Wo Worte sich begegnen Tandem Stuttgart

Am Samstag, dem 14. März 2026, um 16 Uhr startete das Tandem-Event unter der Leitung der DKG-Mitgliedern Jonas Winter und Sylvana Freyberg.

Sylvana Freyberg und Jonas Winter, Leitung des Tandem-Events.

Insgesamt fanden sich 15 Teilnehmer zusammen, darunter Koreaner und Deutsche im Alter von etwa 20 bis 60 Jahren. Die Teilnehmer saßen in Vierergruppen an ihren Tischen und begannen, miteinander zu reden, die Deutschen auf Koreanisch, die Koreaner auf Deutsch.

Am Anfang war die Atmosphäre noch etwas steif, doch durch lockere Begrüßungen und kleine Witze taute die Stimmung schnell auf. Stockte das Gespräch oder kam ein holpriger Satz heraus, half der Tandem-Partner geduldig weiter, korrigierte freundlich oder erklärte noch einmal von vorne. In den stillen Momenten griffen die Teilnehmenden zu Snacks und Getränken, und wer mit einem Partner genug geredet hatte, wechselte einfach zur nächsten Gruppe.

▲ Die Teilnehmenden treffen ein – kurz vor Beginn des Tandem-Events.
© DKG-BW Organisationsteam, Foto 1: Ju Kyung Park 2026.

Einer der koreanischen Teilnehmer sagte:

„Deutsch ist schwer. Im Alltag fällt es mir nicht leicht, natürlich zu reden. Aber hier versteht man mich, auch wenn ich Fehler mache, und das macht es viel angenehmer.“

Eine deutsche Muttersprachlerin erzählte: „Ich habe Koreanisch bisher nur über koreanische Dramen gelernt. Orte, wo man direkt mit Koreanern sprechen kann, gibt es wenig. Umso mehr freue ich mich über dieses Event.“

Ein anderer Teilnehmer bereitete sich gerade auf ein Austauschsemester in Korea vor und fand es spannend, schon in Deutschland Koreaner treffen zu können, um die Sprache zu üben und aus erster Hand vom Alltag in Korea zu erfahren.

Jeweils vier Teilnehmende an einem Tisch – das Tandem-Event in vollem Gange.

Bei all diesen Begegnungen zeigte sich, dass das Lernen einer Sprache über Vokabeln und Grammatik hinausgeht. Es ist ein Prozess, eine Kultur kennenzulernen und neue Beziehungen zu knüpfen. Manches lässt sich eben nur in einer echten Begegnung spüren, nicht online.

Byong-Hak Kim, Sorin, Miriam im Gespräch

Nach dem offiziellen Ende blieben einige sitzen und redeten weiter. Danach brach ein Großteil der Teilnehmenden zum gemeinsamen Abendessen auf. Die Gespräche waren nicht perfekt, aber vielleicht steckte genau deshalb etwas besonders Ehrliches darin. „Bis zum Tandem im Mai“ so klang der Abschied.

Neues Land, alte Tradition Seollal-Feier der DKG in Stuttgart

Traditionell ist das koreanische Neujahrsfest Seollal ein bedeutsamer Tag in der koreanischen Kultur, an dem man seinen Vorfahren Respekt erweist und das neue Jahr im Kreis der Familie feiert. Es ist außerdem eine Zeit, um auf das vergangene Jahr zurückzublicken, neue Vorsätze zu fassen und einen Neubeginn zu wagen.

Ju Kyung Park, Vorsitzender der DKG-BW, bei seiner Begrüßungsrede vor dem Konzert

Die Deutsch-Koreanische Gesellschaft (DKG) organisierte am 27. Februar 2026 um 18:30 Uhr in Stuttgart eine Seollal-Feier. An der Veranstaltung nahmen etwa 40 Personen unterschiedlichen Alters und verschiedener Nationalitäten teil, darunter Koreaner, Deutsche sowie Gäste aus anderen Ländern. Die Feier begann mit einer kurzen Begrüßung durch den Vorsitzenden der DKG-BW, Ju Kyung Park, und das Vorstandsteam. Darauf folgte das Musikprogramm der Jazzband Laonmori, die die Teilnehmenden mit ihren Liedern bestens unterhielt und eine festliche, stimmungsvolle Atmosphäre schuf.

Die Jazzband Laonmori bei ihrem Auftritt.

Ju Kyung Park, Vorsitzender der DKG-BW, bei seiner Begrüßungsrede vor dem Konzert

Im Anschluss bereiteten die Teilnehmenden gemeinsam Tteokguk zu, eine koreanische Suppe, die traditionell am Neujahrsfest serviert wird, und genossen anschließend ein Abendessen mit weiteren koreanischen und anderen Speisen. Danach konnten die Gäste traditionelle koreanische Spiele wie Gonggi ausprobieren.

Eine Schüssel frisch zubereitetes und gemeinsam gekochtes Tteokguk

Einige koreanische Teilnehmer freuten sich, das Neujahrsfest in der Ferne feiern zu können, auch wenn sie ihre Familien und Verwandten nicht persönlich treffen konnten.

Für die deutschen Gäste bot sich die Gelegenheit, das traditionelle koreanische Neujahrsfest aus nächster Nähe kennenzulernen. Für alle entstand ein besonderer Moment, um dem gewohnten Alltag zu entfliehen und neue Eindrücke zu sammeln.

Jinah Lee, Ju Kyung Park und Vanessa Witt stellen den Gästen Tteokguk vor.

Zwischen Vertrautem und Neuem, zwischen Deutschland und Korea – trotz kultureller Unterschiede zeigte sich, wie wertvoll Zusammenhalt und gegenseitiger Respekt sind. Möge der kleine Funke, der bei dieser Begegnung entzündet wurde, sich als Same des Miteinanders weiter entfalten.

Gonggi-Wettkampf unter der Leitung von Selma Tu- kic und Ju Kyung Park.

In diesem Sinne hoffen wir für das Jahr 2026 auf weitere gelungene Veranstaltungen der DKG-BW, die Begegnungen zwischen beiden Kulturen ermöglichen und zu einem tieferen Verständnis füreinander beitragen – geprägt von Faszination und gegenseitiger Anerkennung.

Seollal im RV Nordrhein-Westfalen in Bonn

새해      많이   받으  세요–   Im Neuen Jahr viel Glück bekommen
Unter diesem Motto stand das Treffen der Seniorengruppe des Regional-verband NRW am 17.Februar, dem Seollal-Tag 2026.

Seollal wird in Gesamt-Korea als der Neujahrestag nach dem Mondkalender bezeichnet. 설날 – 설   das Jahr und  날der Tag / also Neujahrestag. Durch sprachliche Assimilation wird daraus „Seollal“.

Zur Vermittlung der koreanischen Sitten und Gebräuche rund um das in Korea  über mehrere Tage andauernde Fest gab es zunächst eine Einführung vom  Vorsitzenden Reiner Schöler. Die Verehrung der Ahnen, Respekt vor den Älteren und natürlich besonderen Speisen wie Tteokguk, die berühmte Neujahressuppe, stehen dabei im Vordergrund und sollen im neuen Jahr Glück und Reichtum  bringen.

Ein Blick auf die Besonderheiten des beginnenden Jahres des Feuerpferds eröffnete, dass ein turbulentes Jahr mit Höhen und Tiefen ansteht, welches aber durchaus gute Chancen für aktive, risikoaffine Menschen bereithalten kann. Die Konstellation des Pferdejahres mit dem Element Feuer tritt nur alle 60 Jahre auf, also zuletzt 1966, im Jahr der DKG-Gründung. Auch der Verein der Koreanischen Krankenschwestern wurde in diesem Jahr ins Leben gerufen.

Dies gab Anlass zu einer kleinen Vorschau auf das geplante Jubiläumsfest am 20. Juni 2026 im LVR-Museum Bonn. Ohne bereits Details zum geplanten Programm zu verraten, war doch eine gewisse Vorfreude im Saal deutlich zu erkennen. Das kleine, aber feine Fingerfood-Buffet, liebevoll zubereitet von einigen Mitgliedern, rundete den gelungenen Nachmittag im Gemeindesaal der Don-Bosco Gemeinde Bonn ab.

Fotos: Yookyung Nho-von Blumröder
Bericht: Reiner Schöler, Wolfram van Stephold, DKG NRW

„Mer blieve bunt – ejal watt kütt!“ Rosenmontag Düsseldorf

Die Dokhan-Seniorenbrücke des Regionalverbands NRW in der Koreanischen Fußgruppe im Rosenmontagszug durch die Düsseldorfer Innenstadt

Erneut ist der Koreanische Verein Düsseldorf dem diesjährigen. Motto der Stadt Düsseldorf gefolgt und hat eine bunte Fußgruppe zusammengestellt. In diesem Jahr beteiligt sind neben dem eigenen Verein erstmals Mitglieder des Sejong-Instituts der Universität Bonn, der K-Pop Akademie townk.dancestudio und der Dokhan-Seniorenbrücke des Regionalverbands NRW.

Ziel der gemeinsamen Aktion ist es, die vorwiegend älteren Teilnehmer der koreanischen Gruppe mit jüngeren Menschen aus dem DKG-Netzwerk in NRW zu verstärken, den ca. 600.000 Besuchern und Millionen Zuschauern nah und fern ein buntes und vielfältiges Bild koreanischer Kultur zu präsentieren und daraus  gemeinsame und generationenübergreifende Begegnungen und Erlebnisse zu schaffen.

Tänzer des Sejong-Instituts Bonn am Anfang der Fußgruppe

Mit dabei sind Sung-Kyu CHUNG, Präsident des Verbands der Koreaner in Deutschland e. V., Chang-Won KO, Vorstand Koreaverband Düsseldorf, und Sang-Mi OH vom Sejong-Institut an der Universität Bonn. Für Euronews dabei ist Jungah YANG, die den rheinischen Karneval zum ersten Mal erlebt und von den feierlustigen Menschen am Zugweg begeistert ist. Jongmin KIM von der Tanzakademie townk.dancestudio hat eine K-Pop Gruppe zusammengestellt und angeleitet. Mit einer Soundbox ausgestattet stellen die Mädchen im hinteren Teil der Gruppe immer wieder Choreografien vor, die die Zuschauer vollauf begeistern. Vorne ist eine große Gruppe des Sejong-Instituts Bonn zu sehen, die von vier traditionell gekleideten  Damen mit Fächern angeführt wird und für ein buntes und bewegungsstarkes Bild sorgt. Die Übertragung im WDR-Fernsehen fängt dieses Bild minutenlang ein und lässt erahnen, wie gut Rheinischer Frohsinn und koreanische Lebensart an diesem Tag zusammenpassen und die Beteiligten ganz nebenbei ein starkes Zeichen für Vielfalt und Völkerverständigung setzen.

Mitglieder der K-Pop Akademie townk.dancestudio am Zugweg begeistern die Zuschauer

Ca. 600.000 Menschen sind am Zugweg,  NRW-Ministerpräsident Henrik Wüst und Vertreter der Landesregierung und der Stadt Düsseldorf sind in aktiver Rolle auf den Wagen beteiligt. Zusätzlich berichten WDR, YTN, UriNews, EuroNews und Kyoposhinmun über das bunte Treiben.  Schon im Vorfeld wurden die Motive des bekannten  Düsseldorfer Wagenbauers Jacques Tilly mit Spannung erwartet. In diesem Jahr ganz besonders, weil er wegen seiner Wagengestaltung inzwischen in Russland angeklagt wurde.

Am Ende sind alle Teilnehmer der koreanischen Gruppe ins Restaurant „Korea-Haus“ zur Stärkung  eingeladen, um sich danach in den Trubel der Düsseldorfer Kneipen zu stürzen oder auf der Straße weiterzufeiern.

Tänzer des Sejong-Instituts Bonn am Anfang der Fußgruppe

„Wir sind unglaublich dankbar, Teil dieses besonderen Moments gewesen sein zu dürfen. Die Energie, die Menschen und die Stimmung waren einfach einzigartig. Danke für diese tolle Möglichkeit und an alle, die diese Tage so besonders gemacht haben“, so Jongmin KIM, stellvertretend für alle Teilnehmer der Tanzakademie townk.dancestudio im Rückblick.

Links
townk.dancestudio: www.townk.de
Euronews: https://m.youtube.com/watch?v=bLDAWHG4QIM

Bericht und Fotos
Wolfram van Stephold, RV NRW

DKG-RV Berlin-Brandenburg startet ins Vereinsjahr 2026

Am 30. Januar 2026 fand die diesjährige Mitgliederversammlung des Regionalverbands Berlin-Brandenburg der Deutsch-Koreanischen Gesellschaft e.V. statt. Die Versammlung unterstrich einmal mehr die lebendige Vereinsarbeit und das große Interesse an den deutsch-koreanischen Beziehungen in der Region.

Rückblick auf ein aktives Jahr 2025
Unter der Leitung von Henriette Wunderlich blickte der Vorstand auf ein ereignisreiches Vereinsjahr zurück. Zahlreiche Veranstaltungen und Begegnungen machten 2025 zu einem lebendigen Jahr voller Austausch und Engagement. Für ihren unermüdlichen Einsatz und die geleistete Arbeit des gesamten Vorstands sprach Botschafter a.D. Rolf Mafael, Vorsitzender der DKG, seinen herzlichen Dank aus.


Vorstand einstimmig gewählt
Im Anschluss wählten die Mitglieder den neuen Vorstand – alle Kandidatinnen und Kandidaten erhielten ein einstimmiges Votum. Gewählt wurden:

Vorsitzender: Thomas Rieke

Stellvertretende Vorsitzende: Henriette Wunderlich

Schriftführerin: Doris Hertrampf, Botschafterin a.D.

Beisitzerinnen und Beisitzer: Sunkyoung Jung · Thomas Konhäuser · Byoung Ok Park · Ok-Hi Yun

Der neue Vorstand dankte für das Vertrauen und kündigte an, die erfolgreiche Arbeit des Regionalverbands für Berlin und Brandenburg sowie Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen engagiert fortzuführen.


Stark besuchter Vortrag zu Nordkorea
Direkt im Anschluss an die Mitgliederversammlung fand eine gut besuchte Abendveranstaltung statt: Botschafter a.D. Thomas Schäfer sprach zur aktuellen Situation in Nordkorea und diskutierte mit den Gästen über politische und gesellschaftliche Entwicklungen.

Veranstaltungen 2026 in Planung
Der Regionalverband blickt auf ein vielfältiges Programm:

  • 1. Quartal: Vortrag Prof. Dr. Bernhard Seliger
    • 17. April: Lesekreis „Die Tochter“
    • 22. August: Sommerfest
    • 2. Halbjahr: Vortrag Annette Knobloch, Referatsleiterin für Ostasien, Australien,Neuseeland und die Pazifikinseln (Auswärtiges Amt)

Mitmachen ausdrücklich erwünscht
Im Mittelpunkt der Vereinsarbeit stehen Austausch, Dialog und das gemeinsame Interesse an Korea sowie an den deutsch-koreanischen Beziehungen. Mitglieder und Interessierte sind herzlich eingeladen, sich einzubringen und Veranstaltungen aktiv mitzugestalten. Ideen, Themenvorschläge und Anregungen sind jederzeit willkommen.

Der Vorstand freut sich auf ein lebendiges Vereinsjahr 2026 und viele persönliche Begegnungen.

 

Thomas Rieke

Tätigkeitsbericht 2025 Regionalverband Saarland DKG

Der Regionalverband Saar der Deutsch-Koreanischen Gesellschaft hat jetzt, also sechs Jahre nach seiner Gründung, 47 Mitglieder und dürfte damit, bezogen auf die Einwohnerzahl, einer der mitgliederstärksten Regionalverbände der DKG sein. Vier Mitglieder aus dem Saarland sind der DKG im Jahr 2025 beigetreten, was die Lebendigkeit der DKG-Saar zeigt. Für ihre Veranstaltungen kann die DKG-Saar kostenlos die Räumlichkeiten des Schülerforschungs- und -technikzentrums (SFTZ) in St. Ingbert nutzen.

Am 1. Februar feierte die DKG-Saar im SFTZ das traditionelle Seollal (Neujahrsempfang), das sich nach dem Mondkalender richtet. Die Teilnehmer waren Mitglieder der DKG-Saar sowie Vorstandsmitglieder des Vereins der Koreaner im Saarland. In diesem Rahmen fand die Mitgliederversammlung 2025 des Regionalverbands statt, und parallel dazu eine Korea Science School: Kinder der koreanischen Familien haben im Chemielabor des SAFTZ experimentiert.

 

Danach wurden die Gäste zu einem gemeinsamen Essen eingeladen, das eine besondere Bedeutung im Rahmen der Feierlichkeiten hat. Wie jedes Jahr sorgte der Verein für eine reichhaltige Bewirtung. Ein besonderer Dank geht an die vielen Helferinnen, die traditionelle Gerichte vorbereitet und zur Feier mitgebracht hatten. Ohne ihren Einsatz wäre das Neujahrsfest nicht möglich gewesen.

Auf dem linken Foto sieht man von rechts nach links den Leiter des Internationalen Büros der Universität, den Leiter des Sprachenzentrums der Universität, den Koreanische Generalkonsul (aus Bonn angereist) und den Oberbürgermeister der Stadt Saarbrücken, also viel lokale Prominenz, bei der Eröffnung der Korea-Woche.

Die Universität des Saarlandes war vom 2. bis 7. Juni der perfekte Ort für diesen kulturellen Ausflug nach Südkorea. Organisiert von der koreanischen Studierendengruppe „Saarhanda“ und unterstützt u. a. vom DKG-Regionalverband Saarland, gab es eine Woche voller Spaß, Essen, Vorträgen und natürlich jeder Menge koreanischer Kultur.

Im Rahmen dieser Korea-Woche fand auch ein koreanischer Sprachwettbewerb statt. Die Wettbewerbsteilnehmer waren überwiegend Teilnehmer des Korea-Sprachkurses am Sprachenzentrum der Universität des Saarlandes. Diesen Sprachkurs gibt es seit dem Wintersemester 2024/25; er erfreut sich sehr großer Nachfrage.

Am 21. Juni veranstaltete der RV-Saar im SFTZ sein traditionelles Grillfest, in Kooperation mit dem Verein der Koreaner im Saarland (자알란트 한인회). Der Tag stand im Zeichen von Wissenschaft, Kulinarik und Gemeinschaft – eine gelungene Mischung, die Groß und Klein begeisterte.

K-Drama OST Konzert – Musik, die unter die Haut geht: Das war am 21. November im Festsaal des Alten Rathauses der Stadt Völklingen ein unvergesslicher Abend voller emotionaler Musik aus beliebten koreanischen Dramaserien. Die Deutsch-Koreanische Gesellschaft RV Saarland hat hierbei mit dem „Verein der Koreaner im Saarland“, der Stadt Völklingen und der VHS Völklingen zusammengearbeitet Die Veranstaltung war bis auf den letzten Platz ausgebucht.

Am 15. Dezember fand, gemeinsam organisiert von der DKG-Saar, dem Verein der Koreaner im Saarland und dem in Saarbrücken ansässigen Deutschen Forschungszentrum für künstliche Intelligenz, DfKI, ein Workshop zum Thema „Künstliche Intelligenz und Naturwissenschaften“ statt, mit Vorträgen von koreanischen und deutschen Wissenschaftlern.

Jahresrückblick 2025 – Regionalverband Berlin-Brandenburg

Im Verlauf des Jahres 2025 organisierte und begleitete der Regionalverband Berlin-Brandenburg der DKG ein vielfältiges Programm aus kulturellen, informativen und vereinsinternen Veranstaltungen.

Den Auftakt bildeten am 9. Januar ein Stammtisch sowie ein Lesekreis zu dem Roman „Ein einfaches Leben“ von Min Jin Lee. Am 26. Februar fand die Mitgliederversammlung im Seoul Kwan statt. Am 1. März beteiligten sich Mitglieder am digitalen Buchclub des Netzwerks Junge Generation Deutschland–Korea zum Werk „Das Leben bestehen“ von Hermann Hesse.

Vom 14. bis 16. März 2026 kam der DKG-Bundesvorstand zu seiner Klausurtagung in Berlin zusammen.

Darauf folgte am 20. März eine Podiumsdiskussion zur 2024 erschienenen Anthologie koreanischer Science-Fiction-Erzählungen „Die Sterne leuchten am Erdenhimmel“. Zu Gast waren die Herausgeberin Sylvana Freyberg (DKG-Mitglied) sowie der Verleger Hardy Kettlitz vom Memoranda Verlag. Die Veranstaltung fand im Koreanisches Kulturzentrum am Leipziger Platz statt und wurde von unserer Generalsekretärin Barbara Sternagel moderiert.

Am 8. April wurde im Rahmen des neuen DKG-Lunch-Talk-Formats ein Online-Vortrag mit Dr. Andrea Schneider, Counsellor Labor and Social Affairs an der Deutschen Botschaft in Seoul, zum Thema „Herausforderungen der jungen und älteren Generationen in Korea“ durchgeführt.

Am 8. Mai trafen sich Mitglieder zu einem Stammtisch in Magdeburg mit einem Input von Doris Hertrampf, Botschafterin a.D., zu ihrer Zeit in Nordkorea. Im Mai fanden zudem DKG-Veranstaltungen auf Bundesebene statt, darunter die Mitgliederversammlung sowie die Verleihung des Mirok-Li-Preises in Gräfeling.

Am 5. Juni folgte ein weiterer DKG-Lunch-Talk in Kooperation mit dem Institut für Korea-Studien: Prof. Dr. Eun-Jung Lee sprach in einem Online-Vortrag über „Südkorea nach der Präsidentschaftswahl“ und unser Vorstandsmitglied Sunkyoung Jung berichtete über die Demokratiebewegung.

Am 13. Juli ab 15 Uhr wurde das Sommerfest der DKG im Pangea-Haus gefeiert.

Am 29. September nahmen DKG-Mitglieder an einem Vortrag des Wiedervereinigungsministers Koreas am Institut für Koreastudien der FU Berlin teil.

Am 10. Oktober fand ein weiterer Stammtisch im Seoul Kwan statt, bei dem DKG-Präsident Rolf Mafael, Botschafter a.D., über das Deutsch-Koreanische Forum 2025 in Südkorea sowie über aktuelle Entwicklungen in Korea berichtete.

Im November kam es zu einem Treffen mit dem Koreanischen Verein Berlin e.V.. Ebenfalls am 7. November wurde ein Lesekreis zum Buch „Das Tagebuch im Waschsalon der lächelnden Träume“ von Kim Jiyun veranstaltet.

Den Auftakt des Jahres 2026 bildete am 23. Januar ein hybrider Lesekreis zum Werk „Der Yalu fließt“ von Mirok Li, ergänzt durch einen historischen Input von Doris Hertrampf zur Situation auf der koreanischen Halbinsel am Ende des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts.

Ergänzt wurden diese Aktivitäten durch regelmäßige Vorstandssitzungen auf Regionalverbands- und Bundesebene, die laufende Mitgliederverwaltung sowie den kontinuierlichen Kontakt zu Institutionen und Einzelpersonen, die mit der DKG in Verbindung stehen oder treten möchten.

Besuch der Nationalversammlung der Republik Korea

Eine kleine Delegation des Verbands der Koreaner in Deutschland und der DKG besucht das Parlamentsgebäude der Republik Korea, 대한민국 국회 Daehanminguk Gukhoe und schaut dabei hinter die Kulissen der politischen Arbeit der Nationalversammlung Koreas.

Auf Einladung von Frau HeeJung Kim, Mitglied der Nationalversammlung, konnte unsere Delegation des Koreaverbandes in Deutschland und Europa sowie der Deutsch-Koreanischen Gesellschaft in NRW am 24.10.2025 interessante Eindrücke zur Arbeit des koreanischen Parlaments gewinnen. Frau Kim wurde 2004 als jüngste weibliche Abgeordnete in das koreanische Parlament gewählt. Sie hat außer einem repräsentativen Büro insgesamt 9 Mitarbeiter und einen direkten Blick auf das Parlamentsgebäude.

Aktuell gibt es 300 Abgeordnete im nationalen Parlament, die alle im Gebäude direkt neben dem Parlamentsgebäude untergebracht sind. Direkt gegenüber dem Abgeordnetenhaus befindet sich die große Bibliothek, zu der neben den Abgeordneten auch andere Bürger ab 12 Jahren Zutritt haben.

Der Parlamentssaal ist ähnlich des Deutschen Bundestages strukturiert. Die große Kuppel über dem Zentrum des Parlaments ist ein äußerliches Merkmal dieser Ähnlichkeit. Für die Abgeordneten gibt es wie bei uns feste Redezeiten. Trotzdem gibt es auch Sitzungen, die länger als 24 Stunden dauern.

Die Protokolle werden wie im Bundestag schriftlich aufgezeichnet. Die Schriftführer erreichen ihre Plätze unterhalb des Rednerpultes über eine Treppe aus dem Untergeschoss.

Es gibt für die koreanischen Bürger die Möglichkeit, an den Sitzungen des Parlaments auf der Besuchertribüne teilzunehmen. Weiter gibt es Bereiche für die nationale und internationale Presse sowie für Staatsgäste und Diplomaten.

Auf dem Weg von außen auf das Parlamentsgebäude stehen zwei steinerne Tiger Haechi. In einem der beiden Sockel ist eine Flasche Wein enthalten, so berichtete uns Frau Abgeordnete HeeJung Kim, die erst bei der Wiedervereinigung Koreas geöffnet werden soll.

Mitglieder unserer kleinen Delegation waren Frau Ok Soon Bücher, Bong Seok und Stefan Bösken vom Verband der Koreaner in Deutschland, Herr Jhe Hyeun Yoo vom Koreaverband Europa sowie Rana Lee und Reiner Schöler von der DKG.

Fotos und Bericht
Reiner Schöler und Rana Lee Schöler, DKG NRW

K-Drama OST Konzert – Musik, die unter die Haut geht

Ein unvergesslicher Abend voller emotionaler Musik aus beliebten koreanischen Dramaserien fand am Freitag, dem 21. November 2025, im Festsaal des Alten Rathauses in Völklingen statt.

Die Deutsch-Koreanische Gesellschaft RV Saarland hatte in Zusammenarbeit mit dem „Verein der Koreaner im Saarland“, der Stadt Völklingen und der VHS Völklingen herzlich zum „K-Drama OST Konzert – Musik, die unter die Haut geht“ eingeladen. Die Veranstaltung war bis auf den letzten Platz ausgebucht.

Als besondere Ehrengäste durften die Veranstalter Herr Min Jaehoon, Botschaftsleiter der Botschaft der Republik Korea Außenstelle Bonn, sowie Frau Joo, Mitarbeiterin der Botschaft, begrüßen.

Das „Klang韓( Han) Quartet“, bestehend aus hochkarätigen Musikerinnen und Musikern, verzauberte das Publikum mit einer Auswahl emotionaler Stücke aus den Soundtracks bekannter K-Dramen. Die Musiker Dr. Min Jeong Kang (Klavier und künstlerische Leiterin), Jooyoen Kim (Flöte), Jieun Yang (Cello) und Younggun Lee (Bratsche) nahmen die Besucher mit auf eine musikalische Reise durch die vier Jahreszeiten Südkoreas und ließen die Magie der K-Drama-Musik auf eine einzigartige Weise lebendig werden.

Die begleitende Bildershow, die den Besuchern einen tieferen Einblick in die Bedeutung und die Hintergründe der K-Drama-Musik gab und die Verbindung zwischen den Melodien und den Geschichten der Serien verdeutlichte.Die Veranstaltung bot den Gästen nicht nur ein musikalisches Erlebnis, sondern auch die Möglichkeit, sich bei koreanischem Fingerfood und Getränken auszutauschen und mehr über Südkorea zu erfahren.

„Ein herzliches Dankeschön geht an alle, die zum Gelingen dieser Veranstaltung beigetragen haben. Wir hoffen, dass alle Gäste einen ebenso unvergesslichen Abend hatten wie wir,“ so die Organisatoren der Veranstaltung.

Die Deutsch-Koreanische Gesellschaft RV Saarland bedankt sich bei allen Gästen und freut sich auf zukünftige kulturelle Begegnungen und Veranstaltungen.

„Singende Demokratie“ in Berlin

Ein Konzert-Symposium über die koreanische Demokratiebewegung und ihre Lieder

Am 5. November 2025 fand im Maschinenhaus der Kulturbrauerei in Berlin das performative Konzert-Symposium „Singende Demokratie: Protestmusik und K-Demokratie“ statt. Die Veranstaltung beleuchtete die Entwicklung der koreanischen Demokratie anhand jener Lieder, die über Jahrzehnte hinweg auf den Straßen gesungen wurden – als Ausdruck von Protest, Solidarität und gesellschaftlichem Wandel.

Ausrichter des Abends war „Singendes Demokratisches Netzwerk“, konzipiert und kuratiert wurde die Veranstaltung von A&Tstory. Unterstützt wurde sie unter anderem von der Korean Federation of People’s Arts Organizations, der Korean Democracy Foundation, dem Institut für Koreastudien der Freien Universität Berlin, der Internationalen Isang-Yun-Gesellschaft sowie der Deutsch-Koreanischen Gesellschaft.

Rolf Mafael, Präsident der Deutsch-Koreanischen erinnerte in seinem Grußwort an die enge Verbindung der DKG zu dem Musiker und Komponisten Kim Min-gi, einem Idol der koreanischen Demokratiebewegung und Träger des Mirok-Li-Preises der DKG. Sunkyung Jung, Vorstandsmitglied der Deutsch-Koreanischen Gesellschaft Berlin/Brandenburg zeichnete verantwortlich für die deutsche Gesamtkoordination der Veranstaltung.

Mit „Singende Demokratie“ wurde die koreanische Demokratiebewegung nicht allein als politischer Prozess, sondern als kulturelle und gesellschaftliche Erfahrung erfahrbar gemacht. Die Veranstalter betonten, dass Demokratie dort besonders lebendig werde, wo Menschen gemeinsam ihre Stimme erheben – auch in Form von Musik.

Die Geschichte der Demokratie – erzählt durch Lieder

Im Mittelpunkt des Abends stand die Frage, welche Rolle Musik in den verschiedenen Phasen der koreanischen Demokratiebewegung gespielt hat.
Der Musikkritiker Seo Jeongmin-gap zeichnete in seinem Vortrag zentrale historische Stationen nach – von frühen bäuerlichen Aufständen bis hin zu den Protesten der Jahre 2025/26, die als „Licht-Revolution“ bezeichnet wurden.

Begleitet wurden seine Ausführungen von musikalischen Beiträgen des Liedermachers Son Byeong-heui, der Lieder aus unterschiedlichen Epochen live vortrug oder per Video präsentierte. Dazu gehörten traditionelle Protestgesänge wie „Saeya Saeya“, das generationsübergreifend bekannte „Morgentau“ sowie das symbolträchtige „Marsch für die Geliebte“, das eng mit der Demokratiebewegung in Gwangju verbunden ist. Bei vielen dieser Lieder stimmte das Publikum spontan mit ein.

In der anschließenden Diskussion betonte die Musikwissenschaftlerin Dr. Beate Kutschke, dass „die koreanische Demokratie immer auch eine Kultur der Straße gewesen sei“, und hob hervor, dass Musik als „eine Sprache der Solidarität und des Widerstands“ fungiere.

Den musikalischen Abschluss bildeten weitere Beiträge von Son Byeong-heui, dem Tenor Han Gang-jin sowie der Marimbaspielerin Jeong Eun-bi, die dem Abend zusätzliche künstlerische Tiefe verliehen.

Demokratie als gelebte Erfahrung

Moderiert wurde die Veranstaltung von dem Anthropologen Prof. Dr. Jin-Heon Jung, der den performativen Charakter des Abends hervorhob und Musik als Spiegel gesellschaftlicher Erfahrungen beschrieb.

Eine deutsche Besucherin erklärte nach der Veranstaltung: „Ich habe gespürt, dass Lieder nicht nur Kunst sind, sondern eine Kraft, die gesellschaftliche Veränderungen vorantreiben kann.“

Sunkyung Jung ergänzte: „Dass solche Lieder heute in Korea wieder frei erklingen können, ist keineswegs selbstverständlich. Es ist das Ergebnis der Zeit und der Anstrengungen, die Bürgerinnen und Bürger aufgebracht haben, um ihre Demokratie zu bewahren; andernfalls wäre es kaum möglich gewesen, diese Lieder heute mit derselben Freude zu singen.“

 

Sunkyoung Jung