erleben und selbst forschen.

Währenddessen liefen draußen die Vorbereitungen auf Hochtouren: Die Erwachsenen stellten Tische, Bänke und Pavillons auf, kümmerten sich um den Grill und bereiteten das reichhaltige deutsch-koreanische Buffet vor.

Kulinarisch bot das Fest ein echtes Highlight: Saarländische Schwenker trafen auf Bulgogi und Tteokbokki, dazu eine bunte Auswahl an koreanischen Banchan und frischen Salaten. Diese besondere Fusion sorgte nicht nur für volle Teller, sondern auch für angeregte Gespräche und viele begeisterte Gesichter.

Eine Auswahl an frischem Obst und selbstgebackenem Kuchen bildeten den perfekten Nachtisch.

Bei schönem Wetter, gutem Essen und herzlicher Atmosphäre wurde bis in den Nachmittag hinein gemeinsam gegessen, gelacht und geplaudert. Es war ein Fest, das wieder einmal gezeigt hat, wie bereichernd interkultureller Austausch und gemeinschaftliches Engagement sein können.

Ein großes Dankeschön an alle Helferinnen und Helfer, die mit ihrer Zeit, ihrem Einsatz und ihren Köstlichkeiten zum Gelingen dieses Tages beigetragen haben!

Korea-Woche an der Universität des Saarlandes

Korea-Woche an der Universität des Saarlandes vom 02.06.-07.06.2026
Kulturelles Highlight mit einem Hauch von Korea!

Vom 2. bis 7. Juni 2026 war die Universität des Saarlandes der perfekte Ort für einen kulturellen Ausflug nach Südkorea – zumindest, was die Korea-Woche betrifft! Organisiert von der koreanischen Studierendengruppe „Saarhanda“ und unterstützt u. a. vom DKG-Regionalverband Saarland, gab es eine Woche voller Spaß, Essen, Vorträgen und natürlich jeder Menge koreanischer Kultur.

Die Woche begann mit der Eröffnungszeremonie im KIST Europe Korea Institute of Science and Technology Europe. Grußworte von Herrn Uwe Conradt, Oberbürgermeister der Stadt Saarbrücken, sowie dem Leiter der Außenstelle Bonn der Botschaft der Republik Korea, Min Jaehoon betonten die Bedeutung der kulturellen Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern. Musikalische Darbietungen rundeten die Zeremonie ab und versetzten die Besucher in eine feierliche Stimmung.

Direkt im Anschluss an die Eröffnung folgte das deutsch-koreanische BBQ, bei dem die Gäste in gemütlicher Atmosphäre typische koreanische Spezialitäten genießen konnten. Ein besonderer Dank geht an die Frauen des Vereins der Koreaner im Saarland, die ein leckeres Buffet mit traditionellen Gerichten vorbereitet haben – ein wahrer Genuss!

Am 2. Tag der Korea-Woche wurde der preisgekrönte Film „A Taxi Driver“ im Audimax gezeigt – eine emotionale Darstellung von historischen Ereignissen in Südkorea.

Der 04. Juni 2026 stand dann ganz im Zeichen koreanischer Kulinarik: In der Mensa der Universität wurde nach einem originalen Rezept Galbijjim (koreanisches Rindfleischgericht) zubereitet. Auch wenn die Zubereitung eine kleine Anpassung erfahren hat, war das Gericht ein voller Erfolg und fand großen Anklang. Im Eingangsbereich der Mensa gab es zudem einen Infostand mit Fotos aus Südkorea, sowie zahlreichen Informationen zu Land und Kultur. Natürlich durfte auch der Spaß nicht zu kurz kommen: Koreanische Spiele sorgten für jede Menge Lacher und Unterhaltung.

Ein weiterer Höhepunkt bildete der Vortrag von Prof. Dr. Yonggi Kim, Professor an der Chungbuk National University im Bereich Astronomie und Raumfahrt. In seinem Vortrag vermittelte er spannende Einblicke zum Thema „Wer bin ich?“.

Am 6. Juni war dann der große Länderabend angesagt! In der Aula wurde Südkorea auf unterhaltsame Weise vorgestellt. Die Moderatorin Myeongju führte kurzweilig durch den Abend und informierte die Gäste umfassend. Anschließend hatten die Besucher die Möglichkeit, sich in koreanische traditionelle Kleidung – dem Hanbok – zu kleiden und sich in der Fotoecke ablichten zu lassen. Auch konnten Fächer individuell gestaltet werden. Der Abend bot zudem eine hervorragende Gelegenheit, koreanische Kultur, Musik und natürlich leckeres Essen zu genießen.

Der Sprachwettbewerb – und ein würdiger Abschluss

Am letzten Tag, dem 07. Juni, stand der „Korean Language Speaking Contest“ im Sprachenzentrum an. Zehn Teilnehmerinnen traten an und hielten ihre Vorträge auf Koreanisch – wirklich beeindruckend! Die Themen waren vielfältig, aber eines hatten alle gemeinsam: Sie bezogen sich auf Südkorea, und alle haben richtig tolle Arbeit abgeliefert.

Zum Abschluss möchten wir ein riesiges Dankeschön an die koreanische Studierendengruppe „Saarhanda“ und besonders an Lee, Myeongju und ihr Team richten. Ihr habt diese Woche zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht!

감사합니

Korea-Schnuppertag in Berlin des Institut für Koreastudien der FU Berlin

Am Pfingstdienstag, dem 10. Juni 2025, lud das Institut für Koreastudien der Freien Universität Berlin zum Korea-Schnuppertag ein. Über 20 Jugendliche beteiligten sich begeistert am Koreanisch-Schnupperkurs, bewunderten traditionelle Kleidung und moderne Kunst und genossen typische Snacks aus Korea.
Initiator der Veranstaltung war Hilko Paschke, DKG-Vorstandsmitglied für Jugendaustausch – als Vorbereitung auf die kommende Jugendbegegnungen.

Das engagierte Team des Instituts bot liebevoll gestaltete Einblicke in Sprache, Kultur, Kulinarik und Alltagsleben Koreas. Ein besonderer Höhepunkt war das persönliche Gespräch mit Frau Dr. Lee Eun-Jeung, der Leiterin des Instituts.

Herzlichen Dank an Frau Dr. Lee und ihr Team für diesen inspirierenden Tag – die Vorfreude auf Korea ist bei den Jugendlichen noch weiter gewachsen.

 

Verleihung Mirok Li-Preis der DKG an die Übersetzerin Dr. Hyang-Ki Lee

Am 17. Mai 2025 würdigte die Deutsch-Koreanische Gesellschaft die Arbeit der Übersetzerin Dr. Lee Ki-Hyang mit der Verleihung des diesjährigen Mirok Li-Preises im Kloster St. Ottilien in der Nähe von München.

Botschafter Lim, Preisträgerin Dr. Lee, DKG-Präsident Mafael

Vor etwa 90 Gästen leitete nach Grußworten des Erzabtes des Klosters, Wolfgang Öxler, und des Botschafters der Republik Korea, Sang-Beom Lim, die Literaturwissenschaftlerin und Mirok Li-Preisträgerin Dr. Sylvia Bräsel mit einem Vortrag zur Kunst des Übersetzens über zur eigentlichen Preisverleihung durch den Präsidenten der DKG, Botschafter aD Rolf Mafael. Das Programm wurde eingerahmt von hervorragenden musikalischen Darbietungen koreanischer Künstler.

„Übersetzen bedeutet für mich, die Werke solcher schreibenden Menschen anderen Menschen zugänglich zu machen, die in ihnen verborgene koreanische Kultur und Gefühlswelt in eine andere Sprache zu übertragen und sie dem Leser nahe zu bringen. Ich bin jemand, der genau das tut, ein Kulturvermittler. Ein Homo Transmun.“

Mit diesen Worten entgegnete unsere Mirok Li-Preisträgerin 2025, Dr. Lee Ki-Hyang, auf ihre Auszeichnung.

Preisträgerin Dr. Ki-Hyang Lee

Ein übersetzender Mensch für einen schreibenden Menschen, so sieht sich unsere Preisträgerin. Dr. Lee übersetzt seit mehr als zweieinhalb Jahrzehnten koreanische Bücher ins Deutsche. Sie machte uns, dem deutschsprachigen Publikum, die Werke der Literatur-Nobelpreisträgerin 2024 Han Kang vertraut. Zudem publiziert Dr. Lee mit ihrem Märchenwaldverlag koreanische Kinderbücher für die deutschsprachige Leserschaft und unterrichtet koreanische Sprache an den Münchner Universitäten LMU und TUM.

Am 17. Mai 2025 würdigte die Deutsch-Koreanische Gesellschaft die Arbeit der Übersetzerin Dr. Lee Ki-Hyang mit der Verleihung des Mirok Li-Preises in St. Ottilien in der Nähe von München. Das Kloster der Missions-Benediktiner ist seit weit mehr als einem Jahrhundert eng verbunden mit der deutsch-koreanischen Geschichte, auch durch die frühere Mission der Benediktiner im heutigen Osten Nordkoreas.

Erzabt Wolfgang Öxler

Seit 1999 verleiht die DKG im jährlichen Wechsel mit ihrer koreanischen Partnergesellschaft in Korea den Mirok Li-Preis in Erinnerung an Mirok Li, den Schriftsteller und Widerstandskämpfer gegen die japanische Besetzung Koreas in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Mirok Li floh aus dem besetzten Korea nach Deutschland, lehrte in München und lebte im Vorort Gräfelfing. Auf dem Friedhof dort und nahe des S-Bahnhofs erinnern Gedenkstätten an Mirok Li, nur etwa 30 Kilometer entfernt von St. Ottilien.

Die Preisverleihung an Dr. Lee am 17. Mai vor rund 90 Gästen spannte auch den Bogen zu drei früheren Mirok Li-Preisträgern. Im historischen Rittersaal von St. Ottilien ehrte die DKG 2017 Erzabt Notker Wolf, der 2024 verstarb. Prof. Albrecht Huwe, Preisträger 2002, führte in die begleitende Ausstellung zum Mirok Li-Nachfolger an der Münchner Universität, Andre Eckardt, ein, ebenso wie Dr. Sylvia Bräsel, Preisträgerin 2009.

Nach der Eröffnung durch Frank Hollmann, Vorsitzender des Regionalverbandes Bayern, und Thomas Elster, Honorarkonsul in Bayern, hielten Erzabt Wolfgang Öxler, gleichzeitig großzügiger Gastgeber dieses koreanischen Kulturtages in St. Ottilien, und der Botschafter der Republik Korea, Seine Exzellenz Sang-beom Lim, ihre Grußworte. Er war extra für diesen Tag aus Berlin angereist.

„Wenn Mirok Li der Erste war, der koreanische Kultur durch Literatur nach Deutschland brachte, dann ist es Lee Ki-Hyang, die dieses Erbe fortsetzt und erweitert“, so Botschafter Lim.

Botschafter Seine Exzellenz Sang-beom Lim

Mit ihrem Vortrag „Über-setzen, Begegnungen an Wortgrenzen“ führte Frau Dr. Bräsel hin zur eigentlichen Preisverleihung. Ein literarisches Werk soll sicher und möglichst ohne inhaltlichen, kulturellen und historischen Verlust vom Ufer der Ausgangssprache an das Ufer der Zielsprache übergesetzt werden, so Dr. Bräsel.

Dr. Sylvia Bräsel

Der Präsident der DKG, Botschafter aD Rolf Mafael, würdigte in seiner Laudatio die Leistung der Preisträgerin.

„Sie, sehr geehrte Frau Dr. Lee, haben in den letzten 20 Jahren durch ihre vielfältigen Übersetzungen moderner koreanischer Literatur einem breiteren deutschen Publikum den Zugang zu dieser Literatur und dem Denken ihres Heimatlandes ermöglicht und damit einen herausragenden Beitrag zur kulturellen Verständigung zwischen Deutschland und Korea geleistet. In diesem Sinne sind Sie wahrhaft zu einer kulturellen Botschafterin Ihres Heimatlandes im deutschen Sprachraum geworden.“

Bundesvorsitzender Rolf Mafael bei seiner Laudatio im Rittersaal

Zur Vollendung brachte die Preisverleihung ein herausragendes musikalisches Begleitprogramm von Park Jinseon, Nho-von Blumröder Yookhyung, Song Seonhye, Nam Kibeom und Chung Tackyoung.

Das abschließend gemeinsam gespielte und gesungene Arirang bildete den emotionalen Höhepunkt und Abschluss der Mirok Li-Preisverleihung und des deutsch-koreanischen Kulturtages in St. Ottilien.

Bericht: Frank Hollmann, Vorsitzender des Regionalverbandes Bayern

Fotos: Juliana Baron, stellvertretende Vorsitzende des Regionalverbandes Bayern, Thomas Konhäuser, Regionalverband Berlin-Brandenburg