Zum Kimchi-Workshop nach Köln

Kimchi für alle, dazu Wissenswertes über Kultur, Bedeutung und Weiterverarbeitung in der koreanischen Küche, an zwei Terminen vermittelt von einem Team von Hando e.V. und DKG e.V. NRW in der Alten Feuerwache Köln

Im hinteren Teil des Hofes der Alten Feuerwache in Köln riecht es nach Knoblauch, Rettich, Zwiebeln und weiteren Zutaten. Durch diese Düfte angelockt, stehen Interessenten an den Fenstern und schauen hinein. Die Neugier ist geweckt, Unmengen von geschnittenem Kohl und angerührter Kimchi-Paste sind zu sehen.

Der von Hando e.V. und der Deutsch-Koreanischen Gesellschaft e.V. RV NRW organisierte   Kimjang, die gemeinsame Zubereitung von Kimchi hat begonnen. Von der UNESCO wurde dieser Brauch Koreas als immaterielles Kulturerbe der Menschheit aufgenommen, wie symbolisch vereint seit 2013 für Südkorea und seit 2015 für Nordkorea.  Der Brauch des  Kimjang in Korea soll daran erinnern, im Einklang mit der Natur zu leben, den sozialen Zusammenhalt zu fördern und die kooperative Zusammenarbeit in Familie und Nachbarschaft wertzuschätzen.  

Design: Lene Marei Mrosik

Für die zwei Workshops am 01.12.2024 und 26.01.2025 waren insgesamt 80 Personen angemeldet, weitere Interessenten waren auf der Warteliste.  Bevor es losging, mussten allerdings alle Zutaten eingekauft und vorbereitet werden. Chinakohl und Rettich kamen von einem koreanischen Bauern in Straelen nah der Grenze nach Holland, alle weiteren Zutaten konnten in Asia-Shops in und um Köln eingekauft werden. Da verschiedene Varianten zur Herstellung angeboten wurden, musste ein Teil des Kohls bereits am Vortag gesalzen werden. Dazu gab es jeweils eine klassische Variante mit Fischsauce und eine vegetarische Variante.

 

Bestens vorbereitet, konnte der Workshop pünktlich mit Verteilung aller Zutaten auf die  Tische zu  jeweils 8 Personen beginnen. Überall wurde geschnibbelt, gerührt, vermengt, bis dann endlich der zubereitete Kimchi in die mitgebrachten Behälter gefüllt werden konnte. „Ein ganz tolles Event! Vielen Dank an das Orga-Team von Hando und DKG und führt die Reihe bitte auf jeden Fall weiter“, so Janine Quach aus Köln-Nippes, die gleich ihre noch nicht einjährige Tochter mitgebracht hatte.

Die Kimchi-Paste wird zubereitet

Gruppenfoto der Teilnehmer zum Abschluss

Fotos: privat

Abschluss Jugendaustausch mit Seongpa-gu 2024

Unser Jugendaustausch „Building Bridges“ führte 2024 knapp 40 Jugendliche aus Deutschlad und Korea zusammen.

In Berlin und Seoul teilten wir gemeinsam mit unserer Partnerschule, der Deoksoo Highschool in Seongpa-Gu, unvergessliche Erlebnisse. In der frisch veröffentlichten Abschlussbroschüre berichten die Jugendlichen von ihren Begegnungen, Kulturerfahrungen und der Zeit während des Austauschs im Mai und Juli. https://buildingbridgesblog.wordpress.com/2024-2/

Abschlussbericht Building Bridges mit Ilsan

Mit unserer Partnerschule, der Lighthouse International School in Ilsan, fand 2023/2024 unser Jugendaustausch „Building Bridges“ statt. Dazu konnten wir jetzt die Abschlussbroschüre veröffentlichen, in der die Jugendlichen von ihrer Zeit in Korea und als Gastgeber in Deutschland berichten.

https://buildingbridgesblog.wordpress.com/2023-2024/

Jahresbericht 2024 DKG Regionalverband Saar

Durch das Jahr mit dem Regionalverband Saar der Deutsch-Koreanischen Gesellschaft

Der Regionalverband Saar der Deutsch-Koreanischen Gesellschaft hat jetzt, also fünf Jahre nach seiner Gründung, 41 Mitglieder und dürfte damit, bezogen auf die Einwohnerzahl, einer der mitgliederstärksten Regionalverbände der DKG sein. Sieben Mitglieder aus dem Saarland sind der DKG im Jahr 2024 beigetreten, was die Lebendigkeit der DKG Saar zeigt. Für ihre Veranstaltungen nutzt die DKG Saar kostenlos häufig die Räumlichkeiten des Schülerforschungs und Technikzentrums SFTZ in St. Ingbert, dessen Leiter der Regionalverbandsvorsitzende ist.

24. Februar Samstag Seollal Neujahrsempfang im SFTZ. Die 20 Teilnehmer waren Mitglieder der DKG Saar sowie Vorstandsmitglieder des Vereins der Koreaner im Saarland. Es gab im Foyer einen Stehempfang bei Crémant und Salzgebäck und dann im Bläse Saal ein Abendessen, umrahmt beziehungsweise unterbrochen von Kammermusik Klaviertrio von Haydn, einem kulturellen Vortrag über Jeongwol Daeboreum Koreanisches Volksfest zur Feier des ersten großen Vollmonds nach Seollal und einer Fotopräsentation Korea Impressionen und Rückblick auf Events der DKG Saar in 2023. Alle Darbietenden waren Mitglieder der DKG Saar, so dass keine Honorare anfielen. Für Speisen und Getränke haben ebenfalls eigene Kräfte gesorgt. Eine Unterstützung durch den Bundesverband war somit entbehrlich. Eine Pressemitteilung im Vorfeld dieser Veranstaltung hatte zu einem Artikel in der Saarbrücker Zeitung am 17. Januar geführt, überschrieben mit Eine Brücke zwischen Tradition und Moderne In Saarbrücken fördert die Deutsch Koreanische Gesellschaft Kultur, Wissenschaft und den Erhalt koreanischer Traditionen.

Am 29. Juni Samstag fand für die Schüler der Koreanischen Schule Saarbrücken ein Experimentalpraktikum im SFTZ in St. Ingbert statt. Die Betreuung im Labor haben fachkundige koreanische Mütter übernommen.

Parallel dazu tagte im Bläse Saal des SFTZ der Verein der Koreaner im Saarland.

 

Eine andere Parallelveranstaltung war eine historische Führung über das Areal Alte Schmelz, fast 300 Jahre lang ein Eisen und Stahlwerk.

Für das leibliche Wohl wurde auf dem Vorhof des SFTZ gesorgt.

6. September Freitag Auf Einladung von KIST Europe und unter Beteiligung der DKG Saar fand im Saarbrücker East Side Fab unter der Überschrift Südkorea zu Gast im Saarland die Provinz Jeonbuk stellt sich dem regionalen Mittelstand als Innovations und Kooperationspartner vor ein Innovate Together Succeed Together New Jeonbuk State statt. Anlass war ein südkoreanischer Delegationsbesuch. Nach einem Grußwort des saarländischen Wirtschaftsministers Jürgen Barke hielt der Gouverneur Kwan Young Kim Regierungschef von Jeonbuk Korea eine kurze Ansprache. Im Fokus stand das Wirtschafts Forschungs und Investitionsumfeld dieser Provinz, dem koreanischen Pendant eines Bundeslandes. Die Teilnehmer an der Veranstaltung darunter etliche Mitglieder der DKG Saar erhielten insbesondere Einblicke wie die Region ihre wichtigsten Industriebranchen rund um die zukunftsweisenden Technologiethemen Wasserstoff Sekundärbatterien inklusive Recycling und Second Life Mobilität und Biotechnologie fördert und Industriekooperationen sowie Ansiedlungen unterstützt.

November 2024 Themenmonat Korea in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Saarbrücken.
2. November Samstag Eröffnungsfeier im Festsaal der Volkshochschule mit kurzen Grußworten des Vorsitzenden des Regionalverbands Saar der DKG Prof Hempelmann und des Vorsitzenden des Vereins der Koreaner im Saarland Jae Sun Byun einem Grußwort von Seungjae Huh Leiter der Botschaft der Republik Korea Außenstelle Bonn und einem Festvortrag des DKG Präsidenten Botschafter a.D. Rolf Mafael. Besonders begeisternd waren die K Pop Performance des KPOP Teams Victory aus Frankfurt sowie die Taekwondo Darbietung des eigens aus Korea angereisten Taekwonship Heros Team. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung unter anderem von einem koreanischen Kinderchor.

Unmittelbar vor dieser Veranstaltung gab es eine Hanbok Experience. Veranstaltungsteilnehmer konnten in das traditionelle koreanische Gewand Hanbok schlüpfen, das von der Joseon Dynastie bis heute einen wichtigen Teil der koreanischen Kultur verkörpert.

Am darauffolgenden Sonntagvormittag fand in St. Ingbert ein Spaziergang über das Areal Alte Schmelz und anschließend ein Brunch im SFTZ statt. Das bot Mitgliedern der DKG Saar Gelegenheit zu einem persönlichen Gespräch mit dem DKG Präsidenten Rolf Mafael.

Im Rahmen des Themenmonats Korea gab es eine Vortragsreihe Wissenschaftlicher Vortrag für Jedermann mit Vorträgen von Stephan Weidauer Ilho Kim Gast am KIST Europe Prof Rolf Hempelmann Dr Sangwon Kim Senior Scientist am KIST Europe und Dr Jino Ra.

Auch die Kulinarik kam nicht zu kurz. Es gab zweimal Koreanische Küche unter der Leitung von Frau Jung Yeun Lee. Diese beiden Kochkurse waren sofort nach Buchungsbeginn ausgebucht.

Von der bekannten koreanischen Regisseurin Sung Hyung Cho Professorin an der Hochschule der Bildenden Künste Saar wurden im Kino 8½ zwei Filme vorgeführt Endstation der Sehnsüchte aus dem Jahre 2009 und Verliebt Verlobt Verloren aus dem Jahr 2015. Nach beiden Filmen gab es in der begleitenden Filmbesprechung die Gelegenheit mit der Regisseurin selbst ins Gespräch zu kommen.

Den Abschluss des Themenmonats Korea bildete ein koreanisches Adventskonzert. Die erste Hälfte des Programms wurde von koreanischen Musikern gestaltet wobei das koreanische Streichinstrument Haegeum besonders beeindruckte. Die zweite Hälfte bestritt das Städtische Orchester Sankt Ingbert das koreanische Sänger begleitete und als zweite Zugabe eine Orchesterversion von Arirang spielte.

November 2024: Themenmonat Korea des VHS RV Saarbrücken

Themenmonat Korea vom 02.11. bis 30.11.2024

Der November wurde in der VHS Regionalverband Saarbrücken einem ganzen Themenmonat gewidmet, der sich mit dem Land Korea beschäftigte. Die Deutsch Koreanische Gesellschaft Regionalverband Saarland, der Verein der Koreaner im Saarland sowie die VHS Regionalverband Saarbrücken organisierten gemeinsam eine Reihe von Veranstaltungen, die das kulturelle Erbe, die Geschichte und die moderne Gesellschaft Koreas in den Mittelpunkt stellten.

Von Kunst und Kultur bis hin zu Wirtschaft und Gesellschaft bot der Themenmonat den Besuchern eine Vielfalt an Veranstaltungen, die sowohl die Traditionen Koreas als auch den modernen Wandel des Landes widerspiegelten.

Höhepunkte des Themenmonats

Eröffnungsveranstaltung am 02.11.2024 mit einem Hanbok Fotoshooting, musikalischen Beiträgen von koreanischen Künstlern und einem koreanischen Kinderchor, Taekwondo Vorführung des Taekwonship Heros Teams, K Pop Dance mit dem Team Victory aus Frankfurt und anschließendem Empfang. Unter den zahlreichen Gästen waren Vertreter der Botschaft der Republik Korea Außenstelle Bonn, der Präsident der Deutsch Koreanischen Gesellschaft Rolf Mafael und ein YTN TV Team.

Filmvorführungen

Eine Auswahl an koreanischen Filmen, die verschiedene Facetten der koreanischen Gesellschaft und Geschichte thematisierten. Gezeigt wurden die Filme Endstation der Sehnsüchte und Verliebt Verlobt Verloren mit begleitender Filmbesprechung im Anschluss mit der koreanischen Regisseurin Sung Hyung Cho.

Vorträge unter dem Motto Wissenschaft für Jedermann

Experten aus verschiedenen Bereichen hielten Vorträge zu relevanten Themen, zum Beispiel Grüner Stahl in Korea und Deutschland, Wissenschaftliche Kooperation zwischen Korea und Deutschland und Traditionelle koreanische Medizin und Gesundheit. Referenten waren Ilho Kim, Prof Rolf Hempelmann, Dr Sangwon Kim und Dr Jino Ra.

Koreanische Küche

Bei zwei Workshops zur koreanischen Tempelküche lernten die Teilnehmer nicht nur die Zubereitung traditioneller Gerichte, sondern auch deren kulturelle Hintergründe kennen. Die Leitung hatte Jung Yeun Lee.

K Pop Workshop

Ein Workshop, der zahlreiche K Pop Fans und Tanzbegeisterte anzog. Geleitet von Tanztrainerinnen des K Pop Teams Victory bot er eine Gelegenheit, in die Welt der koreanischen Popmusik und der dazugehörigen Tanzstile einzutauchen.

Abschlusskonzert

Der Themenmonat Korea endete am 30. November mit einem Konzert von koreanischen und deutschen Künstlern im Saarbrücker Schloss. Dabei wurden die Höhepunkte des Monats noch einmal in einer Bildpräsentation zusammengefasst.

Die Veranstaltungsreihe bot eine Gelegenheit, mehr über das Land und seine Menschen zu erfahren und sich intensiv mit der koreanischen Kultur auseinanderzusetzen.

Wir sind überzeugt, dass dieser Themenmonat den interkulturellen Austausch stärkt und zu einem besseren Verständnis der koreanischen Kultur beiträgt.

Allen, die zum Gelingen des Themenmonats Korea beigetragen haben, ein herzliches Dankeschön und 감사합니다.

Rundschreiben des Präsidenten zum Jahresanfang 2025

Liebe Mitglieder der Deutsch-Koreanischen Gesellschaft, liebe Freunde Koreas in Deutschland!

Zu Beginn des neuen Jahres 2025 freue ich mich, Ihnen etwas mehr als 6 Monate nach Übernahme des Präsidentenamtes der DKG einen Überblick über die Arbeit der DKG in den letzten Monaten und bevorstehende Projekte geben zu können.

Aus den Projekten der Regionalverbände ergibt sich ein sehr buntes Bild der Tätigkeit der DKG mit Veranstaltungen im kulturellen, gesellschaftlichen wie politischen Bereich und einem Reigen geselliger Aktivitäten.

Vlnr:Sternagel, Mafael, Dr. Löffelhardt, Wunderlich Foto: H.Wunderlich

Für den RV Berlin-Brandenburg begann dies im Juni mit einem Vortrag des damaligen Leiters des Referats für Ostasien ohne China im Auswärtigen Amt, Dr. Löffelhardt, über Deutschlands Beziehungen zu Korea und zu Nordkorea und seine Politik gegenüber der Indopazifischen Region insgesamt.

Dem folgten ein kleines Sommerfest im Isang Yun-Haus in Berlin-Kladow und im November die Eröffnung einer Ausstellung mit Bildern des bekannten deutschen Koreanisten Prof. Werner Sasse an der Hochschule Magdeburg. An dieser nahmen neben dem koreanischen Botschafter Lim und der Präsidentin der Hochschule Prof. Schwartz eine ganze Reihe politischer Persönlichkeiten teil, so Landtagspräsident Dr. Schellenberger. Die Ausstellung ist auch ein Neubeginn der Aktivitäten der DKG in Sachsen-Anhalt, der besonders von dem in Magdeburg lebenden Vorstandsmitglied des RV Berlin-Brandenburg, H. Rieke, gefördert wird.

Fotos: Matthias Piekacz | www.dressedinblack.de

Da ich gerade bei Neubeginn bin, ich freue mich besonders, dass der neugegründete RV Hessen Rheinland-Pfalz in den letzten Monaten mit einer Reihe von Veranstaltungen sehr aktiv seine Tätigkeit aufgenommen hat. Angesichts der hohen Präsenz koreanischer Unternehmen und der Zahl koreanischer Bürger im Rhein-Main Gebiet könnte von dem neuen Regionalverband ein Impuls für die Arbeit und Orientierung der DKG insgesamt ausgehen. Dem ganzen erstaunlich jungen Vorstand des Regionalverbandes und insbesondere seiner Vorsitzenden Fr. Kehler-Funk gilt der Dank der DKG-Familie für ihr Engagement.

Neben einem Online-Vortrag von Prof. Kim von der Korea Universität zur Rolle der koreanischen Schrift Hangeul lud der Regionalverband Mitte Oktober zu einem ersten Kamingespräch in den Räumen der KAS mit dem Vizepräsidenten des Mainzer Landtags, Lammert, zum Thema deutsch-koreanische Freundschaft ein und veranstaltete zusammen mit dem Generalkonsulat Frankfurt und dem PUAC eine Filmvorführung in Worms.

Zugleich ermöglichte der RV NRW im Geiste freundschaftlicher Zusammenarbeit eine Staffelübergabe für die Rhein-Main Region durch gemeinsames Auftreten bei der großen Veranstaltung des Nationalen Kulturforums der Koreaner in Frankfurt zu Wurzeln koreanischer Kultur und Identität.

Wie immer hatte unser mit Abstand mitgliederstärkster RV NRW auch im letzten halben Jahr ein breit gefächertes Programm anzubieten. Dazu gehörten die Beteiligung an dem von der Außenstelle Bonn der koreanischen Botschaft veranstalteten vierten Freiheitsforum zur Frage der Menschenrechte in Nordkorea, eine Führung durch die japanischen Gärten in der Bonner Rheinaue, Kimchi Workshops oder ein Spaziergang durch Bonn anlässlich 75 Jahre Grundgesetz. Auch das Programm des Jahres 2025 wird in Bonn beginnen mit dem Neujahrsempfang des RV Anfang Februar mit einem besonderen Kulturprogramm.

Ein besonders erfolgreiches Projekt führt schon seit einiger Zeit der RV Baden-Württemberg durch, der mit H. Park Ju Kyung seit diesem Jahr einen neuen Vorsitzenden hat. Dazu gehören regelmäßige Sprach-Tandem-Tische, in denen Personen, die am Erlernen der koreanischen Sprache interessiert sind, ihre Kenntnisse im direkten Sprachaustausch verbessern können. Auch ein Grillfest in Stuttgart fand im Juni großen Anklang.

Der RV Bayern traf sich zu einem koreanischen Abendessen in München. H. Hollmann als Vorsitzender nahm zugleich als Vertreter des DKG Vorstandes auch in Gräfelfing an der Zeremonie zur Umbettung von Mirok Li teil, dessen Leichnam ähnlich wie vor einiger Zeit der von Isang Yun nach Korea gebracht wurde.

Fotoa: F.Hollmann

Den krönenden Abschluss des DKG Jahresprogramms 2024 setzte der RV Saar mit dem Themenmonat Korea im Saarland. Diese gemeinsam mit der VHS Saarbrücken und dem Verein der Koreaner im Saarland organisierte und im November durchgeführte Reihe mit mehr als 15 Einzelveranstaltungen setzte Maßstäbe für das, was bei starken Partnern auch für eine kleine Organisation wie die DKG möglich sein kann. Die Eröffnungsveranstaltung am 2. November, bei der ich selbst erstmals einen Vortrag über die deutsch-koreanischen Beziehungen halten durfte, war ein kulturelles und sportliches Feuerwerk. Eine Taekwondo Gruppe aus Seoul, ein K-Pop Trio aus Frankfurt und mehrere hundert Gäste brachten den Festsaal und den Saarbrücker Oberbürgermeister in Stimmung.

Ein ganz besonderes Jahr war 2024 für unsere Aktivisten von Building Bridges. Erstmals hat das Team zwei Schüleraustauschprogramme durchgeführt, zum einen den seit langem laufenden Austausch mit der Lighthouse International School aus Ilsan, zum anderen erstmals auch einen Austausch mit der Doeksoo Highschool aus Seoul. An diesem zweiten Austausch waren doppelt so viele Schüler beteiligt wie an dem bisherigen Programm, also jetzt 18 Schüler aus Korea und 18 aus Deutschland, deren Programm von Building Bridges organisiert und betreut wurde. Dies war eine enorme Leistung des Teams, für das ich sicher in unser aller Namen meinen großen Dank aussprechen darf.

Berichte der Teilnehmer und viele Fotos hierzu finden Sie unter
https://buildingbridgesblog.wordpress.com/

Inzwischen scheint das Interesse am Schüleraustausch auch auf koreanischer Seite gewachsen zu sein und es gibt Bestrebungen, einen breiteren regulären Austausch zu etablieren. Dafür werden dann auch deutsche Partnerschulen gesucht. Nach derzeitigem Stand hoffen wir, dass der Pädagogische Austauschdienst im Frühjahr eine Ausschreibung für einen Austausch veröffentlicht. Bei einem solchen direkten Austausch zwischen den Schulen wäre die Rolle der DKG und ihrer Mitglieder vor allem, potentiell interessierte Schulen dafür zu gewinnen.

Der Bundesvorstand der DKG hat seit meiner Amtsübernahme drei Vorstandssitzungen per Videokonferenz durchgeführt, die Fragen der Projektfinanzierung, der für die Jahre 2021 bis 2023 abzugebenden Steuererklärungen, der Umstellung der Verwaltung auf digitale Basis und damit verbunden auch des weiteren Vorgehens bei offenen Mitgliedsbeiträgen sowie der Vorbereitung der für Mitte März 2025 geplanten Klausurtagung behandelt haben.

Bei dieser Tagung sollen vor allem die weitere Ausrichtung der DKG, die Zusammenarbeit mit anderen Akteuren der deutsch-koreanischen Beziehungen und die Vorbereitung des für 2026 anstehenden Jubiläums 60 Jahre DKG behandelt werden.

Als Präsident durfte ich selbst die DKG beim diesjährigen Deutsch-Koreanischen Forum in Dresden Anfang September vertreten. Dort zeigte der Vorsitzende des Forums, Staatsminister Dulig, deutliches Interesse an einer verstärkten Zusammenarbeit mit der DKG. Gleiches gilt auch für das Netzwerk Junge Generation Deutschland Korea, dessen Teilnehmer neben den Teilnehmern von Building Bridges prädestiniert für eine Mitarbeit auch in der DKG sind.

Als besonders erfreulich erweist sich die Zusammenarbeit mit der koreanischen Botschaft und dem koreanischen Kulturzentrum. Botschafter Lim Sang Beom zeigt sich sehr offen für die Arbeit der DKG. Er hat den Vorstand schon kurz nach seiner Amtsübernahme zu einem Essen in seine Residenz eingeladen und ist auch der Einladung zur Teilnahme an der Eröffnung der Sasse Ausstellung in Magdeburg gefolgt. Die Jahresversammlung der DKG durften wir einmal mehr im Koreanischen Kulturzentrum Berlin abhalten, das zu seinem 30 jährigen Jubiläum in diesem Jahr ein ganz besonderes Programm bot.

Abendessen des koreanischen Botschafters Lim Sang Beom ( 2.von links) für die Mitglieder des Vorstandes der DKG in seiner Residenz ;Foto: Ok-Hi Yun

Liebe Mitglieder, liebe Freunde Koreas, lassen Sie mich zum Abschluss noch etwas über die DKG hinausblicken.

Korea, das Land, für das wir uns alle interessieren, macht derzeit schwierige Zeiten durch, politisch aber auch gesellschaftlich. Die Ausrufung des Ausnahmezustandes durch den bisherigen Präsidenten Yoon und das tragische Flugzeugunglück Ende Dezember haben schwierige und traurige Schlusspunkte gesetzt in einem Jahr, das mit dem glänzenden Abschneiden seiner Sportler bei den Olympischen Spielen in Paris und der Verleihung des Nobelpreises für Literatur an die Schriftstellerin Han Kang durchaus auch positiv in Erinnerung bleiben könnte. Jetzt bleibt zu hoffen, dass es der politischen Klasse des Landes gelingt, die Staats- und Verfassungskrise so zu lösen, dass die junge Demokratie des Landes gestärkt daraus hervorgeht und dass das Land in den kommenden Jahren von weiteren großen Unglücksfällen verschont bleibt.

Ihnen allen darf ich auch im Namen des Vorstandes der DKG alles Gute für das Jahr 2025 wünschen. Wir würden uns über Ihre aktive Mitarbeit und Teilnahme an den angebotenen Veranstaltungen sehr freuen. Die Programmarbeit liegt zwar bei den Regionalverbänden, jedoch sollten Sie Website und die Mailadresse des Generalsekretariats info@korea-dkg.de gerade mit Blick auf unsere Klausurtagung auch gerne als Adressaten für Ihre Ideen, Anregungen oder Reiseberichte nutzen, die wir auch auf der Website veröffentlichen könnten.

Ihr

Rolf Mafael
Botschafter aD
Präsident der DKG

Korea als Kulturbrücke auch in der Gartenkunst

Der Regionalverband NRW lädt am 22.06.2024 zu einer Führung durch den Japanischen Garten in der Bonner Rheinaue ein

Buddhismus, Daoismus, Schriftzeichen, Malerei, Kampfsport, Kulinarik und nicht zuletzt auch Gartenkunst. Fachkundig erläuterte Michael Usinger, Dozent an der Hochschule Niederrhein, den ca. 25 Gästen der DKG NRW die Verbindungen und gegenseitigen Einflüsse ostasiatischer Gartenkunst am Beispiel des Japanischen Gartens in der Bonner Rheinaue. Dieser ist anlässlich der Bundesgartenschau 1979 in Anlehnung an den sogenannten Tsukiyama Stil, künstlich gestalteter Hügel, angelegt worden.

Auf der Holzbrücke eröffnete sich der gesamte Garten mit seinem weiten Blick über den angelegten See.

Den Teilnehmern wurden weitere typische Gestaltungsprinzipien vermittelt, so das Mie-Gakure, Verbergen, Enthüllen, die Shakkai-Technik, geliehene Szenerie, oder das Element Mizu, Wasser, welches als Symbol für den Fluss des Lebens gedeutet werden kann. Von der sprudelnden Quelle, Geburt und Kindheit, über das wild dahinfließende Wasser, Heranwachsen, Hindernisse und Felsen, Schwierigkeiten und Rückschläge, hin zu einem ruhigen See, letzte Lebensphase als Ort des Friedens und der Erkenntnis, fand sich dieser Lauf des Lebens sofort in der Vorstellung der Besucher wieder.

Die anschließende kleine Stärkung mit gekühlten Getränken und Fingerfood in der sechseckig kupferbedeckten Azumaya, Holzlaube, bot noch einmal einen freien Blick auf das zur Ruhe gekommene Wasser und eine aus weißen Granitsteinen nachgebildete Sandbank, die eigentlich einen idealen Platz zum Ausruhen mit anschließender Teezeremonie darstellt.

In der Azumaya, einem Ort zum zur Ruhe kommen, tauschten die Teilnehmer ihre Eindrücke aus.

Bericht und Fotos:
DKG NRW, Wolfram van Stephold
E-Mail: dkg.nrw@gmail.com

BBQ Event der DKG BW im Juni 2024

Was war das für eine vielfältige tolle Party. Und der Dauerregen konnte dem gar keinen Abbruch tun.

Am Samstag, den 22. Juni hatte die DKG Baden Württemberg unter dem Motto BBQ Event 2024 auf den Grillplatz am Weg zum Bärenschlössle in Stuttgart auf verschiedenen Kanälen wie z.B. Instagram eingeladen. Trotz des leider über einige Stunden andauernden Regens trafen erfreulicherweise einige Mitglieder und viele Interessierte nach und nach ein, so auch Teilnehmer des Tandem Sprachtreffs, das sich im vergangenen Jahr zu einem regelmäßig stattfindenden DKG BW Event etabliert hat.

Insgesamt nahmen somit mehr als 40 Interessenten an dem diesjährigen BBQ Event teil, die dank des mit Bänken ausgestatteten und gut überdachten großen Grillplatzes Spaß miteinander haben konnten.

Dass der Genuss und Austausch über die selbst mitgebrachten Speisen von den Teilnehmern aus Korea und Deutschland eine hervorragende Ausgangslage für ein erfolgreiches DKG BW Event bieten, bestätigte sich auch dieses Mal. Neben Kartoffelsalat, Kimbab, Gemüsesticks, Kimchi, Kuchen und Samgyeobsal gab es u.a. auch Bier und Soju, die für eine erheiterte Stimmung bis in den Abend sorgten.

Dabei kam man gut ins Gespräch, in dem man sich einerseits über die eigenen Erfahrungen und Erlebnisse in der deutschen und koreanischen Kultur austauschen konnte, aber auch den eigenen Horizont erweitern konnte. Beispielsweise waren manche noch nie in Korea, andere wiederum hatten einiges vom Studium oder mehreren Jahren Aufenthalt, Arbeitsleben oder auch Urlaub berichten. Zusätzlich zu deutschen Interessierten nahmen sogar Interessierte aus den USA teil, die vor Kurzem nach Deutschland gezogen waren. Sogar ein paar Kinder tobten herum, denen das diesjährige DKG BW BBQ Event offenbar auch gefiel.

Am Ende nach vielen Stunden beschien sogar die Sonne unser sehr schönes Grillfest, im Zuge dessen wir sogar zwei Neumitglieder für die DKG BW gewinnen konnten.